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 published: 2009-06-05

Damit es ein Jahr wird, das das überall in der Welt gefeiert wird

Das Priesterjahr und hundert Jahre Priesterweihe Pater Kentenichs - mehr als nur ein zeitliches Zusammentreffen

 

„Das Jahr des Priesters, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat, um den 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, zu feiern, steht vor der Tür.“ (Symbolfoto: Schönstattpatres in Indien)

“El año sacerdotal, promulgado por nuestro amado Papa Benedicto XVI, para celebrar el 150º aniversario de la muerte de san Juan María Bautista Vianney, el Santo Cura de Ars, está a punto de comenzar…”. (Foto símbolico: Padres de Schoenstatt en India)

“The Year for Priests, announced by our beloved Pope Benedict XVI to celebrate the 150th anniversary of the death of the saintly Curé of Ars, St. John Mary Vianney, is drawing near.” (Symbolic photo: Schoenstatt Fathers in India)

„Das Jahr des Priesters, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat, um den 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, zu feiern, steht vor der Tür.“ (Symbolfoto: Schönstattpatres in Indien)

Foto: Fr. Andrew Pastore © 2009

 

P. José Luis Correa

P. José Luis Correa

Fr. José Luis Correa

P. José Luis Correa

Foto: MK. Fischer © 2009

 
Kardinal Hummes mit der “Königin der Priester”  

El Cardenal Hummes com la “Reina del Clero”

Cardinal Hummes with the “Queen of the priests”

Kardinal Hummes mit der “Königin der Priester”

Foto: Ir. M. Nilza © 2009

 
Kardinal Hummes bei der Lektüre der Beiträge aus Schönstatt  

El Cardenal Hummes estudiando los aportes de Schoenstatt

Cardinal Hummes studying the contribution from Schoenstatt

Kardinal Hummes bei der Lektüre der Beiträge aus Schönstatt

Foto: Zillekens © 2009

 
Das neue Buch von Msgr. Dr. Peter Wolf mit Texten Pater Kentenichs zum Priestertum  

El nuevo libro de Mons. Peter Wolf con textos del Padre Kentenich sobre el sacerdocio

The new book from Msgr. Peter Wolf with texts by Fr. Kentenich on priesthood

Das neue Buch von Msgr. Dr. Peter Wolf mit Texten Pater Kentenichs zum Priestertum

Fotos: M.K. Fischer © 2009

 
   

ROM, mkf. "Das Jahr des Priesters, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat, um den 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, zu feiern, steht vor der Tür…". So beginnt der Brief, den Kardinal Cláudio Hummes, Präfekt der Kongregation für den Klerus, den Priestern aus Anlass des bevorstehenden Priesterjahrs (19. Juni 2009 - 19. Juni 2010) geschrieben hat. Es wird im Zeichen des Mottos "Treue zu Christus, Treue des Priesters" stehen und mit der Feier der Vesper zum Hochfest des Allerheiligsten Herzens Jesu, an dem traditionell auch der Welttag der Heiligung der Priester begangen wird, eingeläutet werden.Es gipfelt im kommenden Jahr in einer Wallfahrt der Priester nach Rom.

" Es soll ein Jahr voller Initiativen werden, ein positives Jahr, in dem die Kirche vor allem den Priestern, aber auch allen Christen und – mithilfe der Massenmedien – der ganzen Welt sagen möchte, dass sie auf ihre Priester stolz ist, dass sie sie liebt, hochschätzt, bewundert und mit Dankbarkeit ihrem pastoralen Wirken und ihrem Lebenszeugnis Anerkennung entgegenbringt", betont der Kardinal in seinem Brief.

Nicht um die Welt zu verurteilen, sondern um sie zu retten

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Zenit beschreibt Kardinal Hummes, was ihm in Blick auf dieses Priesterjahr Herzensanliegen ist: " Die Herausforderung besteht darin, gut zu verstehen, wie man in der heutigen Zeit Priester sein soll - nicht um die Welt zu verurteilen, sondern um sie zu retten, so wie Jesus gesagt hat, dass er nicht gekommen sei, um die Welt zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Das muss der Priester aus ganzem Herzen tun, mit großer Offenheit, ohne die Gesellschaft zu verteufeln. Er muss in sie eingegliedert sein, aber mit jener missionarischen Freude, die jene auszeichnet, die die Menschen zu Jesus Christus führen dürfen."

Spontan kommt bei diesen Worten eine Begebenheit mit Pater Kentenich in den Sinn, die Pater Alberto Eronti vor einigen Jahren in einem Artikel für schoenstatt.de beschrieben hat: "Es war im Oktober des Jahres 1966, am Tag vor der Oktoberwoche. Herr Pater kam, um uns nach unseren ersten europäischen Ferien zu begrüßen, er fragte uns, wie es uns ergangen war, was wir erlebt hatten. Wir erzählten ihm positive und negative Erlebnisse, letzteres bezog sich auf den Verfall der europäischen Gesellschaft, den wir so stark wahrgenommen hatten. Wir fragten Herrn Pater, was er meine, ob er glaube, dass die Auflösung der Gesellschaft noch weiter fortschreiten würde. Er machte eine Pause und sagte: "Ich glaube, dass noch viel fehlt bis zu den Schweinetrögen (er bezog sich auf das Erlebnis des Verlorenen Sohnes); aber wenn der Mensch dort angekommen ist, will er nach Hause, und dann müssen Sie da sein, um ihm dem Weg zu zeigen." Das ist es, was mich beeindruckt: Der Vater und Gründer sah in menschlicher Schuld und menschlichem Elend eine Sendung für uns. Er hielt sich nicht auf beim Jammern und Klagen, sondern war fähig, in der Schuld eine Aufgabe zu sehen. Dass das immer so war, bezeugt er selbst mit seinen Worten an die Schüler bei seiner Ernennung zum Spiritual: (Ich wollte)"meine ganze Kraft den Weltleuten widmen, besonders den alten, verhärteten Sündern. Ich wollte Jagd machen auf die sogenannten Osterlämmer, und meine größte Priesterfreude war es, wenn einer daher kam, scher bepackt mit altem, altem Gerümpel, das sich jahrelang angesammelt hatte, so dass der Beichtsuhl krachte." (Vorgründungsurkunde, 1912, Nr 2)

Lassen wir uns von den schwierigen Zeiten und den dunklen Situationen daran erinnern, dass es für Gott keine schlechte Zeit gibt; er will daraus eine für die Erlösung besonders geeignete Zeit machen. So verstand es unser Vater."

Beim Gespräch mit Pater José Luis Correa, Schönstattpater aus Chile, nach einer Begegnung mit Kardinal Hummes in Rom, kam die Rede nicht auf diese Sicht. Vielleicht ist die Übereinstimmung zwischen der Sicht von Kardinal Hummes und Pater Kentenich – diese missionarisch-priesterliche Barmherzigkeit – einfach die von zwei großen Seelen angesichts der Herausforderung der heutigen Zeit, vielleicht ist es mehr. Kardinal Hummes kennt Schönstatt und Pater Kentenich gut. Was Pater José Luis Correa wohl berichtete, war, dass Kardinal Hummes mit großer Offenheit das Angebot der Schönstatt-Priestergemeinschaften angenommen hat, das Priesterjahr aktiv mitzutragen aus dem Wunsch heraus, dass dieses die Herzen vieler Priester und Laien berühre.

Das geplante Buch von Pater Correa über Priesterliche Väterlichkeit wie auch die soeben herausgegebenen Texte von Pater Kentenich über das Priestertum, herausgegeben von Monsignore Dr. Peter Wolf, sprechen jedenfalls von dieser Vision des Priestertums.

Am 99. Priesterweihetag Pater Kentenichs wird das Vatersymbol, das dieser vor über 40 Jahren selbst geschenkt hat, vom Urheiligtum ausgesandt, um alle Länder zu besuchen, in denen es Schönstatt gibt. Und diese Reise ist verbunden mit der großen Sehnsucht nach Reinigung des Gedächtnisses, nach Befreiung und einer neuen Kultur des gegenseitigen Vertrauens.

Dass Strömung entsteht

Pater José Luis Correa übergab bei dieser Begegnung dem Cardinal einen Brief von Pater Heinrich Walter, der im Namen der Schönstatt-Priestergemeinschaften Vorschläge des Einsatzes im Priesterjahr unterbreitete.

Eine der in Schönstatt entstandenen Ideen sei direkt angenommen worden – nämlich die, dass Reliquien des heiligen Pfarrers von Ars während des Priesterjahres auf Weltreise gehen sollen. "Wir dachten da an die Erfahrungen mit der Wanderung der Reliquien der kleinen heiligen Theresia, und alles, was wir weltweit mit der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter verbinden." – "Damit eine Strömung entstehen kann im Sinne des Priesterjahres", so Pater Correa weiter, "muss Leben geweckt und gepflegt werden. Da braucht es eine Botschaft, ein Motto, ein Lied, ein Gebet..."

Insgesamt seien die Initiativen auf gutes Echo gestoßen.

Beispielhafte Priester

In dem bereits erwähnten Interview mit Zenit betont Kardinal Hummes ein weiteres Thema: Die Kirche möchte "die verschiedenen Länder, Bischofskonferenzen und Ortskirchen dazu veranlassen, einige beispielhafte Priester aus ihren Breitengraden auszuwählen und sie allen Priestern vor Augen zu führen. Wir bitten darum, Männer und Priester bekannt zu machen, die wirklich inspirierende Vorbilder sind, die die Überzeugung zum Ausdruck bringen, dass das Priestertum sehr wertvoll ist und große Bedeutung hat, und die zur Erneuerung des Priestertums beitragen können."

Das Zeugnis des Lebens zählt. "Und wir können Pater Kentenich, dessen 100. Priesterweihetag wir kommendes Jahr feiern, als ein solches inspirierendes Vorbild zeigen."

Eine Idee entsteht im weiteren Gespräch: Könnte es nciht auf schoenstatt.de, mit Hilfe von vielen aus der Schönstatt-Bewegung, eine Serie mit Biographien von Priestern aus der Schönstatt-Bewegung geben? "Pater Hernán Alessandri, P. Horacio Sosa, der Priesteramtskandidat Sebastián aus Burundi, einer der Märtyrer von Butan", zählt Pater José Luis Correa auf, aber auch die "Helden des Alltags", die vielleicht nur wenige kennen. "Das wäre auch ein Geschenk an Pater Kentenich zu seinem 100. Priesterweihetag", sagt er, "wenn wir eine Wolke von Zeugen zeigen, die als Priester in der Nähe Pater Kentenichs gewachsen sind."

Pate werden für einen Priester

Um den 18. Mai herum entstand im Blick auf das Priesterjahr eine Idee, die auch ein Geschenk werden könnte an Pater Kentenich und die Kirche zum 100. Priesterweihetag. Da bringt jemand das Anliegen ein: In diesem Priesterjahr feiern wir auch hundert Jahre Priesterweihe von Pater Kentenich. Sollen wir ihm da nicht ein Geschenk machen durch etwas, was wir für die Priester tun? Die Priester sind dich wesentlich in der Kirche und auch in der Schönstattfamilie. Und sie werden heute andauernd kritisiert, auch wegen objektiver Fehlern, die sie begangen haben und begehen. Und gerade darum die Frage: Tun wir genug für unsere Priester? Haben wir schon einmal unseren Pfarrer zum Essen eingeladen zu uns nach Hause? Beten wir für sie, ermutigen und begleiten wir sie, vor allem wenn sie alt und krank sind?

Der Vorschlag ist schlicht und einfach:

  • Jeder Schönstätter wird in dem einen Jahr vom 8. Juli 2009 bism8. Juli 2010 Pater für einen Priester in seiner Diözese.
  • Das bedeutet zuerst, für diesen Priester zu beten und Beiträge zum Gnadenkapital zu schenken. Aber auch, je nach Gegebenheiten und Möglichkeiten, initiativ zu werden wie etwa ihm zu schreiben, ihn anzurufen, ihn kennen zu lernen, einzuladen, ihm zu helfen, wo es sein mag.

In Peru ist diese Strömung schon länger lebendig; auch bei der Schönstatt-Bewegung Frauen und Mütter und bei der älteren Generation der Berufstätigen Frauen in Deutschland in den süddeutschen Diözesen ist dies sehr lebendig, und hat durch die Initiative zum Priesterjahr neuen Schwung erhalten. "Wir werden viel für unsere Priester beten", schreibt Marco Antonio Gonzales aus Paraguay. "Ich habe schon einen Priester, den ich nehmen werde, er ist gerade geweiht worden, arbeitet hier bei uns und ich möchte, dass der Herr ihn in seiner Arbeit leitet und begleitet", so Manuela Mañanes aus La Plata, Argentinien. "Jeden Tag um 20.14 Uhr bete ich für die große Wallfahrt am 18.10.2014, für die Misiones in Deutschland und für meinen Priester!"

Königin der Priester

"Die Jungfrau Maria, Königin des Klerus, wird für Euch alle, liebe Priester, beten..", so schließt der Brief von Kardinal Hummes. Als er von Sao Paulo aufbrach, um seine neue Aufgabe in Rom anzutreten, da krönte die Schönstattfamilie dort die Gottesmutter zur "Königin des Klerus" und schenkte das gekrönte Bild dem Kardinal. Die Königin der Priester begleite ihn und alle, die aus ganzem Herzen dieses Priesterjahr mitgestalten.

Hinweis: In Schönstatt ist die Feier der ganzen Schönstattfamilie zum 100. Priesterweihetag Pater Kentenichs voraussichtlich am 3. Juli 2010. Am eigentlichen Tag, dem 8. Juli 2010, feiern die Priester der Schönstattgemeinschaften in Limburg, wo die Priesterweihe stattfand.

 


 

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Last Update: 10.06.2009