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 published: 2009-06-26

Und alles wird neu

Fünfzig Jahre Schönstatt-Zentrum Oberkirch – ein strahlender Tag mit Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und vielen "neuen" Menschen

 

Das Goldene Jubiläum des Heiligtums in Oberkirch bündelt sich in der Überreichung des Sendungskreuzes

El jubileo de oro del Santuario de Oberkirch culmina en el envío, con el símbolo de la cruz misionera

The golden jubilee of the Shrine in Oberkirch climaxes with the mission – symbolized with a small wooden mission cross

Das Goldene Jubiläum des Heiligtums in Oberkirch bündelt sich in der Überreichung des Sendungskreuzes

 

Leiter der Bewegung im Erzbistum und Ehrengäste

Líderes del Movimiento en la arquidiocesis y invitados

Movement leaders of the archdiocese and special guests

Leiter der Bewegung im Erzbistum und Ehrengäste

 
Leiter der Bewegung im Erzbistum und Ehrengäste  

Recordando el festival de la Juventud 1992

Remembering the Youth Festival 1992

Erinnerungen an das Jugendfest 1992

 
Einzug mit dem Kreuz  

La juventud con la cruz

The youth with the cross

Einzug mit dem Kreuz

 
Heilige Messe im überfüllten Zelt  

Santa Misa en la carpa repleta

Holy Mass in the tent, filled to capacity

Heilige Messe im überfüllten Zelt

Fotos: M.K.Fischer © 2009

 
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch mit den Gummi-Kapellele  

Mons. Robert Zollitsch con los caramenos de goma en forma del Santuario

Archbishop Dr Robert Zollitsch with the jelly chapels

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch mit den Gummi-Kapellele

 
 

DEUTSCHLAND, mkf. "Allzu viele scheuen sich, hinaus zu fahren aufs Meer der postmodernen Gesellschaft, haben Angst vor dem Strudel der Säkularität und den Wogen der Erlebnisgesellschaft. Was ist es? Hemmen uns Glaubens-Müdigkeit oder gar Resignation? Hier vom Heiligtum geht eine andere Sprache aus: Öffne dich – wie Maria – für Gottes Wort und Ruf und wage den Aufbruch aus dem Glauben", so Erzbischof Dr. Robert Zollitsch im Festgottesdienst am 21. Juni beim Goldenen Jubiläum des Heiligtums in Oberkirch. Am Ende ist es ein kleines Holzkreuz, ein Sendungskreuz, das Jugendfest und Jubiläum, Feiern und Aufbruch verbindet: Und alles wird neu. Wer es sich am Schluss des strahlenden Festes vor dem Heiligtum in Oberkirch überreichen lässt, lässt sich ein auf den Aufbruch: Erst dann, nur dann, gerade dann wird alles neu.

Ein strahlendes Fest: während es in fast ganz Deutschland im Strömen regnet, beginnt der Sommer in Oberkirch mit Sonne und blauem Himmel, und es gibt Sonne satt den ganzen Tag. Während die Vigilnacht der Jugend zu Ende geht, kommen die ersten Festbesucher – fast alle mit Blumen, die sie rund um das strahlend weiße nagelneu renovierte Heiligtum in bereitgestellte Kübel stellen. Mitten in der Nacht, bei der Liebesbündnisfeier der Mädchenjugend, ist das MTA-Bild des Heiligtums wieder angebracht worden. Vieles ist neu und vieles ist erneuert im Heiligtum. Die äußere Renovation von Heiligtum und Haus ist ein Symbol für das, was Maria in den Herzen aller wirken will, die hierher kommen: Alles wird neu. Und darum ist es so ein sprechendes Zeichen, dass dieses Jubiläum mit dem Jugendfest gefeiert wird, und dass die Neuwerde-Welle dieses Festes und dieser Generation so nahtlos hinein schwappt in das Fest des Goldenen Jubiläums – nicht nur mit der La Ola-Welle am Beginn der Glückwunschfeier im Festzelt. Das Festzelt packt am Morgen noch so gerade die vielen Besucher, am Nachmittag braucht es dann zusätzliche Bänke und Papphocker, die Übertragung auf den Kapellenplatz und in die Hauskapelle, und die Ehrenplätze auf den Rasenhängen und bis in die Weinberge hinein, damit alle den Festgottesdienst mitfeiern können. Ein strahlendes Fest liegt dazwischen – mit vielen Menschen, vielen Begegnungen, vielen Erfahrungen von Neuheit. "Wie die Gottesmutter bei der Hochzeit zu Kana dafür sorgte, dass der Wein nicht ausging, so sorgt sie durch ihr mütterliches Wirken, dass uns der Heilige Geist nicht ausgeht, dass die Kirche jung und lebendig bleibt", so formuliert Erzbischof Zollitsch, was die weit über 2000 Feiernden an diesem Tag erleben: junge, lebendige Kirche, entschiedenes Christsein, Freude am Aufbruch, am "Update" auf den neuen Menschen für die neueste Zeit.

Einfach ein schöner Ort

"Auch ich war in Oberkirch am 21.6.09", schreibt Bern Pöhlmann aus Assamstadt. "Es war ein sehr tolles Erlebnis, mir gefiel es sehr gut. Die Schönstattbewegung ist einfach eine tolle Sache. Ich konnte sogar Herrn Dr. Robert Zollitsch per Handschlag guten Morgen sagen. Einfach toll Oberkirch ist ein sehr schöner Ort .Das Fest war sehr schön und auch von der Organisation sehr gut. Die Musikband hat mir auch sehr gut gefallen!" Eins von vielen spontanen Echos nach dem strahlenden Fest, das am Morgen mit einer bunten Glückwunschfeier begonnen hat.

Michael Maas und Sr. M. Vernita Weiß führen durch das Programm. Um markante Jahreszahlen aus der Geschichte von Heiligtum und Zentrum – jeweils eingeleitet durch zeitgenössische Musik und Bilder und dargestellt auf großen Blüten – gruppieren sich Erinnerungen von Zeitzeugen, und aktuelle Zeugnisse. Anfangen muss es natürlich mit 2009 und dem Jugendfest, und von da geht es nahtlos über in das Jugendfest 1993: Marieluise Gerber, Gertraud Wackerbauer und Raimund Stockinger aus dem damaligen Kernteam erzählen, wie auch heute noch das Herz brennt, wenn sie an dieses Jugendfest und das Motiv des Emmausgangs denken: Brannte nicht unser Herz…? Pater Heinrich Walter, heute Generaloberer der Schönstattpatres und Vorsitzender des Generalpräsidiums, war damals der Motor dieses Jugendfestes; er freue sich, so sagte er in seinem Grußwort, dass das große Emmausbild im Haus immer noch an die Strömung des brennenden Herzens erinnere. Brennende Herzen: die Innenseite von "Alles wird neu"; beides zusammen der Urvorgang Schönstatts, von Anfang an.

Ehepaar Stockinger hat im Umkreis der Einweihung des Heiligtums geheiratet – sie brachten zu Rock around the clock die Blüte für das Jahr 1959 nach vorn. Vieles war damals im Umbruch, die Kirche stand vor dem Konzil; Schönstatt hatte sich auf diesen Umbruch schon lange vorher eingelassen. Das Exil des Gründers stellte Schönstatts an den Pranger. Heute ist die Situation eine andere, die Bischöfe schauen wohlwollend und erwartungsvoll auf Schönstatt. Drei Generationen Schönstatt, eine Familie: Rudolf Gerber, der damals als Jugendlicher die Wasserleitungen für das Heiligtum mit verlegt hatte, Veronika Holzki geb Gerber mit Ehemann Thomas sowie Michael Gerber (über Video) gaben Zeugnis von dem, was das Heiligtum ("ein Stück Oberkirch in Chile während der Arbeit dort") ihnen, deren jüngste Tochter im Heiligtum in Oberkirch getauft worden ist, bedeutet. Und die Älteste, Anna, kommt auch so gern hierher: wegen dem Spielplatz, dem Liedersingen im Heiligtum und weil sie von den Schwestern mit Gummibärchen versorgt wird.

Apropos Gummibärchen: von jetzt an gibt es nur noch Gummi-Kappellele … Auch Erzbischof Zollitsch hat sich überzeugen lassen, und vermutlich wird es dann bald eine fünfte (die anderen vier siehe Botschaft der Konferenz 2014) weltweit zu beobachtende Strömung geben, eben die der Gummi-Kapellele…

Kurze, prägnante Zeugnisse schließen sich an – von apostolischen Projekten und politischem Engagement und einfach davon, dass dieses Heiligtum persönlich gut tut.

Miteinander

1967 ist nicht nur das Jahr von Hippies, Flower Power, Easy Rider (passend die Einfahrt mit der Harley!) und der Mondlandung, sondern auch des Besuches von Pater Kentenich in Oberkirch. Filmausschnitte lassen das Erlebnis lebendig werden, das Rektor Dr. Rainer Birkenmaier ausdeutet. Pater Kentenich als die personale Mitte, um die herum authentische Lebensvorgänge entstehen: da wird alles neu.

Mit dem Jahr 1983 verbindet sich die Errichtung der Mariensäule, Symbol der Sendung des Abendlandes, Symbol dieses Ansatzes Pater Kentenichs von den Zweitursachen her, um den "den Menschen einen Weg zu zeigen, wie sie nicht an den Dingen, die sie beschäftigen, vorbei, sondern mit ihnen zu Gott hin finden können", wie es später in der Predigt Erzbischof Zollitsch auf den Punkt bringt; Symbol auch der Sendung für Europa, das im Miteinander der Bewegungen "für Europa" auch neu in das Blickfeld Schönstatts gekommen ist. Frau Drochner aus dem Fokolar Heidelberg schilderte kurz das Werden dieses Miteinander, Pater Dr. Lothar Penners griff in seinem Vortrag das Motiv von Stuttgart II auf: Europa brauche Orte der Hoffnung, der Bildung, der Solidarität.

Und dann kommt das Lied, das das alles zusammenfasst! Wilfried Röhrig und viele Kinder besteigen die Bühne und bringen den Saal in Bewegung mit dem Lied des Liebesbündnisses: Aufeinander schauen, einander anvertrauen… Und gekonnt pusten Erzbischof und Kinder gemeinsam die 50 Kerzen der Geburtstagstorte aus! Dann geht es, Kinder voraus, zum Angelus ans Heiligtum… Die Hebebühne, mit der man bis auf Augenhöhe zur Marienstatue auf der Mariensäule hinauf- und dann übers Heiligtum schweben kann, ist in der Mittagszeit die Attraktion – auch für Erzbischof Zollitsch, der sich von Stefan Huber hinauf beamen lässt…

Das Heiligtum ist zu uns gekommen

Mit dem Kreuz, auf das sie am Abend Hände geheftet haben mit dem, was sie tun möchten, damit alles neu wird, ziehen Jugendliche zusammen mit den Priestern am Beginn des Gottesdienstes ins Festzelt ein. Die Band 1+1=11 aus Würzburg und die Stadtkapelle Oberkirch, die schon in der Mittagspause ein Konzert im Festzelt gegeben hatte, gestalten den Gottesdienst musikalisch. Das Heiligtum ist zu uns gekommen: als Zeichen für die suchende Seelsorge im Sinne des Charismas Schönstatt deutet Erzbischof Zollitsch die Wanderung der Heiligtumssymbole durch die Diözese in der Zeit der Renovierung des Heiligtums. Dies sei auch die Sendung jedes Schönstätters – mit dafür zu sorgen, dass das Heiligtum zu den Menschen kommt.

"Die Liebe Christi drängt uns" – Das Liebesbündnis, aus dem wir leben und das uns antreibt, lässt uns diese Worte gemeinsam mit dem Apostel Paulus sprechen. Ja, Christsein heißt: die Liebe Gottes zu den Menschen tragen und dadurch Kirche und Welt erneuern! Immer wieder merke ich, welch großartiger Schatz uns dabei in Schönstatt im Liebesbündnis mit der Gottesmutter geschenkt ist", so Erzbischof Dr. Robert Zollitsch in der Ansprache. "Wir sind in unserem Glauben ganz persönlich angesprochen; im Bund mit Gott, im Bündnis mit der Gottesmutter. Hier finden wir Kraft und Zuversicht. Angesichts der verschiedenen Konfessionen und unterschiedlichen Religionen, die scheinbar so vieles relativieren, dürfen wir uns bewusst machen: wir leben aus der persönlichen Erfahrung, dass Gott selbst mit uns geht. Das gibt uns Halt und Orientierung, das hilft uns, unseren Glaubensweg in Treue zu gehen – ohne andere zu erniedrigen, aber auch ohne verunsichert zu sein und den eigenen Standpunkt aufgeben zu müssen: denn was wir im Liebesbündnis erfahren haben, das kann uns niemand nehmen!" Am Schluss formuliert er Bitte und Auftrag: "Könnten wir nicht als Schönstatt-Bewegung das "Herz der Kirche" für unsere Erzdiözese Freiburg sein?"

Ja, sie möchten es. Gemeinsam ziehen alle zum Heiligtum , erst der Blick von ganz oben zeigt, wie viele Menschen es eigentlich sind, die da unter den Bäumen um das Heiligtum stehen und sich nach der Erneuerung des Liebesbündnisses das Sendungskreuz überreichen lassen… "Und alles wird neu!"

Eine große Familie um das Jubiläumsheiligtum

La família en torno del Santuario Jubilar

The family gathered around the Jubilee Shrine

Eine große Familie um das Jubiläumsheiligtum

Fotos: Thomas Macherauch © 2009

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum

 


 

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Last Update: 26.06.2009