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 published: 2009-04-28

Mit Maria in den Mai

Rundum- Blick: Wallfahrten, Maiandachten, Prozessionen, Livestream vom Urheiligtum – was ist los am ersten Maiwochenende?

 

Mai, Blütenmonat – Kirschblüte in Schönstatt

Mes de mayo, mes de las flores: floración de los cerezos en Schoenstatt

Month of May, month of flowers: cherry blossom time in Schoenstatt

Mai, Blütenmonat – Kirschblüte in Schönstatt

 

Ferrarra, Italien: Hier wurde vor 225 Jahren die erste Maiandacht gehalten

Ferrarra en Italia: Los habitantes de esta ciudad a la orilla derecha del río Po hace exactamente 225 años celebraron por primera vez la oración del mes de mayo – mes de María.

Ferrarra, Italia: it was here that 225 years ago the first May Benedictino was held

Ferrarra, Italien: Hier wurde vor 225 Jahren die erste Maiandacht gehalten

 
In Schönstatt sind seit 1916 die “Maienblüten” Ausdruck der Liebe zu Maria in ihrem kleinen Heiligtum  

En Schoenstatt: desde 1916, hay las ”flores de mayo”,  regalos espirituales a la Madre tres veces admirable, expresión del amor ardiente de los congregantes a la Mater y su pequeño santuario.

In Schoenstatt, since 1916 the “May flowers” are and expression of love to the MTA in her shrine

In Schönstatt sind seit 1916 die “Maienblüten” Ausdruck der Liebe zu Maria in ihrem kleinen Heiligtum

 
Wallfahren zum Urheiligtum - zu Fuß…  

Peregrinando al Santuario Original... a pie...

On pilgrimage to the Original Shrine... walking...

Wallfahren zum Urheiligtum  - zu Fuß…

 
…oder auf dem Fahrrad  

...o en bici

...or on bike

…oder auf dem Fahrrad

Fotos: Frentzen/Fischer © 2009

 
 

SCHOENSTATT, Kathrin Frentzen. 1784, Ferrara, Italien! Ferrara ist eine oberitalienische Stadt, in der Region Emilia - Romagna. Die Einwohner dieser Stadt, am rechten Poufer gelegen, feierten vor genau 225 Jahren die erste Maiandacht und begannen so, wohl unbewusst, den Mai zu einem besonderen Monat zu erheben. Im 19. Jahrhundert setzte sich dieser Brauch dann in der katholischen Kirche durch und so entstanden Maiandachten, Maialtäre und Wallfahrten.

Durch seinen Farbenreichtum und seine Fruchtbarkeit wird der Mai oft als der schönste Monat des Jahres bezeichnet und so entsteht auch die Verbindung zu Maria: "Maria, dir empfehlen wir, was grünt und blüht auf Erden."

Auch hier in Schönstatt "grünt und blüht" es kräftig, was die Vorbereitungen auf das erste Maiwochenende angeht.

Maieröffnung und ein volles Schönstatt

Am Donnerstagabend gestalten die Schönstatt-Bewegung, die Pallottiner und die Pfarrgemeinde Vallendar gemeinsam die Maieröffnung. Das Motto "Wenn die Krüge leer sind: Was er euch sagt, das tut" soll zeigen, dass "Mariens Aufmerksamkeit" nichts entgeht. In der Kirche der Pallottiner beginnt die Maieröffnung mit einem Gottesdienst und später "ziehen alle singend und betend – mit brennenden Kerzen in den Händen" zum Urheiligtum, so heißt es im Veranstaltungshinweis der Pilgerzentrale.

Am Freitag den 1.Mai wird es dann richtig voll in Schönstatt. 550 bis 600 Leute aus der Diözese Würzburg kommen mit Bussen oder Privatwagen nach Schönstatt. Die Familienwallfahrt, die alle zwei Jahre stattfindet, steht unter dem Motto "Familie leben – Glaube erleben" und ist ganz auf die Familien zugeschnitten. Zwischen dem Familiengottesdienst am Morgen und der Maiandacht am Nachmittag werden Workshops zu den verschiedenen Themen angeboten. Schw. Elke aus Würzburg wird einen Workshop unter dem Motto "Kinder stark machen" leiten. "Darin will ich Impulse aus der Pädagogik Pater Kentenichs geben und die Spannung zwischen Freiheit und Grenzen auf arbeiten", erzählt sie.

Zu Fuß oder lieber zu Rad?

Am Samstag besteht dann für die Würzburger, aber auch für alle anderen Interessenten die Möglichkeit, an einer Wallfahrt mit Pfarrer Josef Treutlein teilzunehmen. Fortbewegungsmittel sind dieses mal die Füße. Vom Allerheiligenberg bei Lahnstein pilgern die Teilnehmer 17km am Rhein entlang bis zum Urheiligtum.

Jetzt fehlt nur noch eine andere Art der Fortbewegung und das ist das Rad und dafür sind ja die Münsteraner bekannt. Deshalb organisiert die Schönstattbewegung in Münster jedes Jahr eine Fahrradwallfahrt. Die 17Teilnehmer kommen aus ganz Nordrheinwestfalen angereist um gemeinsam Richtung Schönstatt zu strampeln. Übernachtet wird jedes Mal in Schönstatt Zentren zum Beispiel in Borken oder Maria Rast, Ankunft ist pünktlich zum Maibeginn in Schönstatt.

International guests

Wie typisch für Schönstatt darf das internationale Flair nicht fehlen. Fünfzehn Leute aus der englischsprachigen Gemeinde Antwerpen in Belgien kommen nach Schönstatt. Die Mutter von zwei Firmlingen, Belen McPhearson, war früher in Ecuador in der Mädchenjugend und hat nun diese Wallfahrt der Firmlinge nach Schönstatt organisiert. Gemeinsam mit Schw. Angela erarbeiten sie die Gaben des Heiligen Geistes und lernen den Heilig-Geist-Rosenkranz zu beten. "Es sind alles keine Schönstätter", erzählt Schw. Angela, fügt aber lachend hinzu: "Noch nicht!"

Von Freitag bis Sonntag bleiben sie in der Sonnenau und bereiten sich auf ihre bald anstehende Firmung vor.

Auch von der Südhalbkugel kommt Besuch in den deutschen Frühling hinüber, 17 Ehepaare und zwei Priester aus Chile reisen ins heilige Land und machen einen Zwischenstopp in Schönstatt. Vom ersten bis zum siebten Mai verbringen sie die Tage bei vollem Programm nahe am Urheiligtum. Auf dem Programm steht die Schönstatt-Geschichte mit Besuchen im Pater Kentenich Haus, Schulungsheim, Grab von Pater Kentenich und Metternich, aber auch Fahrten nach Boppard und Köln.

Ganze Welt ist live beim Rosenkranzgebet dabei

In dieses volle Programm will Schw.María Julia nun noch versuchen, den internationalen Rosenkranz, der am Samstag um 17.30Uhr im Urheiligtum stattfindet, einzubinden – als einen konkreten Beitrag der chilenischen Pilger für das Leben am Urheiligtum! Dieses mal wird der Rosenkranz wieder einmal im Livestream auf der ganzen Welt mitgebetet werden – auf www.schoenstatt-tv.de. Leute aus der ganzen Welt können ihre Anliegen per Mail schicken und sie werden dann in das Rosenkranzgebet mit eingebracht (bitte senden an: pressoffice@schoenstatt.de )

Doch nicht nur in Schönstatt beginnt der Mai so aktionsreich, im Schönstattzentrum Marienpfalz kommt der Bischof vom Bistum Speyer zu Besuch und hält ein Pontifikalamt, mit Lichterprozession, Marienfeier und Eucharistischem Segen im Anschluss.

Auch die Schönstattzentren Oermter Marienberg (Issum-Sevelen), Aulendorf (Region Oberland), Trier, Rottenburg – Ergenzingen, Waltenhofen-Memhölz, Essen-Kray, Wiesbaden – Freudenberg, Lebach und Künzell – Dietershausen feiern Maiandachten und eröffnen so den Marienmonat feierlich.

Und noch eine Feier

Ein weiteres großes Ereignis ist am 2.Mai: die Generaloberin der Marienschweistern, Schw. Jakoba, feiert ihren Namenstag und viele Schwestern aus ganz Deutschland kommen dafür extra angefahren, um diesen großen Tag mit ihr gemeinsam zu feiern.

Obwohl der Mai auf der anderen Halbkugel gar nicht so besonders und auch nicht Marienmonat ist, denn dort ist ja zur Zeit Herbst und der Frühling erreicht dort erst im November seine Blüte, ist auch dort ein besonders Ereignis zu erwähnen. In Córdoba, Argentinien, werden am 2. Mai Facundo Bernabei und Federico Piedrabuena aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres zum Priester geweiht - und auch das wird ein großes Fest geben, auf das sich die dortige Schönstattfamilie schon lange vorbereitet.

So viele Wallfahrten, Prozessionen und Maieröffnungen, und alles nur weil eine kleine Stadt in Italien vor 225 Jahren auf die Idee kam, mal eine Maiandacht zu feiern und somit eine Welle ausgelöst hat, sie sich bis heute nicht abgeschwächt hat.

 


 

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Last Update: 28.04.2009