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 published: 2009-06-02

Was macht mein Pfarrer in meinem Hausheiligtum?

Einsatz im Priesterjahr: Die ältere Generation der Schönstatt-Frauenliga in den süddeutschen Diözesen übernimmt Patenschaft für Priester

 

Die ältere Generation der Berufstätigen Frauen übernimmt Gebets-Patenschaften für Priester

La generación mayor de la Rama de Profesionales en Alemania apadrina a los sacerdotes

The elder generation of the Professional Women’s League prayer-sponsors the priests

Die ältere Generation der Berufstätigen Frauen übernimmt Gebets-Patenschaften für Priester

 

Jede kann von berührenden Erfahrungen erzählen

Cada una tiene experiencias conmovedoras

Each one has moving experiences to share

Jede kann von berührenden Erfahrungen erzählen

Fotos: Fischer © 2009

 
   

DEUTSCHLAND, mkf. Die Augen beginnen zu leuchten, eine Geschichte nach der anderen sprudelt spontan hervor. Vom Besuch des Pfarrers zu Hause, als man vergessen hatte, jene Karte wie sonst schnell in der Schublade verschwinden zu lassen; von der Freude, als "mein" Priester Bischof wurde; von der täglichen heiligen Messe, aufgeopfert für die mittlerweile 15 Priester, für die man sich verantwortlich hält; von den Adressen aus dem Schematismus, die man herausgetippt hat – "einschließlich Schönstattpriester und Ordensleute!" Es ist der Nachmittag des Pfingstmontag in Haus Marienland, und es geht um eine Idee, die langsam anfängt, Kreise zu ziehen.

"Großartig" findet Pater Ludovico Tedeschi aus Italien die Idee, die seit einigen Wochen in verschiedenen Kreisen der Schönstatt-Bewegung im Gespräch ist. Die müsste auch in Italien zünden. Pater José Luis Correa, der sich vor Kurzem in Rom wegen des Beitrags Schönstatts zum Priesterjahr betätigte, regte die Schönstattfamilie in Peru an, von ihrer Initiative "Pate werden für einen Priester" zu erzählen. Jemand erinnert sich: Mütter aus verschiedenen Dilzesen und Frauen aus der Schönstatt-Frauenliga in den süddeutschen Diözesen machen da doch schon seit Jahren in aller Stille so etwas... So etwas wie diese Idee, die immer mehr begeistert: Ein Geschenk der Schönstattfamilie zum 100. Priesterweihetag des Gründers – Wäre es nicht möglich, dass alle 400.000 katholischen Priester der Welt von irgendeinem Schönstätter in diesem Jahr – im Priesterjahr, im Jahr des 100. Priesterweihetags Pater Kentenichs – begleitet würden, im Sinne einer Patenschaft in Gebet, Beiträgen zum Gnadenkapital und persönlichem Dank für ihren priesterlichen Dienst?

Ich bete jeden Tag

"Das machen wir doch schon lange!", so die begeisterte Reaktion im Kreis der Frauen, die an diesem Nachmittag in Marienland von den Vorbereitungen auf 2014 hören und von den Ideen zum Priesterjahr. "Aber wir könnten es noch einmal mit ganz neuem Einsatz machen!" Die Speyrer haben damit angefangen und schon vor Jahren alle Priester der Diözese untereinander verteilt. "Ich habe damals den Pfarrer aus dem Ort genommen, in dem ich oft Urlaub mache. Als er nach ein paar Jahren verstetzt wurde, habe ich ihn natürlich weiter behalten, aber seinen Nachfolger gleich mit genommen. Ich weiß nicht mal richtig, wie er heißt, aber das macht nichts, ich bete jeden Tag für ihn", so eine über achtzigjährige Frau mit strahlenden Augen. Manche haben 3, 5, 10 oder sogar 15 Priester auf ihrer "Liste". Oder auf ihrer Karte mit der Aufschrift: "Liebe ist stärker". Eine erzählt: Da kam der Pfarrer ins Haus, und ich hatte vergessen, die Karte wegzupacken wie sonst. Er geht doch glatt hin, dreht sie um und fragt: Was machen denn all die Pfarrer da auf Ihrer Karte? Und da stehe ja auch ich?

Was bleibt anderes übrig, als zu erzählen, dass man für jeden dieser Priester täglich betet, täglich einen Beitrag schenkt. Auch für mich? Ja, auch für Sie. Da wird es ganz still...

Und wenn man nun in diesem Jahr "seinen" Priestern einmal sagen würde, dass man für sie betet? Die Idee wird hin- und herüberlegt, gewinnt Zustimmung. "Es ist heute oft so unpersönlich, und warum sollte sich ein Priester nicht freuen, wenn er einen Brief bekommt, wo man gar nichts von ihm will, ihm nur einfach dankt für seinen Dienst und ihm erzählt, dass man dieses ganze Jahr täglich für ihn betet?"

Auch die Priesteramtskandidaten

Aber auch die Priesteramtskanditaten müssten dazu, meint eine. Und was wird aus den Priestern aus den anderen Diözesen in Deutschland? Ob wir andere aus der Schönstattfamilie begeistern können für die Idee? Und die Länder, wo es keine Schönstattfamilie gibt, wie kommen wir denn an die Namen der Priester von dort?

Dass die verstorbenen Priester, die einmal gezogen worden sind, weiter im Gebet begleitet werden, ist klar... Irgendwie liegt an diesem Nachmittag so viel Einsatz, so viel Opferkraft in der Luft, dass einem ganz heilig zumute wird.

Und dann kommt eine etwas zurückhaltende Frage: Und könnte man auch die Priester dazunehmen, die ihr Amt aufgegeben haben?

Stille.

Sie sind doch noch Priester, und viele leiden an dem, was sie getan haben. Brauchen sie nicht auch unser Gebet und vielleicht ein besonderes Opfer? Sie und damit die, die darunter leiden?

Es ist alles so aktuell. Die zwei Priester in unserer Diözese, sagt eine... Und Fernando Lugo in Paraguay... Manche haben gelesen, was die Schönstattpatres dazu geschrieben haben, wissen von all dem Schaden, der da entstanden ist.

"Ich möchte für ihn beten, dieses ganze Jahr lang!"

Und am Ende sind es mehrere, die es tun möchten, ganz ehrlich und ganz ernsthaft.

Und sie möchten alle weitermachen mit ihrem Einsatz für die Priester in diesem Priesterjahr, das am 19. Juni beginnt und "für uns mit dem 8. Juli 2010 endet!"

 

 


 

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Last Update: 02.06.2009