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 published: 2009-06-05

SPRINGtime: mit Kinderherzen durch "die Hölle von Dachau"

Fahrt der Schönstattbewegung Mädchen / Junge Frauen Trier ins Konzentrationslager Dachau

 

Das Vatersymbol in Dachau – bevor es am 8. Juli auf Weltreise geht

El símbolo del Padre en Dachau – antes de salir al mundo el 8 de julio

The Father Symbol in Dachau – before being sent to the world on July 8

Das Vatersymbol in Dachau – bevor es am 8. Juli auf Weltreise geht

 

Weite des Appellplatzes in Dachau

En Dachau

In Dachau

Weite des Appellplatzes in Dachau

 
Eingang  

Entrada

Entrance

Eingang

 
In der Karmel-Kapelle  

En la capilla

In the Chapel

In der Karmel-Kapelle

 
Sein Dachau – und mein Dachau?  

Su Dachau – y mi Dachau?

His Dachau – and my Dachau ?

Sein Dachau – und mein Dachau?

 
Pause  

Pausa

Break

Pause

 
Nachdenken

Reflexión

Time to meditate

Nachdenken

Fotos: Johanna Becker © 2009

 

 

 

DEUTSCHLAND, Johanna Becker. Für uns, eine kleine Gruppe 18-20 jähriger junger Frauen der Schönstattbewegung der Diözese Trier ging es über das Christi Himmelfahrtswochenende mit unsrer Jugendschwester Sr. M. Natalie und Standesleiter Vikar J. Schuh nach Dachau. Es galt, den Spuren unseres Gründers Pater Kentenich dort nachzuspüren und Motivationen für den Alltag daraus zu ziehen. Dabei standen die Tage ganz im Zeichen der Jahresparole "SPRINGtime – mit Göttlichem rechnen", unter dem Blickwinkel der Kindlichkeit und schlugen auch einen Bogen zur Victoria Patris-Sendung der Trierer Schönstattfamilie.

So war es uns eine besondere Ehre, das Vaterauge dabei zu haben, das Pater den Trierern anvertraut hat, und welches am kommenden 8. Juli bis zum 100 jährigen Jubiläum Schönstatts 2014 auf Weltreise gehen wird.

Zu Beginn der Fahrt feierten wir Eucharistie am Dachaualtar auf Berg Moriah. Dieser Altar stand im Konzentrationslager Dachau im Priesterblock (26); auch war er der Ort, wo der selige Karl Leisner, der in Dachau zum Priester geweiht wurde, seine erste und einzige heilige Messe feierte, wie uns Rektor Gebert erzählte.

Beim ersten Lagerbesuch befassten wir uns zunächst mit der grauenvollen Historie der Naziherrschaft und der alltäglichen Arbeit im KZ.

Dies war möglich durch einen Film, eine bewegend zusammengestellte Ausstellung, sowie durch einen geschichtlichen Abriss dieser Zeit, den eine von uns vorbereitet hatte.

Und unser Dachau?

Wie hat Pater Kentenich den Lageralltag verbracht und wo hat sich das Schönstattleben im KZ abgespielt? Auf diese Fragen fanden wir Antwort durch verschiedene Stationen an wesentlichen Punkten im KZ, an denen Schwester Natalie uns je auf eindrucksvolle Geschehnisse hinwies.

Am Samstag nahmen wir gerne die Gastfreundschaft der Kamelitinnen vom heiligen Blut an, deren Karmel sich in direkter Nähe zum KZ befindet. So konnte dort im Garten gepicknickt, sowie ein zweiter Impuls von Vikar Schuh über "unser Dachau" aufgenommen werden.

Im Anschluss daran bestand für jede die Möglichkeit einer persönlichen Zeit im KZ, um sich ganz individuellen Gedanken zu machen, die von diesem Ort ausgehen. So wurde beispielsweise gerne die Anregung aufgenommen, die Zeit stehend auf dem Appellplatz zu verbringen, so wie es auch für die Häftlinge alltäglich war. Stehend in der prallen Sonne, auf der Weite des steinigen Appellplatzes, unter dem weiten blauen Himmel – ein Ort der vielfältige Gedanken aufkommen lässt!

Gleichzeitig bot sich aber auch an, die Stationen noch einmal durchzugehen, Tagebuch zu schreiben oder auf dem weiten steinigen Untergrund bunte Schmetterlinge zu entdecken...

Meine Königin der Menschenwürde

Zum Abschluss der Zeit im Lager feierten wir eine heilige Messe in der Kapelle des Karmels. Hier, in der "Hölle von Dachau", einem Ort tiefster Menschenverachtung, krönte eine von uns die MTA persönlich zur "Königin der Menschenwürde" und schenkte ihr die "Blankovollmacht".

Unsere gemeinsame Fahrt beendeten wir am Sonntag, dem Tag der Einführung Stefan Ackermann zum neuen Bischof von Trier. So konnten wir äußerlich nicht in Trier dabei sein, doch verbanden wir uns mit diesem Ereignis durch ein besonderes Geschenk in der Heiligen Messe im Heiligtum in Klein Schönstatt in München-Solln.

Dass man sein Dachau einfach durchtragen darf oder aushalten muss

Wir werden Zeit brauchen, um die vielen, tief greifenden Eindrücke und Anregungen zu verarbeiten. Doch lassen bereits einige Echos das Erlebte aufleuchten:

"Für mich war noch mal ein wesentlicher Impuls, dass man "sein Dachau" einfach durchtragen darf oder aushalten muss. ‚Das Weizenkorn muss erst untergehen, dann bringt es reiche Frucht’ "

"Bei der stillen Zeit mitten in den vielen Barackenblöcken bei großer Hitze "ausgeliefert" zu sitzen und es einfach wirken zu lassen, das war mein Lageraugenblick."

"Mich hat noch einmal besonders die Tatsache beeindruckt, dass Pater Kentenich innerlich frei nach Dachau gegangen ist und er so eine Aufgabe für sich gesehen hat im KZ – so auch seine radikal ernstgenommene Gotteskindschaft, sein rückhaltsloses Vertrauen auf Gott, gerade in der Hölle von Dachau."

"Neben den vielen äußeren Eindrücken hat mir die Fahrt vor allem unseren Gründer näher gebracht."

 


 

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Last Update: 05.06.2009