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 published: 2009-05-22

Was tust du für dein Vaterland?

Jugendliche beginnen einfach mit der Arbeit an einem neuen Argentinien

 

In der Woche vor dem 25. Mai erscheint die Frage: Was tust du für dein Vaterland an strategischen Plätzen der Stadt Córdoba

La semana previa al 25 de Mayo, la pregunta ”¿Qué vas a hacer por tu patria?” se estampa en lugares estratégicos de la ciudad de Córdoba

In the week before May 25, the question: “What do you do for your country” is displayed at strategic places of the city of Córdoba

In der Woche vor dem 25. Mai erscheint die Frage: Was tust du für dein Vaterland an strategischen Plätzen der Stadt Córdoba

 

Mitten in Córdoba

Instalación del cartel del nudo vial 25

At a central station in Córdoba

Mitten in Córdoba

 
Busse fahren die Frage durch die Stadt  

Colectivo

Bus

Busse fahren die Frage durch die Stadt

 
Zwischen Werbeplakaten...  

En medio de carteles...

Between ads...

Zwischen Werbeplakaten...

 
In der Nacht  

En la noche...

At night

In der Nacht

 
Haltestelle  

Parada

At a bus stop

Haltestelle

Fotos: Leticia Bello © 2009

 
 

ARGENTINIEN, Florencia Aliaga. Die Stadt Córdoba, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist historisch gesehen eines der Zentren und Ideenschmieden der Geschichte Argentiniens. In dieser Gegend entstanden viele der Ideen und Träume, die später zur Unabhängigkeitserklärung Argentiniens führten und zum Kampf um Freiheit und Fortschritt. Am 199. Jahrestag der der Unabhängigkeit Argentiniens, am 25. Mai, sollte Córdoba wieder Zeuge einer jugendlichen Revolution sein, die Argentinien auf dem Weg zur Zweihundertjahrfeier staatlicher Souveränität neu Werte, Freiheit und Qualität zurückerobern möchte.

Es sind etwa 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus der Schönstatt-Bewegung, die unter der Führung von Pater Marcelo Gallardo sich entschlossen haben, eine konkrete Antwort zu geben auf die Probleme der Gesellschaft. Bei dieser Initiative arbeiteten die Schönstattjugend und die "Fundación 180" zusammen, einer Gruppe von jungen Berufstätigen, die in der Schönstattjugend geformt wurden und mit dieser gemeinnützigen Stiftung Programme, Projekte und Aktivitäten unterstützen, die der institutionellen und nicht-institutionellen Bildung und Erziehung im Sinne von Wandel und Fortschritt in allen sozialen Segmenten dienen.

In dieser Zeit, in der die Jugend, der langen Liste unbeständiger Vorschläge und leerer Politik überdrüssig, sich aus dem öffentlichen Leben und der staatsbürgerlichen Verantwortung zurückzieht, ist es kaum zu verstehen, warum sich 200 Jugendliche sich der Kampagne: Was tust du für dein Vaterland? Verschrieben haben. Doch wenn man genau hinschaut, was die Jugendlichen antreibt, dann wird es klar, warum sie freiwillig und engagiert dabei sind: "Auch wenn die Kampagne ganz und gar gesellschaftspolitisch ist und konkrete Antworten bringen möchte, um das moralische Niveau der Haltungen aller in unserer Gesellschaft zu heben, wissen wir doch genau, dass die Gottesmutter dahinter steht und uns antreibt. Aus Liebe zu ihr haben wir uns verpflichtet, für sie zu arbeiten und die ganze Welt in ihrem Dienst in Brand zu stecken", so Leticia Bello, eine der Jugendlichen, die gerade ihren Master in Internationalen Beziehungen gemacht hat und sich voll hineingestürzt hat in die Kampagne.

Damit das Volk neu sein Vaterland findet

Auch wenn am Anfang wenig Unterstützung kam, ließen sich die jungen Leute nicht beirren. "Als wir erst einmal angefangen hatten, so richtig uns in Begeisterung zu reden und dann unsere Ideen und Vorschläge mit Vertretern der Medien, mit Politikern und eben auch mit Freunden und Verwandten besprachen, empfahlen uns alle, wohlgemeint, die ganze Sache zu streichen, oder es wenigstens weniger anspruchsvoll zu machen oder es auf bessere Zeiten zu verschieben. Glücklicherweise haben wir gerade in den Zeiten solcher Schwierigkeiten den Einsatz verdoppelt – also doppelt so viele Opfer, doppelt so viel Gebet, alles doppelt, für Gott und das Vaterland", so Andrés Tey, einer der Anführer von "Was tust du für dein Vaterland?"

"Am Anfang war es schon so, auch wenn wir alle unsere Kräfte voll einbringen würden, schien die Verwirklichung realistisch gesehen doch ziemlich unmöglich. Jetzt im Rückblick sind wir uns klar, dass es nur der feste Glaube war, dass die Gottesmutter diese Kampagne wollte, der uns hat weitermachen lassen. Und diese Überzeugung war es, die andere Herzen angesteckt hat, und dann ging auf einmal alles ganz schnell und nahm von selber Gestalt an- Sie hat einfach selber die Türen sperrangelweit aufgerissen, die wir nicht mal aufzumachen gedacht hätten", bekennt Javier Lozada von der Fundación 180 und spricht dabei von den vielen Institutionen, Unternehmen und Medien die sich der Kampagne angeschlossen, Ideen, Werbeflächen und Unterstützung bereitgestellt haben.

"Wir von der Fundación 180 wollten die ganze Gesellschaft zum Nachdenken brinden, und wir haben gemerkt, jetzt ist die beste Gelegenheit, nicht nur weil mit dem 25. Mai der Countdown zur Zweihundertjahrfeier begonnen hat, sondern auch, weil in diesem Monat die Wahlen sind. Wir sind überzeugt, dass gerade in solchen Zeiten es nötig ist, dass wir alle uns daran erinnern, dass wir das Vaterland gestalten: sei es durch verantwortliches Wählen oder dass wir aufhören, herumzunörgeln und dieses Untätigkeit aufhören und etwas tun", so Juan Diego Colomé, einer der Begründer von Fundación 180.

Die Kampagne in der ganzen Stadt

"Was tust du für dein Vaterland?" ist eine staatsbürgerliche, überparteiliche Initiative, die das staatsbürgerliche Gewissen aufrütteln möchte und die Menschen anregen will, aktiv an der Gesellschaft mitzubauen. Jeder soll die Zweihundertjahrfeier durch aktives, positives Mitgestalten der Gesellschaft feiern.

"In der Woche vor dem 25. Mai sollte dann die Frage "Was tust du für dein Vaterland" an allen strategischen Orten der Stadt groß sichtbar werden, als Aufruf zum Nachdenken für ganz Córdoba, dass sich jeder persönlich fragen sollte, was er für das Land tun kann und will. Es sollte Plakate auf den Straßen geben, eine Seite im Internet, in Facebook und Twitter", so Eugenio Mendez, Leiter der SMJ.

"Außerdem", so ergänzt Logistik-Chef Santiago Cofre, "sollten 5000 Aufkleber und 50.000 Faltblätter verteilt werden, überall in der Stadt!"

"Und etwa 100 Busse fuhren die Frage durch die ganze Stadt, weil die Werbeflächen dafür bereitsgestellt wurden! Außerdem gab es eine riesige Mailaktion. Wir haben die Sache sogar in die beliebtesten Diskos der Stadt gebracht! Und da die Medien mittlerweile auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind, gab es große Anzeigen mit der Frage und Artikel in der größten Zeitung, im Radio und Fernsehen und auch in den kleineren Blättern", so Soledad Flores, die dafür verantwortlich war.

Jetzt nach dem 25. Mai ist die Zeit der Antworten auf die Frage – ebenfalls wieder über die Medien, auf den Straßen und Plätzen, in Radio und Fernsehen. Antworten wie: Für mein Vaterland – "Mache ich meine Stadt nicht schmutzig"; "Schreibe ich nicht ab". "Wähle ich gewissenhaft"; "Fahre ich nicht bei Rot über die Ampel", "Verzeihe ich",... Das sollen Vorschläge sein, wie in kleinen Dingen, die man wirklich hinkriegen kann, der Wandel beginnt, den Argentinien braucht.

Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch die Internetseite www.portupatria.org.ar gewährleistet, auf der sich Vorschläge verschiedener NGOs, Stiftungen und anderer Initiativen finden, wo der Einsatz für das Vaterland konkret werden kann. "Die Idee ist, dass die Leute auf die Seite gehen und dass sie dann konkret erzählen, persönlich, originell, was sie tun", so Tomás Auchterlonie und Federico Falavigna, verantwortlich für die Internetseite.

Nichts ohne dich, nichts ohne uns

Die Aktion läuft und nicht nur die Jugendlichen, ganz Córdoba ist gespannt, was aus diesem ersten Schritt hin zu einem gerechteren, menschlicheren Argentinien, einem Argentinien, das mehr Land der Gottesmutter ist, wird.

"Wir haben alles menschenmögliche gemacht, dass "Was tust du für dein Vaterland?" wirklich das Herz von jedem in der Stadt berührt. Jetzt gilt es, zu vertrauen, uns seinem Willen zu überlassen. Jetzt ist es die Sache der Gottesmutter!", so Pater Marcelo Gallardo.

Am 25. Mai stand bei der heiligen Messe der Argentinier im Urheiligtum auf dem Altar die Frage: Was tust du für dein Vaterland?

 


 

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Last Update: 29.05.2009