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 published: 2009-06-19

Wie Neuheit sich ereignet

Festakt am 17. Juni 2009 – 50 Jahre Schönstatt-Zentrum Oberkirch

 

Rektor Rainer Birkenmaier (rechts) hieß die Festredner (von links) Stadtpfarrer Lukas Wehrle (Diözesanleiter der Schönstatt-Bewegung), Ursula Knoll-Schneider (Dekanatsvorsitzende Achertal und Renchtal), Oberbürgermeister Matthias Braun, Schwester Annetraud Bolkart (Oberin), Monsignore Peter Wolf (Generalrektor), Arno Zahlauer (Leiter des Geistlichen Zentrums St.Peter) beim Festakt zu "50 Jahre Sch önstatt-Zentrum Oberkirch" willkommen.

Protagonistas  acto solemne en Oberkirch, con motivo del 50° aniversario del Santuario: P. Lukas Wehrle (Director del Movimiento en Firburgo),   Ursula Knoll-Schneider (decanato),  Matthias Braun (alcalde), Hna Annetraud Bolkart (superiora), Monsignore Peter Wolf (Director General),  Arno Zahlauer   (Director del Centro Espiritual St.Peter), P. Rainer Birkenmaier (de izq.)

Major figures of the ceremony in Oberkirch:  Fr.  Lukas Wehrle (Movement Director in the diocese of Freiburg Firburgo),   Ursula Knoll-Schneider (deanery),  Matthias Braun (mayor), Sr Annetraud Bolkart (superior), Monsignor Peter Wolf (Director General),   Arno Zahlauer  (Director of the Spiritual Center St.Peter), P. Rainer Birkenmaier (from left)

Rektor Rainer Birkenmaier (rechts) hieß die Festredner (von links)  Stadtpfarrer Lukas Wehrle (Diözesanleiter der Schönstatt-Bewegung),  Ursula Knoll-Schneider (Dekanatsvorsitzende Achertal und Renchtal),  Oberbürgermeister Matthias Braun, Schwester Annetraud Bolkart (Oberin), Monsignore Peter Wolf (Generalrektor),  Arno Zahlauer   (Leiter des Geistlichen Zentrums St.Peter) beim Festakt zu "50 Jahre  Sch önstatt-Zentrum Oberkirch" willkommen.

 

Das „goldene“ Heiligtum

El Santuario Jubilar

The Jubilee Shrine

Das „goldene“ Heiligtum

 
Eva Martus und Elise Thiry  

Eva Martus y Elise Thiry

Eva Martus andElise Thiry

Eva Martus und Elise Thiry

 
Msgr. Dr. Peter Wolf  

Mons. Peter Wolf

Mons. Peter Wolf

Msgr. Dr. Peter Wolf

Fotos: M.K.Fischer  ©2009

 
Festvortrag: Direktor Dr. Arno Zuhlauer, St. Peter  

Dir. Arno Zuhlauaer, St. Peter

Dir. Arno Zuhlauer, St. Peter

Festvortrag: Direktor Dr. Arno Zuhlauer, St. Peter

Foto: Vallendor © 2009

 
Teilnehmer  

Audiencia

Audience

Teilnehmer

 
Begegnung im Sonnenuntergang

Puesta del sol

Talking in the sunset

Begegnung im Sonnenuntergang

Fotos: M.K.Fischer

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum

 

 

 

DEUTSCHLAND, mkf. Mit einem Festakt zu "50 Jahre Schönstatt-Zentrum Oberkirch" wurden am Mittwoch, 17. Juni – dem eigentlichen Weihetag des Heiligtums in Oberkirch - die Feierlichkeiten zum goldenen Jubiläum des Schönstatt-Zentrums eröffnet. Gut 100 Vertreter der Schönstatt-Bewegung, der Bewegungen und Neuen Gemeinschaften, der Seelsorgeeinheit, von Dekanat und politischer Gemeinde nahmen an dem Festakt teil. Dr. Arno Zahlauer, seit 2006 Direktor des Geistlichen Zentrums des Erzbistums Freiburg in St. Peter, sprach im Festvortrag über die Dynamik und Kraft geistlicher Zentren.

Ein strahlender Sonnentag und ein strahlend weißes , rundum erneuertes Heiligtum , schon mit Girlande und Rosenstöcken geschmückt, erwartete die geladenen Gäste, die am frühen Abend des 17. Juni zum Schönstatt-Zentrum Marienfried kamen. Auf die gute Beziehung zur nächsten Umgebung wird hier seit einigen Jahren besonderes Augenmerk gerichtet, und so lag es nahe, die Vertreter aus Kirche und Gesellschaft zum Festtag einzuladen und ihnen zu zeigen, was ausgegangen ist von diesen "diesen wenigen Quadratmetern", die die Schönstätter Heiligtum nennen und ohne die es sie nicht geben würde. Und als wollte der Himmel ein Siegel auf die Wichtigkeit des kleinen Heiligtums setzen, dessen goldenes Jubiläum gefeiert wird mit einem großen Jugendfest ab Freitagabend, das einmündet in das Jubiläumsfest mit Erzbischof Dr. Robert Zollitsch am Sonntag, starb genau am 17. Juni im Alter von 93 Jahren der langjährige Rektor dieses Heiligtums und Zentrums, Pfr. Friedrich Opitz.

Jeder Geburtstag erinnert an den Ursprung

Jeder Geburtstag erinnere an den Ursprung, so Monsignore Dr. Peter Wolf, Generalrektor des Instituts der Schönstatt-Diözesanpriester, in einem hinführenden Statement. So erinnere der Geburtstag dieses Heiligtums an den Ursprung Schönstatts. Pater Josef Kentenich habe in Schönstatt alles, was er gebaut habe – Häuser, Gemeinschaften, eine Pädagogik, Spiritualität und vieles mehr – um dieses kleine Heiligtum gebaut. Der Doppelpack von Heiligtum und umgebenden Schulungshäusern sei der Masterplan des Josef Kentenich; seine Gründung ziele nicht auf neue Klöster und baue keine Mauern gegenüber der Welt. Er möchte denen, die mitten in der Welt sich bewegen und dort aus dem Glauben leben und aus dem Leben glauben, eine Heimat bieten, einen Ort geistlicher Zurückgezogenheit und einen Ort des Versammelns mit anderen, von dem aus neuer Aufbruch geschehen könne. Das Schönstattzentrum in Oberkirch sei eines der größten und lebendigsten in Deutschland, doch es gebe noch größere – in Bujumbura in Burundi etwa, wo sich ungemein viel ereigne für den Frieden im Land, in Atibaia in Brasilien, wo man eine Autobahnausfahrt bauen musste, um die Pilgerströme zu bewältigen und wo an einem ganz normalen Sonntag gut und gerne 7000 und mehr Menschen zum Heiligtum kommen. Doch die Idee sei immer die gleiche: ein Heiligtum, das für die Präsenz der Gottesmutter stehe, in der Überzeugung: sie wirkt. Hier.

Wissen, das den Menschen prägt

In verschiedenen Bildern und Geschichten zeigte Direktor Dr. Arno Zahlauer, Direktor des Geistlichen Zentrums St. Peter, ausgehend vom Festmotto "Und alles wird neu" auf, wie Neuheit sich ereignet. Neuheit ereignet sich da, wo Wissen den Menschen prägt. Entscheidend sei nicht ein "Viel" an Wissen, sondern ein prägendes Wissen. Der am meisten von Gott wisse, sei vermutlich Luzifer. Warum aber sei Luzifer kein guter Theologe? Weil das Wissen von Gott ihn nicht präge…

Gottgeschenkte Wirklichkeit sei nicht einfach eine Wahrheit, die man rein begrifflich fassen könne; sie müsse sich ereignen, müsse sich verbinden mit Menschen; wenn so Wahrheit und Erfahrung zusammen komme, dass sie sich gegenseitig ergänzen und erweitern, dann sei die eine Wahrheit auch immer wieder neu.

Vom Erlebnis zur Erfahrung

Um zu Gott zu gehen, zu ihm unterwegs zu bleiben und das immer neu, brauche der Mensch Orte geistlicher Zurückgezogenheit, um Erfahrung seiner selbst und Gottes zu machen. Die Fülle von Erlebnissen mache noch keine Erfahrung aus. Um aber erfahrungsmäßig zu werden, müsse der Mensch sich zurückziehen können, eine Antwort wachsen lassen können, die Bereitschaft finden, sich etwas sagen zu lassen. Neuheit wird im Wachsen vom Erlebnis in die Erfahrung.

Anders als der Katechismus erzähle die Bibel Geschichten von Menschen, in denen sich Wahrheit von Gott mit menschlichen Erfahrungen verbinde. Darum ist die Bibel auch heute, nach 2000 Jahren, noch "Neues Testament", neu, weil sich in den menschlichen Erfahrungen der Bibel Neuheit ereigne. Gott erzähle auch heute seine Wahrheit immer neu in den Geschichten von Menschen. Die Biographie Karl Leisners etwa ließe sich nicht theoretisch ableiten aus der Lehre – aber wenn diese Geschichte da sei, gelebt sei, sei sie authentische Auslegung der Lehre. Das, so Zahlauer, sei auch der Ansatz von Pater Kentenich.

An geistlichen Orten, so der Referent abschließend, wo aus Erlebnissen Erfahrungen werden, wachsen kräftige Menschen – weil sie sich selbst mitbringen, weil sie sich etwas sagen lassen. Menschen mit einem kräftigen individuellen Leben, das sei es, was wir in der Kirche heute brauchten. Dafür brauche es geistliche Zentren und spirituelle Orte.

Die christlichen Wurzeln Europas

Oberkirchs Oberbürgermeister Mathias Braun griff in seinem Grußwort das Wort von den Heiligtümern als eigentlichen Hauptstädten Europas auf. Auch wenn viele heute nicht wahr haben möchten, dass Europa christliche Wurzeln habe, sei das Haus Europa ohne die Integrationskraft des Christentums nicht denkbar. Er freue sich, dass das Schönstattzentrum Oberkirch als eine solche Hauptstadt Europas seinen Sitz in Oberkirch habe. ls Zeichen der Verbundenheit der Stadt Oberkirch mit Marienfried werde vom 28.Juni 2009 bis 16.August 2009 eine Ausstellung mit dem Titel "Klöster, Wallfahrten, geistliche Zentren und Kapellen des Renchtals" im Heimat- und Grimmelshausenmuseum Oberkirch stattfinden. Die Dekanatsvorsitzende Ursula Knoll-Schneider würdigte das Schönstattzentrum als einen Ort gelebten Glaubens.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Eva Martus und Elise Thiry an Harfe und Cello.

Im Anschluss waren alle eingeladen zu Buffet und Begegnung im Foyer und auf der Terrasse. Und wenn Menschen mit prallvollem Terminkalender auch über eine Stunde nach Ende des Programms noch entspannt den köstlichen Nachtisch genießen und miteinander plaudern, dann haben sie wohl etwas von der Dynamik und Kraft dieses spirituellen Ortes erfahren…

 


 

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Last Update: 19.06.2009