Leben Pur - Pure life - Pura Vida
 published: 2009-05-22

Ein Besuch im Urheiligtum

Zeugnis von Dr. Marco Antonio Gonzáles, Paraguay, Gynäkologe, seit 2005 bei Schönstatt und derzeit in der Kandidatur des Familienbundes

 

Juni 2006, während der Fußball-Weltmeisterschaft: Ehepaar González am Urheiligtum

Junio de 2006, durante el mundial: los González en el Santuario Original

June 2006, during the Soccer Championship: the González at the Original Shrine

Juni 2006, während der Fußball-Weltmeisterschaft: Ehepaar González am Urheiligtum

 

Bei der Weihe des Hausheiligtums
 

Bendición del Santuario Hogar

Home Shrine Blessing

Bei der Weihe des Hausheiligtums

  Der weiße Rosenstrauch als Wegweiser der anderen Art
 

El rosal indica el camino

The white rose showing the way

Der weiße Rosenstrauch als Wegweiser der anderen Art

  Im Heiligtum der Familien
 

En el Santuario de las Familias

In the Shrine of the Families

Im Heiligtum der Familien

  Vor dem Heiligtum der Familien
 

Frente del Santuario de las Familias

In front of the Shrine of the Families

Vor dem Heiligtum der Familien

  Begegnung mit Pater Kentenich
 

Encuentro con el Padre Kentenich

Meeting Father Kentenich

Begegnung mit Pater Kentenich

Mit Anneliese Nuño
 

Con Anneliese Nuño

With Anneliese Nuño

Mit Anneliese Nuño

Fotos: González © 2009

 

 

Es war im Juni 2006; aus Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft waren wir in Deutschland und hatten von Anfang an vor, das Urheiligtum zu besuchen. An einem Sonntagmorgen beschlossen wir, loszufahren, von dem kleinen Ort Weslar aus, der, so schien uns, nicht allzu weit von dort entfernt war.

Wir fragten im Hotel, wo zu unserer großen Überraschung niemand wusste, was oder wo Schönstatt war. Aber da wir wild entschlossen waren, das Urheiligtum kennen zu lernen, beschlossen wir, bis Koblenz zu fahren, da wir wussten, Vallendar liegt vielleicht 15 km davon entfernt am Rhein. Wir kauften Fahrkarten nach Frankfurt, um von dort nach Koblenz weiterzufahren, und als wir gerade in den Zug einstiegen, merkten wir, dass es sogar eine direkte Verbindung nach Koblenz gab – das hatten wir vorher, weil wir kein Deutsch können, nicht herausgefunden.

Auf der Suche nach dem Heiligtum

In einem total überfüllten Zug kamen wir nach Koblenz, und nach einiger Fragerei fanden wir heraus, welchen Bus wir nach Vallendar nehmen mussten. In unserer Vorfreude aufs Urheiligtum stiegen wir ein paar Stationen zu früh aus ... irgendwo am Rhein. Und von da aus pilgerten wir los auf der Suche nach dem Heiligtum. Nun war es ein Sonntag und Mittagszeit, die Straßen menschenleer, und wir hatten das Gefühl, irgendwo auf dem Mond oder zumindest im falschen Ort gelandet zu sein... Marta, meine Frau, begann zu beten, dass die Gottesmutter uns doch ein Zeichen senden möge, das auch nicht lange auf sich warten ließ. Und zwar in Form von weißen Rosen mit köstlichem Duft. Die weiße Rose ist "zufälligerweise" das Symbol unserer Einführungsgruppe "Marias Licht"...Wir waren so berührt davon, dass Marta sagte: Jetzt fehlt nur noch, dass irgendwo eine Schwester auftaucht und uns zum Heiligtum führt! Wir waren noch keine zwei Straßen weitermarschiert, als eine eine polnische Schwester aus einem Gebäude – eine Schule vielleicht? – herauskam, die unsere paar Brocken Englisch verstand oder ahnte, sich zwischen uns schob, am Arm nahm und zu einer portugiesisch-sprachigen Schwester brachte, mit der wir uns dann unterhalten konnten!

Das Heiligtum kennen zu lernen hat uns so mit Freude erfüllt, dass wir erst ein paar Schritte weit weg gehen mussten, um unsere ganze Begeisterung herauszulassen, deren Lautstärke der eines Ortes der ewigen Anbetung nicht ganz entsprach (es war eher wie beim Tooooooor bei der WM!).

Und dann wurde uns auch noch eine exzellente Reiseführerin geschenkt, Frau Nuño aus dem Institut der Familien, die uns zu den verschiedenen Heiligtümern und Häusern mitnahm. So lernten wir die Anbetungskirche kennen, in deren ehemaliger Sakristei Pater Kentenich, der Gründer Schönstatts, begraben liegt. Wir legten all die Briefe unserer Familiengruppe und die Zeichen für die Beiträge zum Gnadenkapital auf dem Teppich an der Seite des Sarkophags ab und unterschrieben im Besucherbuch. Dann gab es noch ein Geschenk des Himmels: eine Gruppe von Marienschwestern beendete offenbar ihre Anbetung, und wir hörten einen Chor himmlischer Stimmen...

Ein Tag, den wir nie vergessen werden

Weiter ging es auf die verschiedenen Berge; wir sammelten überall Faltblätter als Erinnerungen ein... Irgendwann schaute unsere Führerin diese seltsamen Ausländer in Sportkleidung etwas fragend an – doch als wir gemeinsam "Ich bau" beteten, waren alle Zweifel zerstreut! Das war einfach das Losungswort!

Es war ein so unbeschreibliches Erlebnis, dass wir erst gegen 21.00 Uhr wieder aufbrauchen – doch im deutschen Sommer scheint dann immer noch die Sonne!

Dieser Tag im Juni 2006 war gesegnet, und wir werden ihn nie vergessen. Wir haben den Ort kennen gelernt, an dem die Bewegung entstand, die unter dem Schutze Mariens der ganzen Welt neues Leben und neue Familien in Christus schenken möchte, die wirklich neue Männer, neue Frauen und neue Familien sind, im Apostolat verpflichtet zum Dienst an unseren Gemeinden und Gemeinschaften für eine bessere Welt.

 


 

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Last Update: 05.06.2009