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 published: 2009-06-23

Update 5.0 – und alles wird neu

Jugendfest 2009 in Oberkirch – die Verbindung steht

 

Update im Heiligtum: Höhepunkt des Jugendfestes in Oberkirch

Update en el Santuario: el momento culminante de la Festival de la Juventud en Oberkirch

Update in the Shrine: the highlight of the Youth Festival in Oberkirch

Update im Heiligtum: Höhepunkt des Jugendfestes in Oberkirch

 

MM: Michael Maas und Michael Gerber bei der Katechese

MM: Michael Maas y Michael Gerber en la catequesis

MM: Michael Maas and Michael Gerber in the catechesis

MM: Michael Maas und Michael Gerber bei der Katechese

 
Live Verbindung zwischen Heiligtum und Zelt  

Conexión en vivo entre el Santuario y la carpa – y de vuelta

Live connection from the Shrine to the tent – and back

Live Verbindung zwischen Heiligtum und Zelt

 
Begeisterung pur  

Puro entusiasmo...

Time to sing...

Begeisterung pur

 
 

El equipo

The crew

Dank an Kernteam und Crew

 
Mein Moment im Heiligtum  

Mi momento en el Santuario

My moment in the Shrine

Mein Moment im Heiligtum

 
 

DEUTSCHLAND, mkf. 22. Juni abends vor dem PC. Das kann doch nicht sein, dass das 10-Minuten-Video wirklich sechs Stunden zum Uploaden auf Youtube brauchen soll? DSL 1000 ist einfach zu langsam. Und dann: Wie lange braucht meine eigene Verbindung eigentlich, bis die richtig dicken Brocken im Heiligtum gelandet sind? – Dann, gerade dann hat das Jugendfest 2009 Leben geprägt; erst dann, nur dann, gerade dann wird alles neu.

Blogs, Facebook, Twitter bringen an diesem Wochenende einer aufhorchenden Welt die ganze Wucht des Widerstands im Iran zum Bewusstsein. Die 19-Jährige Neda wird zum Gesicht des Protestes, aus einem Amateurvideo im Internet eine Bewegung… Am selben Wochenende bringen gefühlte tausend Jugendliche in Oberkirch etwas in Bewegung. Die Welt von PC und Internet - die Welt, die das Heute und die Zukunft prägt – wird zum Ausdruck für Lebensvorgänge Schönstatts und des Glaubens, und das mit Griffsicherheit, Stringenz, Tiefe und jener fröhlichen Lockerheit, die nur aus sicherer Kompetenz wächst - und aus großer Liebe.

Die Verbindung steht

Da wird am Freitagabend ein dickes knalloranges Kabel vom Festzelt zum Heiligtum gelegt – und die Verbindung steht. Direkt in den Krug. Und Direktübertragung, live, aus dem Heiligtum ins Festzelt. Die Gottesmutter guckt zu, wenn die Party steigt und die Stimmung hochkocht…

Die Verbindung steht das ganze Fest über. Mittendrin im Abfeiern steht der Blick zu ihr, und mittendrin in Gebet und tiefem Gespräch steht 25 höher einer auf der Hebebühne Aug in Aug mit der Gottesmutter auf der Säule und schwebt dann mal über die Soultalker unter den Bäumen vor dem Heiligtum… Ganz natürlich und ganz übernatürlich, gleichzeitig und nacheinander, ohne Bruch und ohne Absturz beim Programmwechsel. Würde Pater Kentenich noch einmal vom organischen Leben reden, er nähme das Jugendfest in Oberkirch als Anschauungsobjekt.

"In den vergangenen 50 Jahren hat sich rund um das Heiligtum in Oberkirch vieles gewandelt. Was da bei äußerlich geschehen ist, muss jeder einzelne auch innerlich vollziehen, damit in unserer heutigen Zeit der Glaube realitätsnah verkündet werden kann", hatte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch den Jugendlichen im Grußwort geschrieben. Die Verbindung steht.

Pater Kentenich wollte etwas schaffen für Menschen, die rotieren

Die Nacht war kurz, der Morgen begann mit einer heiligen Messe bei strahlendem Sonnenschein (allen Voraussagen zum Trotz) am Heiligtum, nach dem Frühstück im Zelt Musik zum Warmtanzen von der Würzburger Band 1+1=11, Morgenlob mit Dank an die Jugendlichen, die nachts um 1.30 Uhr noch das Geschirr gespült haben, und das Mottolied von dreimal Gerber klingt mit jedem Mal Singen fetziger, vor allem, wenn M&M (Michael Gerber und Michael Maas) MMs verteilen… Moderatorin Julia schickt Moderator Clemens nach dem privaten Supergau ins Heiligtum, und auf einmal scheint der Download automatisch zu starten, man erfährt, dass die Festplatte sich 7200 mal in der Minute dreht und wir auch, und man ist mittendrin in der Katechese für die Menschen, wie sie heute nun einmal sind, Menschen, die rotieren, die viele Dinge gleichzeitig tun und erleben und für die genau Pater Kentenich im Visier hatte mit seinem Schönstatt, das er deshalb auch Bewegung nannte. Mit seinem Schönstatt, durch das er den rotierenden Menschen eine Achse zeigen wollte, um die sich dieses Leben immer schneller dreht: Jesus, den wir erfahren durch Maria, durch den er in die Welt gekommen ist, sichtbar, erfahrbar im Heiligtum als dem Ort, der nicht mit uns rotiert, sondern Halt gibt. In der Klassenarbeit etwa, wenn der Blackout kommt und man sich dann einen Moment anlehnt an Maria und oben auf jedes Blatt "MTA" schreibt. Mater ter admirabilis, dreimal wunderbare Mutter. Und sie blamiert sich nicht. Es geht live ins Heiligtum, wo Stephanie Gerber Clemens erzählt, wie das war, als es am ersten Weihnachtstag zu Hause gebrannt hat, und wie das Heiligtum, und dieses ganze Schönstattzentrum Oberkirch ein zu Hause war, als zu Hause über Wochen eben kein zu Hause mehr war.

Das alles hat etwas zu tun mit dem Krug und dem Wasser, das zu Wein wird und mit den Zeigehänden - wie denen des Update-Cursors auf dem Hintergrund der Bühne und überall -, die per Konfettikanone aus dem Krug fliegen. Was will ich tun? Wo will ich Hand anlegen? Jeder bekommt eine solche Hand und beginnt zu schreiben…

Wir wussten schon immer, dass es auf die Begegnung mit Maria ankommt!

Immer noch strahlender Sonnenschein, als es zum Mittagessen nach draußen geht. Eigentlich ist überall Regen gemeldet, und es regnet aus fast überall in Deutschland. Alles läuft so gelassen ab, als wäre da gar keine Organisation nötig und es regele sich alles von selbst… Den Nachmittag kann man mit einer Fülle von Programmen gestalten: Workshops, bei denen die Auswahl schwer fällt, vor allem, nachdem die Workshopleiter ihre Themen und Anliegen vorgestellt haben, Stände mit T-Shirts vom Jugendfest, mit Infos zur Nacht des Heiligtums, zum Fackellauf , zum Jugendfest 2010 – alles mit Begeisterung und Engagement verbunden. "Zehn CDs in einer Stunde verkauft!", freut sich Marianne Maier – es sind CDs, auf denen Mitglieder des Kernteams für das Jugendfest 2010 auf der Liebfrauenhöhe Kentenich-Texte lesen. "Erklär mir Schönstatt" ist überall präsent. Für den Fackellauf gibt es tolle neue Plakate, mit denen am besten alle Schönstattzentren Deutschlands tapeziert werden sollten! Ein tolles Fußballturnier mit motivierten Fans, und für manche einfach Entspannen in der Sonne, auf der grünen Wiese oder in den Weinbergen, allein, zu zweit, zu mehreren, schweigend, betend, im Gespräch.

Der Kapellenplatz ist reserviert für Soultalk – geistliche Gespräche mit Priestern, Marienschwestern, Diakonen, Gemeindereferenten…

Und auch das ist Jugendfest 2009: Stephanie Gerber sitzt mit der Gitarre im Heiligtum und singt der Gottesmutter ein lateinamerikanisches Schönstattlied nach dem anderen, und rechts und links knien Jugendliche auf dem Boden und beten…

Und wir wussten schon immer, dass die Schönstätter irgendwie verrückt sind mit ihrer Maria und alles tun, um ihr ganz nah zu sein – sogar eine Hebebühne schleppen sie an und fahren sie auf 25 Meter Höhe, um ihr – auf der Mariensäule – in die Augen zu schauen…

Mit der ganzen Welt vernetzt

Get connected: Erstaunlich, wie schnell sich nach der zweiten Runde der Workshops Zwölfergruppen finden, die miteinander grillen (und chillen). Und dann ist schon Zeit zum Surfen. Die kürzeste Nacht des Jahres muss genutzt werden zum Kultur-Upgrade und dem Erleben der vernetzten Welt. Beim Surfen im Internet kommen Videogrüße aus Australien und Südafrika an, und was dann beim Auftritt des Afrikanischen Chors Freiburg abgeht, kann man nicht in Worte, sondern nur in Videos fassen (jenes aus der Einleitung genau genommen).

In Südamerika wurde in 31 Heiligtümern für das Jugendfest Oberkirch gebetet - die drei Jugendlichen aus dem Erzbistum, die bis kurz vor dem Jugendfest in Chile waren, haben dort Marienschwestern und Jugendliche mobilisiert und per Video ihre Grüße ins Festzelt geholt. Und dass das nicht nur ein Gag war, sondern gezündet hat, zeigt der Kommentar von María de Jesús aus Chile, die kaum fünf Minuten nach dem Upload des Videos von diesem Abend auf Youtube kommentiert: "Was für eine Freude, dass die Jugend dieses Fest gemacht hat! Ich sehe, es war unbeschreiblich! Und ich habe unsere Freundin Domenica Gerber gesehen, die so lange hier in Chile war, und mit dem T-Shirt mit unserer Fahne! Grüße!"

Über Schwaben und den Schwarzwald surft man sich bis Oberkirch, und ja – ja es geht, man kann auch richtig surfen in dieser Riesenwelle der Begeisterung, die trägt: gerade dann, nur dann, wenn viele Hände tragen – und sie tragen die beiden Surfbretter, auf denen Julia und Clemens über die Köpfe hinweg surfen…

Mit unseren Herzen und unseren Füßen

Dann wird es auch in der kürzesten Nacht des Jahres dunkel, und gegen 23.00 Uhr beginnt die Vigilfeier. Das MTA-Bild, das in dieser Nacht nun endlich wieder ins Heiligtum kommt, die Statue des heiligen Paulus und die Kopie des Weltjugendtagskreuzes – von diesem berührt – werden in das Festzelt hineingetragen. Jetzt ist es soweit. Update. Lieder, Lesung, wieder Lieder, und dann Aufbruch, dem Kreuz folgen, mit Lichtern in den Händen, über den Weinberg zum Heiligtum auf einem mit Fackeln erleuchteten Weg. Was den ganzen Tag über das orangefarbene Kabel mit der Liveübertragung aus dem Heiligtum und zurück symbolisiert hat, wird jetzt "mit unseren Herzen und unseren Füßen" gemacht. Díe Verbindung steht. Im Schein von Kerzen und Fackeln stehen die Jugendlichen vor dem bunt beleuchteten Heiligtum, in das hinein sie das Kreuz legen… Angekommen am Heiligtum braucht es nicht viele Worte, es braucht Lieder, Impulse, Liebesbündnisworte, Liebesbündnismomente, und dann kommt Jesus im Zeichen des eucharistischen Brotes hinaus zu den Jugendlichen. Anbetung, in Kontakt mit ihm… Noch einmal das Mottolied, das längst alle auswendig mitsingen, und dann vielleicht der persönlichste Moment dieses Festes, das am anderen Tag in das Jubiläumsfest mit allen zusammen übergeht: jeder kann ins Heiligtum gehen und seine Hand, die Zeigehand, auf das Kreuz heften… und sich dann ein Kreuz schenken lassen: ein Kreuz, dessen Längsbalken aus dem Altarpodest, das 50 Jahre im Heiligtum war, gefertigt ist. Ein Stück vom Heiligtum wird hinausgetragen, dahin, wo der Update des Lebens stattfindet.

Die Nacht wird zum Tag. Liebesbündnisfeier der Mädchenjugend nachts um eins, Kreuzweg um vier Uhr morgens, Beten, Feiern, Soultalk, das ganz persönliche Update… und alles wird neu.

Ein kritisches Update

Und früh am anderen Morgen sind schon wieder viele der Jugendlichen auf den Beinen, denn das Jugendfest ist ja nicht zu Ende, es geht weiter mit über 2000 jungen, einigermaßen jungen und nicht mehr ganz jungen Leute. Wer vernetzt ist, ist nicht allein auf der Welt. Auf dieser Welt, in der dieser Gott "greifbar nah, niemals fern, immer da" ist.

Man kann und brucht nicht jedes der (zu) vielen Programme auf dem PC ständig updaten. Aber es gibt kritische Updates, die sind ein Muss. JUFe2009 war ein solches "kritisches Update", das tief in die Systemsteuerung und ins BIOS Schönstatts eingreifen kann. Da kommt keiner dran vorbei.

Surfen auf der Menschenwelle...vernetzt geht es...

Juntos…

Together...

Surfen auf der Menschenwelle...vernetzt geht es...

Fotos: M.K.Fischer © 2009

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum

 


 

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Last Update: 23.06.2009