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 published: 2009-05-29

Mut zum Abenteuer Leben

Motorradwallfahrt nach Schönstatt am 23.-24. Mai 2009

 

Motorrad-Wallfahrt nach Schönstatt

Peregrinación de motociclistas a Schoenstatt

Bikers’ pilgrimage to Schoenstatt

Motorrad-Wallfahrt nach Schönstatt

 

Zum Heiligtum...

Rumbo al Santuario...

Towards the Shrine...

Zum Heiligtum...

 
Logo  

Logo

Logo

Logo

 
Segen  

Bendición

Blessing

Segen

 
Motorradfahrer unter sich  

Motociclistas

Bikers

Motorradfahrer unter sich

 
Modell einer Concorde  

Maqueta de una “Concorde”

Model of a Concorde

Modell einer Concorde

 
Auf der Straße...

Por la ruta...

On the road...

Auf der Straße...

Fotos: Pia Maria Ehses-Scherer © 2009

 

 

 

SCHÖNSTATT, mkf. Die Frauen aus der Schönstatt-Bewegung Frauen und Mütter, die an diesem Wochenende in Marienland zur Tagung sind, staunen nicht schlecht über die vielen Motorräder, die sie am Samstagnachmittag, 23. Mai, vor dem Urheiligtum sehen. Während Deutschland die Wiederwahl von Bundespräsident Köhler feiert und die Deutsche Meisterschaft Wolfsburg in Glückstaumel stürzt, kommen Biker mit ihren Maschinen am Urheiligtum an... Und dann staunen die Frauen noch mehr, als sie die Gebete hören, die erklingen. Es ist Motorradwallfahrt!

Pfarrer Stefan Schaaf, selbst begeisterter Motorradfahrer, ist zusammen mit Walter Spannagel seit Jahren "Motor" der Motorradwallfahrt. Er hat Kontakte geknüpft mit Motorradfahrern aus Puerto Rico, die ähnliche Anliegen haben. Der Missionarische Motorradfahrer-Club ist längst international, mit eigenem Logo und großem Sendungsbewusstsein.

Schon ein kleines Jubiläum

Wie war es bei dieser fünften Motorradwallfahrt, wollen wir von Pfarrer Schaaf wissen. "Viele sind da, die schon jahrelang bei der Motorradwallfahrt mit dabei waren, einige von ihnen bereits das fünfte Mal; wir konnten also schon ein klitzekleines Jubiläum feiern: fünf Jahre Motorradwallfahrt in Schönstatt. Ganz besonders groß und herzlich war das Hallo bei denen, die 2008 auch mit auf der Romwallfahrt mit den Motorrädern dabei waren. Einer von ihnen kam ganz spontan; eigentlich hätte er noch ein Zimmer tapezieren sollen, aber dann hat er rausgeschaut und das schöne Wetter gesehen und zu sich gesagt: jetzt kann ich nicht drin bleiben, jetzt muss ich zur Motorradwallfahrt nach Schönstatt fahren, das Zimmer kann warten. Es war ein frohes Zusammensein bei Kaffee und Kuchen, vielen Gesprächen übers Motorradfahren und allem, was das Leben so mit sich bringt."

Wie das Läuten vor dem Gottesdienst

Die Ausfahrt am Samstagnachmittag ist einer der Höhepunkte der Motorradwallfahrt. Es gibt ein Segensgebet, "die Maschinen starten und das ist wie das Läuten vor dem Gottesdienst in der Kirche. Ein wohltuender Sound in den Ohren der Biker", so Pfr. Schaaf. Alle genießen die Ausfahrt in vollen Zügen, es geht unfallfrei durchs Sayntal und zurück Richtung Urheiligtum. Das Gebet, das die oben erwähnten Frauen so begeistert hat, erklingt: "Du willst uns helfen, zwischen Hoffen und Bangen, unterwegs und zuhause, auf der Fahrt durch dieses Leben. Darin liegt unser ganzes Glück: Uns immer wieder aufzumachen und uns dem zuzuwenden, der Mitte und Ziel unseres Lebens ist. Lass uns mit dir immer unterwegs sein zu Gott."

Nach dem Abendessen fahren die meisten auf Berg Schönstatt. Pfarrer Jörg-Ingo Simon begleitet diese Fahrt und führt den Korso zur Anbetungskirche an. "So hören die Schwestern auf dem Berg auch, dass die Motorradwallfahrt da ist. Dieser Besuch bei Pater Kentenich hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, vor allem bei Roman. Roman gehört zu einer Familie, die seit Anfang bei der Motorradwallfahrt dabei ist. Jetzt ist er neun Jahre alt und macht die Tour im Beiwagen mit. Auf Berg Schönstatt lauscht er den Worten von Pfarrer Simon und ist ganz beeindruckt", so Pfarrer Schaaf.

Eine Sondereinlage für die Kinder

Am Abend gibt es noch eine Sondereinlage: "Familien, die sich gerade in Schönstatt aufhielten, kamen vorbei und waren erstaunt, was sich da so mit den Motorrädern und der Bikerinnen und Bikern tat. Einige Kinder standen staunend bei den Maschinen, bewunderten die Auspuffrohre, die Armaturen und die Chromteile. Ganz hin und weg waren einige, als sie die Gottesmutter auf dem Motorrad entdeckten. "Normalerweise hängt dieses Bild doch in der Kapelle oder bei uns zuhause. Aber auf dem Motorrad habe ich das noch nicht gesehen." Und dann die Frage: "Wollt ihr mal mitfahren?" "Au ja." Und los gings: Kind für Kind durfte mal auf dem Soziussitz Platz nehmen und mit dem Motorrad eine Spritztour machen, entweder kurz zum Urheiligtum und zurück oder zur Pilgerkirche und wieder zurück. Das war echt klasse und machte Spaß. Sowas gabs bisher noch nie", erzählt Pfarrer Schaaf.

Mit zahlreichen Einlagen – Karatevorführungen, Feuershow, Modellflugzeugschau – geht der Abend am Lagerfeuer viel zu schnell vorbei. Bis spät in die Nacht gab es noch Unterhaltungen... Etwa diese: "Ihr habt hier wirklich ein sauberes Fest." – "Ja, wir haben den Hof extra noch vorher gekehrt." – "Nein, das meine ich nicht, ich meine es ist wirklich ein sauberes Fest, so ohne Burn-outs und ohne Sauferei wie bei manchen anderen Bikerfeten."

Bikergottesdienst

Am Sonntag stießen noch mehr Motorradfahrer dazu – zum Bikergottesdienst in der Pilgerkirche. "Es waren dann zur Segnung nach der Messfeier ca. 80 Maschinen unterschiedlichster Bauart und unterschiedlicher Größe. Da verreit der rote Zylinderkopfdeckel, dass diese Motto Guzzi mehr PS hat als serienmäßig, eine BMW war dabei, die sogar einen zweisitzigen Beiwagen hatte und der Sound verriet es: auch Harleys waren mitten unter den Maschinen – sogar eine mit besonderem historischem Wert und einem einachsigen Anhänger. Am Ende reichte die Bandbreite von Zwei-Schenkel-Ps (sprich Fahrrad) bis über 150 PS und aus dem letzten Jahrhundert bis in die Gegenwart", begeistert sich Pfarrer Schaaf, der gleich noch eine Anekdote aus der Sakristei loswerden muss, eben die von Roman: "Bevor es losging, wurde alles in der Sakristei hergerichtet und dort waren auch die Kinder mit den Fahnen zum Einzug und zwei Minis. Unter diesen war auch Roman. Der kam auf mich zu und meinte: "Stefan, hoffentlich geht es dir nicht so wie dem Pfarrer, der in der Sakristei gestorben ist." Ich war erstaunt und sagte: "War das in deiner Kirche gewesen, wo du herkommst?" "Nein, aber es gab da einen Pfarrer, der ist gleich nach dem Gottesdienst in der Sakristei umgefallen und war tot." "Ah, du meinst wohl Pater Kentenich." "Ja, genau, so hat er geheißen." "Aber der war schon wesentlich älter als ich, als das passierte." Da war Roman beruhigt und die Vorbereitungen konnten ihren Gang gehen. "

Biem Segen erhielten die Fahrerinnen und Fahrer ein Gebet mit auf den Weg und einen Aufkleber mit dem Logo des MMCS, des Missionarischen Motorrad-Club Schönstatt. Viele Gespräche entstanden über diesen Motorrad-Club der besonderen Art. "Wir alle haben eine Mission posibel: Mit Mut unserem Bikerpatron Paulus nachzueifern und den Glauben an Jesus Christus mit dem Motorrad verkünden. Und das geht – oder besser gesagt: das fährt." – so Pfarrer Schaaf.

Beim Mittagessen und bei den Verabschiedungsgesprächen wurde klar: die Begeisterung ist da und alle sagen: Wir kommen wieder und bringen noch welche mit. Aber jetzt geht es mit Mut zunächst ins Abenteuer Leben, dahin, wo es den Alltag zu bestehen gilt. Und das ist jetzt besser möglich, sagt eine Teilnehmerin und dankt für alles, was sie hier in Schönstatt bei der Motorradwallfahrt erleben konnte. Die Maschinen starten ein letztes Mal in Schönstatt und die Bikerinnen und Biker machen sich auf die Reifen, das Wetter ist einmalig schön und lädt geradezu dazu ein, noch eine Tour zu machen.

 


 

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Last Update: 29.05.2009