Nachrichten - News - Noticias
 published: 2009-06-10

"Eine überraschend nüchterne Ausprägung christlicher Gebetsorientierung"

Internetseite "Mit-beten" bietet neben ignatianischer Gebetskultur und den Aufzeichnungen der Mechthild von Magdeburg nun auch die Gebetspraxis Schönstatts

 

Screenshot: Gebetspraxis Schönstatts auif der Website “mit-beten”

Screenshot: „Estilo schoenstattiano de oración“ en la página “mit-beten”, una página que explica y impulsa la cultura de oración

Screenshot: Schoenstatt prayer style at the website “mit-beten”, a website that explains and inspires a culture of prayer

Screenshot: Gebetspraxis Schönstatts auif der Website “mit-beten”

 

Offene Türen

Puertas abiertas

Open doors

Offene Türen

 
Lichter-Rosenkranz  

Rosario Iluminado

Illuminated Rosary

Lichter-Rosenkranz

 
Einführung: Beten – wie denn?  

Introducción: Rezar – ¿cómo?

Introduction: Pray--- how?

Einführung: Beten – wie denn?

 
   

DEUTSCHLAND, mkf. Ein paar Monate Arbeit hat Pater Eckhart Bieger SJ in Zusammenarbeit mit dem PressOffice Schönstatt hineingesteckt in einen Überraschungscoup, der seit einigen Tagen manchem Internetsurfer deutscher Sprache ebendiese Sprache verschlägt. Die beliebte Internetseite "Mit-beten" bietet neben ignatianischer Gebetskultur und den Aufzeichnungen der Mechthild von Magdeburg nun auch die Gebetspraxis Schönstatts.

"Um die Schönstattbewegung scheint ein Schleier des Geheimnisses zu wehen. Das Gebetsapostolat in Deutschland hat den Schleier gelüftet. Wer sich ein Bild machen will, was den Kern der Schönstatt-Spiritualität ausmacht, findet eine überraschend nüchterne Ausprägung christlicher Gebetsorientierung. "Offene Türen suchen" oder "Mystik des Gesprächs" sind einer der 9 Zugänge, die über die Website www.mit-beten.net/de/schoenstatt/ erschlossen werden", so heißt es in einer Pressemeldung, die Pater Dr. Eckhart Bieger S.J. an die KNA versandt hat.

Pionier christlicher Internetarbeit: "Religion erzählen"

P. Dr. Eckhart Bieger S.J. ist seit 1959 Mitglied des Jesuitenordens und einer, wenn nicht der Pionier der christlichen Internetarbeit in Deutschland. "Ich habe immer in den Medien gearbeitet, am längsten für das Fernsehen. Als ein neues Bildschirmmedium aus dem Bereich der Universitäten herauswanderte, wollten Rolf Jouaux und ich wissen, wie das Medium funktioniert. Daraus ist kath.de (ein unabhänginges katholisches Nachrichtenportal) geworden. Von dem Medium bin ich immer wieder überrascht. Es entwickelt Formate, die nur mit dieser Technik möglich sind, und so schnell hat sich kein anderes Medium durchgesetzt. Bei www.kath.de bin ich Herausgeber, schreibe Wochenkommentare und betreue die Textwerkstatt und die Lexika. Wenn ich nicht am PC sitze, bin ich als Trainer tätig", erklärt er, dessen Herzensanliegen im Bereich der christlichen Verkündigung im Anschluss an das II. Vatikanische Konzil mit "Religion erzählen" am besten ausgedrückt ist.

Bieger sieht nämlich in den Erzähltraditionen der Religionen und gerade auch des Christentums eine bisher weitgehend ungenützte Chance religiöser Publizistik. "Denn die Religionen haben eine Erzähltradition, die sich ... aktivieren lassen müßte. In den Erzählungen der Religionen wird von Menschen berichtet, die Erstaunliches erleben, die in Krisen geraten, die in eine neue Richtung gehen, für die andere Werte Vorrang erhalten. - Das alles wird erzählt im Bezug auf einen transzendenten Partner des Menschen, der in den Lebensgeschichten handelt, der für die Helden der religiösen Geschichten von größter Bedeutung ist." Diese Erzähltradition ist jedoch, so Bieger, in den christlichen Kirchen und Gemeinschaften weitgehend auf der Strecke geblieben, weil die Kirchen ihren eigenen religiösen Erzählungen nicht mehr glaubten: "Weil die Grundvoraussetzungen dieser (biblischen) Erzählungen durch die Religionskritik und das wissenschaftlich-technische Weltbild infrage gestellt wurden, zerfiel die Basis der religiösen Erzähltradition. Damit zerfielen auch die religiösen Gemeinschaften. Die Theologie war vollauf mit der Auseinandersetzung mit der Religionskritik und der Rückgewinnung der biblischen Tradition beschäftigt. Es wurde analysiert und argumentiert, mit literaturwissenschaftlichen Methoden die Aussageabsicht der Bibel rekonstruiert (...). Als Antwort auf die Bedrohung der Tradierung des Glaubens griffen die Kirchen selbst zu den Mitteln der Aufklärung. Sie vertrauten nicht mehr den eigenen Erzähltraditionen, sondern den Methoden des Unterrichts. (...) Aus einer Erzählgemeinschaft wurde ein Schulungsunternehmen." (Quelle: Bieger, Eckhard et al. (1986): Die Erzähltraditionen der Religionen, Paderborn).

Mit-beten

Mit-beten.net ist eine von P. Eckhart Bieger redaktionell betreute Internetplattform des Gebetsapostolates www.mit-beten.net/de/gebetsapostolat, auf der Menschen, die im Internet unterwegs sind, ganz allgemeine Anregungen zum Beten finden, Kontakt mit Gebetsgruppen in ihrer Nähe aufnehmen können und verschiedene Gebetsschulen und –traditionen aus dem Schatz der Kirche kennenlernen können. Es gibt eine Sammlung von Gebetstexten, Zeugnisse – etwa von Michail Gorbatschow! -, Wochenimpulse und vieles mehr. "Sie sind offensichtlich am "Thema Beten" interessiert, sonst wären Sie nicht auf dieser Internet-Seite gelandet. -  Warum Sie sich wohl dafür interessieren? Ob Sie sich Hilfe in einer Not und Licht in einer inneren Dunkelheit versprechen? Ob Sie Kontakt zu Gott suchen? -  Wir kennen Ihre Antwort nicht, hoffen aber, dass Sie gute Anregungen zum Beten und für Ihr Suchen finden werden...", so wird der gezielt oder zufällig auf dieser Seite "gelandete" Surfer begrüßt und findet Anregungen zum "Spaziergangsgebet", zum "Seelen-Nebel-Gebet" wie auch zu Gebetshaltungen, Pausen zum Gebet und ganz einfachen Hinweisen für die, die vielleicht noch nie gebetet haben und wissen wollen, wie man es macht.

Und ganz einfach landet man dann auch - zwischen ignatianisch und Mechthild von Magdeburg – auf der schönstättischen Gebetspraxis: Lichter-Rosenkranz, Spurensuche, Mystik des Gesprächs, Offene Türen, roter Faden... nur einige der Stichworte, unter denen in sieben Schritten vermittelt wird, wie Pater Kentenich anregt, mit dem Gott des Lebens zu leben... An den Texten mitgearbeitet haben von Schönstatt aus Prof. Dr. Hubertus Brantzen, M. Kornelia Fischer, Gabriele Suderman und Hildegard Fischer.

Einfach mal reinschauen und weitersagen.

 


 

Zurück/Back: [Seitenanfang / Top] [letzte Seite / last page] [Homepage]
Impressum © 2009 Schönstatt-Bewegung in Deutschland, PressOffice Schönstatt, all rights reserved, Mail: Editor /Webmaster
Last Update: 10.06.2009