Nachrichten - News - Noticias
 published: 2009-04-09

Bischof Ackermann ist uns geschenkt, um den "Acker" unserer traditionsreichen Diözese Trier zu bestellen

Weihbischof Dr. Stephan Ackermann zum neuen Bischof von Trier ernannt

 

Dr. Stephan Ackermann, neuer Bischof des Bistums Trier

Mons. Stephan Ackermann, nuevo obispo de la diócesis de Treveris

Bishop Stephan Ackermann, new bishop of the diocese of Trier

Dr. Stephan Ackermann, neuer Bischof des Bistums Trier

Foto: Heil/Schönstatt © 2009

 

Erste Pressekonferenz

Rueda de Prensa

First briefing with journalists

Erste Pressekonferenz

 
2006, nach seiner Bischofsweihe  

2006, después de su ordenación episcopal

2006, after his bishop’s ordination

2006, nach seiner Bischofsweihe

 
Verkündigung des neuen Bischofs  

Anuncio

Proclaiming the new bishop

Verkündigung des neuen Bischofs

 
Schon österliche Freude  

Alegría pascual ...

Already Easter joy

Schon österliche Freude

Fotos: Bistum Trier © 2009

 
   

DEUTSCHLAND, Johannes Reimann/mkf. Zum neuen Bischof von Trier hat Papst Benedikt XVI. den Trierer Weihbischof Dr. Stephan Ackermann (46) ernannt. Dompropst Prälat Werner Rössel hat die Ernennung am Mittwoch, 8. April im Trierer Dom am Ende der Chrisam-Messe bekannt gegeben. Zeitgleich wurde die Ernennung auch in Rom verkündet. Stephan Ackermann folgt als Bischof von Trier auf Reinhard Marx, der seit Februar des vergangenen Jahres Erzbischof von München und Freising ist.

Bereits die Anwesenheit der Presseleute und Kameramänner hätte den Besucher der Chrisam-Messe im Dom zu Trier stutzig machen können. Zwar ist die Segnung der Öle in jedem Jahr ein Fest für die Kirche, doch besondere Aufmerksamkeit der Medien erhält sie kaum. Spätestens als Diözesanadministrator Bischof Robert Brahm sowie die versammelten Priester nach dem Ritus am Ende des Gottesdienstes wieder Platz nehmen und Dompropst Werner Rössel vor das Mikrofon tritt, gewinnt die Ahnung unter den Gläubigen eine greifbare Dichte. Gleich die ersten Worte des Dompropstes räumen schließlich die letzten Zweifel aus: "Ich könnte mir denken, dass es sich schon etwas herumgesprochen hat seit heute morgen: dass heute ein besonderer Tag für die Trierische Kirche ist, ein besonders großer Tag." Das Bistum habe lange auf diesen Augenblick gewartet, nicht umsonst, wie Rössel betont. "In der vergangenen Woche konnte das Domkapitel aus der Dreierliste des Heiligen Vaters einen Kandidaten wählen." Als Rössel schließlich den Namen des künftigen Bischofs von Trier verkündet, brandet minutenlanger Applaus durch die Kathedrale: Dr. Stephan Ackermann, noch Weihbischof in der Schönstätter Heimatdiözese, wird neuer Oberhirte des ältesten deutschen Bistums. Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland hätten bereits erklärt, dass keine Bedenken politischer Art gegen den Kandidaten bestünden, so der Dompropst weiter. "Etwas zeitverzögert, aber fast zur selben Stunde, wird jetzt in Rom die Ernennung des neuen Trierer Bischofs durch den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., bekanntgegeben".

Langes Warten ist zu Ende

Im Trierer Dom wird die historische Bedeutung dieses Augenblicks deutlich spürbar. Die ganze Dankbarkeit der Priester und Gläubigen für ihren neuen Bischof fließt hinein in das gesungene "Te Deum", das dem Festgottesdienst noch mehr Glanz verleiht. Die lange Reihe der Priester und Messdiener muss beim Auszug immer wieder innehalten, damit anwesende Würdenträger aus Stadt und Land dem frisch Ernannten unterwegs zur Sakristei gratulieren können. Wieder und wieder brandet Applaus auf. Immerhin geht mit dem heutigen Tag eine länger als 15 Monate dauernde Zeit des Wartens, des Ersehnens, des Betens und des Rätselns zuende. Seit Dr. Reinhard Marx zum neuen Erzbischof von München und Freising ernannt wurde, hat das Bistum Trier auf einen neuen Oberhirten gehofft. Von Zeit zu Zeit machten Gerüchte die Runde, ein Nachfolger sein nun gefunden. Der Besuch des Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Pérrisset, in Trier gab den Spekulationen im August vergangenen Jahres besondere Nahrung. Doch erst heute ist es soweit, und von welcher Wichtigkeit diese frohe Nachricht ist, zeigen die Teams von Funk und Fernsehen, die am Domausgang die ersten Reaktionen der Gottesdienstbesucher aufnehmen sowie das frisch gedruckte Extrablatt der Bistumszeitung "Paulinus" mit der Vita des neuen Bischofs, das draußen verteilt wird. In einem Leserbrief des Trierer Online-Magazins 16vor.de ruft die Ernennung ein positives Echo hervor: "Wer Weihbischof Ackermann kennt, weiß, daß er die ideale Besetzung für dieses wichtige Amt ist. In einer Zeit, in der die Kirche auf die Menschen zugehen muß, um ihre Botschaft zu vermitteln, brauchen wir einen offenherzigen und umgänglichen Bischof wie Stephan Ackermann." Der wird am 24. Mai in Trier im Rahmen eines weiteren Festgottesdienstes in sein Amt eingeführt. Für heute, so unmittelbar vor den Kartagen, ist schon in dieser besonderen Chrisam-Messe etwas von der österlichen Freude durchgeschimmert.

Eine große Verantwortung

Kurz nach der Ernennung sagte der neue Bischof von Trier in einer Pressekonferenz: "Ich bin wirklich sehr bewegt von der Entscheidung und natürlich von dem Vertrauen, das mir durch die Ernennung des Kapitels und des Heiligen Vaters entgegengebracht wird. Es bewegt mich eine große Dankbarkeit, aber in diese Dankbarkeit mischt sich freilich ein gewisses Erschrecken. Denn die Herausforderung, das Amt des Bischofs von Trier zu übernehmen ist groß, und die damit verbundene Verantwortung ebenso."

Ackermann hat als neuer Bischof von Trier auch klare Ziele vor Augen. "Ich möchte mithelfen, dass der Glaube an Jesus Christus in unserem Bistum lebendig bleibt. Das gilt insbesondere für jene schwierigen Orte, wo es schwer fällt, den Glauben mit Freude zu leben. Das ist meiner Meinung nach die Hauptaufgabe eines Bischofs. Er muss Jesus Christus als lebendige Gestalt bezeugen, der die Menschen anspricht und hilft, die Welt im Sinne Gottes zu gestalten."

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, wünschte Ackermann Gottes Segen für die neue Aufgabe. Er äußerte die Hoffnung, dass Ackermann die Weite des kirchlichen Auftrags in Gesellschaft und Gemeinden hinein vermittle und ihm auch künftig die Menschen am Herzen lägen.

"Hoffen, dass er auch als Bischof die Diözesanwallfahrt von Trier nach Schönstatt begleiten kann"

Das Glückwunschbuch, das das Bistum Trier unmittelbar nach der Ernennung im Internet angelegt hat, füllt sich Minute um Minute. Erzbischof Marx, Bischof Genn, der Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Nickenich, Firmlinge, Bundestaggsabgeordnete, der Caritasverband, Barmherzige Brüder aus USA, viele "ganz normale Christen", die ihrer Freude Ausdruck geben, Gebete versprechen, danken. Auch zahlreiche Schönstätter sind darunter.

Im Namen der vier Priestergemeinschaften Schönstatts gratuliert P. Heinrich Walter dem Bischof "zu dem neuen Amt, das Ihnen der Hl. Vater anvertraut hat. Wir freuen uns über diese Ernennung. Wir versichern Ihnen unsere Solidarität und freuen uns auf eine Begegnung mit Ihnen. Wir haben um die Gaben des Heiligen Geistes für Ihren Führungsdienst in unserem Bistum gebetet und wünschen Ihnen die Nähe des Herrn in der Feier von seinem Tod und seiner Auferstehung."

"In eigenem Namen und im Namen unseres Ökumenischen Arbeitskreises der Schönstattbewegung wünsche ich reichen Segen und viel Erfülltsein vom Heiligen Geist für die kommenden schwierigen und doch auch schönen Aufgaben unseres neuen Bischofs", so Pfr. Wolfgang Müller. Frau Siefermann, Institut der Frauen von Schönstatt, schreibt: "Kurz nach 12.00 Uhr habe ich von Ihrer Ernennung zum Bischof gehört. Ich bin dankbar, dass unsere Diözese wieder einen Bischof hat. Von Herzen wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen für dieses Amt. Hier, in Schönstatt, bete ich für Sie. Meine heutige Anbetungszeit schenke ich für Sie und in all Ihren Anliegen. Möge der Heiland und die himmlische Mutter, die ja auch die Patronin der Diözese ist, Sie mit ihrem Segen und Schutz in all Ihren Aufgaben begleiten."

"Sehr geehrter Herr Bischof Ackermann, herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen. Ich werde Sie immer in meine Gebete einschließen.", verspricht Giuseppe Recchia aus der Stuttgarter Schönstatt-Bewegung. Auch der Frauenbund und die Schönstatt-Pilgerzentrale reihen sich in die Schar der mittlerweile gut 200 Online-Gratulanten ein.

Jugendliche aus Deutschland und Brasilien fanden sich spontan zum Gebet für Bischof Ackermann im Urheiligtum ein.

Pater Franz Widmaier, Wallfahrtsleiter am internationalen Gnadenort Schönstatt, der in fünf Jahren sein hundertjähriges Bestehen feiert, erinnert sich gern an den Besuch des damaligen Weihbischofs Ackermann am vergangenen 15. August in Schönstatt. "Es war eine sehr herzliche Begegnung", sagt er, "er hat die Menschen angesprochen und in seiner Predigt mitgerissen." Pater Widmaier hofft, dass der Bischof Ackermann die Zusage des Weihbischofs Ackermann zur Bistumswallfahrt nach Schönstatt im Juni einhalten kann. "Es wäre eine schöne Gelegenheit, als Bischof den Wallfahrtsort zusammen mit den Pilgern aus seinem Bistum zu besuchen", so der Wallfahrtsleiter. Ob auch in Schönstatt am Ostersonntag die Kirchenglocken eine Viertelstunde lang läuten werden? "In der Pilgerkirche haben wir ja leider noch keine Glocken", so P. Widmaier, "vielleicht legen wir dann die Kassette zweimal nacheinander ein! Aber ich werde mich dafür einsetzen, dass in allen Heiligtümern am Ort geläutet wird!" Die Freude über den neuen Bischof ist groß. "Wir haben hier am Ort seitdem Trier keinen Bischof mehr hatte in jedem Gottesdienst für den neuen Bischof gebetet", erinnert Widmaier. "Und wir würden uns sehr freuen, wenn unser neuer Bischof bald selbst Schönstatt besucht." Schließlich ist Trier für die vielen Tausenden von Menschen in aller Welt, die mit Schönstatt verbunden sind, sozusagen Heimatdiözese!

Sein Name ist Programm

Gott sei Dank, wir haben einen neuen Bischof! Das ist neben der Erleichterung, dass es nun endlich so weit ist, ein großer Grund zur Freude: Bischof Ackermann ist uns geschenkt, um den "Acker" unserer traditionsreichen Diözese Trier zu bestellen. Ist sein Name nicht Programm? Mögen die Saaten des Glaubens neu aufgehen, zur Blüte kommen und reiche Früchte tragen - "dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach" (Mk 4,20). Gern unterstützen wir Bischof Ackermann in seiner Aufgabe - durch unser Gebet und durch unseren Einsatz im Sinne unseres familien- und gemeindepastoralen Projekts Pilgerheiligtum. Wir wünschen unserem neuen Diözesanbischof Gottes Segen und die mütterliche Nähe der Gottesmutter Maria - besonders auch von unserem Gnaden- und Wallfahrtsort Schönstatt aus! Schwester Johanna-Maria Helmich, Schönstatt / Leiterin Projekt Pilgerheiligtum in Deutschland

 


 

Zurück/Back: [Seitenanfang / Top] [letzte Seite / last page] [Homepage]
Impressum © 2009 Schönstatt-Bewegung in Deutschland, PressOffice Schönstatt, all rights reserved, Mail: Editor /Webmaster
Last Update: 09.04.2009