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 published: 2009-03-20

Dein Heiligtum ist unsere Großbaustelle…

Das MTA-Bild aus dem Oberkircher Heiligtum wandert bei der Schönstatt-Mädchenjugend ... nach Rom

 

Mit dem MTA-Bild aus dem Heiligtum in Oberkirch beim Erzbischof

Visita a Mons.  Zollitsch, con la MTA del Santuario en Oberkirch

Visiting Archbishop Zollitsch with the MTA from the Shrine in Oberkirch

Mit dem MTA-Bild aus dem Heiligtum in Oberkirch beim Erzbischof

 

Im Heiligtum

En el Santuario

In the Shrine

Im Heiligtum

 
Mein Name an der Wand des Heiligtums  

Mi nombre en la pared del Santuario

My name at the wall of the Shrine

Mein Name an der Wand des Heiligtums

 
Heilige Messe in der Großbaustelle Heiligtum  

Santa Misa en el Santuario en re-construcción

Holy Mass in the Shrine that is remodelled

Heilige Messe in der Großbaustelle Heiligtum

 
Lesung  

Lectura

Reading

Lesung

Fotos: Dold © 2009

 
   

DEUTSCHLAND, Sr. M. Anrika Dold. Hier in unserem Land haben die wenigsten aus der jüngeren Generation einen Heiligtumsbau wirklich miterlebt – dafür gibt es immer wieder eine gründliche Renovation der kleinen Kapelle zu erleben. So nun auch in der Erzdiözese Freiburg, in der sich die Schönstattfamilie auf das 50-jährige Heiligtumsjubiläum, das im Juni 2009 vor allem mit einem großen Jugendfest und dem feierlichen Gottesdienst mit Erzbischof Zollitsch gefeiert wird, vorbereitet.

Seit dem ersten Samstag im März (7.3.) ist das Oberkircher Heiligtum am Rande des nördlichen Schwarzwalds also eine Großbaustelle: so groß, dass im Inneren nur noch die (mehr oder weniger) weißen Wände daran erinnern, wie ein Heiligtum eigentlich aussieht. Alles andere – angefangen von den Bänken bis hin zum Altar, die beiden Apostel Petrus und Paulus, alle Symbole, Figuren, Lichter und jegliche Ausstattung, die das Heiligtum so lebendig und anziehend machen, sind verschwunden. Doch nicht in der Versenkung – sondern unterwegs auf Pilgertouren. Die Grundmauern des Heiligtums sind geblieben – vieles andere bewegt sich und bringt in Bewegung.

Maria macht sich noch einmal eilends auf den Weg

Zur besonderen Freude der Mädchenjugend wandert das große MTA-Bild, die Gottesmutter in Großformat, seit Ende September 2008 in ihren Reihen und besucht die einzelnen zuhause, mitten im Alltag. So werden die Worte der letzten Jahresparole der Mädchenjugend greifbare Wirklichkeit: "Dich im Blick…" DICH – ganz persönlich. Maria macht sich noch einmal "eilends" auf den Weg, verlässt ihren Thron im Heiligtum, das damals am 17. Juni 1959 eingeweiht wurde, um ihre Mädchenjugend heute zu besuchen, jeder einzelnen zu begegnen. Besondere Augenblicke! Wann hat man die MTA schon einmal so nahe bei sich…

"Du bist zu mir gekommen, jetzt, wo ich Dich so sehr brauche!" heißt es in dem beigelegten Begleitbuch z.B. oder: "Auf einmal habe ich mir die Zeit genommen, mich vor das Bild gesetzt, nachgedacht, Musik gehört, gemalt – all das, was ich hatte tun wollen, aber der Alltagsstress hatte es immer wieder verhindert. Jetzt konnte ich all meine Sorgen los werden, denn ich weiß, sie sind gut aufgehoben."

In einem eigens dafür gefertigten und perfekt angepassten Holzkoffer lässt sich die Oberkircher "Peregrina", deren Gewicht mit dem Koffer zusammen knapp 15 kg ausmachen, mühelos von einem Ort zum andern bringen. XXL-Pilgerheiligtum – so lautet die geniale Erfindung!

Auf nach Rom

Gemeinsam mit Vertretern des Führungskreises der Mädchenjugend war die derzeit Pilgernde Gottesmutter bereits Ende Oktober bei Erzbischof Zollitsch. Zu Beginn des neuen Jahres 2009 hat sie sich auf den Weg nach Schönstatt gemacht, um dort mit einer kleinen Abordnung den Ursprung zu berühren und nun möchte sie schließlich einem lang gehegten, leisen Wunsch folgen, der vielleicht verrückt klingt – und doch nicht unmöglich ist:

An diesem Wochenende, vom 20.-22. März heißt es für drei Vertreterinnen des diözeseanen Leitungsteams der Mädchenjugend, gemeinsam mit der MTA: Auf nach Rom!!! Sie möchten alle Anliegen der Mädchenjugend, der ganzen Schönstattfamilie in der Diözese und darüber hinaus mitnehmen auf ihre Pilgerreise. Die Mädchenjugend vor Ort wurde eingeladen, ihre Anliegen per Mail zu schicken:

"Hallo! Wie du sicherlich weißt, wandert das Mta-Bild aus dem Oberkircher Heiligtum bei uns in der Mädchenjugend. Vielleicht war es ja auch schon bei dir zu Hause – für ein paar Stunden oder Tage und die Mta konnte dein Leben kennenlernen und Teil davon sein. Am kommenden Wochenende hat die Mta eine längere Reise vor sich. Sie fährt am Freitag nach Rom und fliegt am Sonntag wieder zurück. Dabei werden wir (Steffi Englert, Ines Klavpurs, Sr. Anrika und Stephanie Gerber) sie begleiten und in Rom dann auch auf unseren Standesleiter, Michael Gerber, treffen. Es war eine ganz spontane und vielleicht auch ein wenig verrückte Idee: für ein Wochenende nach Rom! Aber es war uns ein Anliegen. Wir werden also mit dem Mta-Bild in Rom unterwegs sein und die "wichtigsten" Plätze mit ihr besuchen: der Petersplatz und natürlich die beiden Heiligtümer. Aber wir machen diese Reise nicht alleine, sondern möchten dir die Möglichkeit geben, dass du zumindest geistig mit dabei bist. Wir laden dich also ein, bis Donnerstag eine Mail zu schreiben mit einer Grußbotschaft, einem Anliegen – eben dem, was dir auf dem Herzen liegt. In Rom werden wir am Samstag Abend dann im Abendgebet deine Mail vorlesen und für dich und dein Anliegen beten. Anschließend können wir die Mails im "Fundament unseres Vaters" zurücklassen. Das ist ein Schacht, in dem bereits viele Briefe von Rompilger liegen und auf den später die Statue von Pater Kentenich kommt. Also nimm dir ein paar Minuten Zeit und schicke deine Mail…"

Und dann wird es ganz konkret

Eines der bewegendsten Anliegen, das sie mit nach Rom nehmen werden, ist die Mail einer jungen Frau, die beim Amoklauf in Winnenden eine ihrer Verwandten verloren hat. Sie schreibt:

"Hallo liebe Mäju- Freiburg,
vielen Dank für die liebe Anteilnahme und die Gebete für alle Familien und Freunde, die bei diesem Massaker einen ihrer Liebsten verloren haben.
Ich finde es ein schönes Zeichen für meine Familie und mich wenn ihrer unsere Trauer und unseren Schmerz mit nach Rom tragt.
Dankeschön!
Im LB verbunden!"

Auf vielfältige Weise sucht die Gottesmutter sich ihren Weg, nahe bei den Menschen zu sein, ihnen Trost und Hilfe zu schenken in schier ausweglosen Situationen. Die Mädchenjugend möchte diesen Weg mitgehen und ihre Antwort geben. Nicht umsonst hat sie ihren Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Liebebündnis gelegt – den zentralen Lebensvorgang und Ursprungsimpuls Schönstatts schlechthin, aus dem alles entstanden ist. Sie möchte "das Schönstatt bauen, das sich Pater Kentenich ersehnt hat", wie es in einem Interview zur Konferenz 2014 mit dem Vertreter der Mannesjugend aus Uruguay hieß.

Der Wesenskern der ganzen internationalen Schönstattfamilie, "der tiefe Glaube an die Realität des Liebesbündnisses mit Maria", wie es in der Botschaft der Konferenz 2014 formuliert wird – dieser weltweite Lebensstrom lebt auch in der Mädchenjugend Freiburg, und zugleich die große Sehnsucht, ihn weiter zu tragen, weiterzuleiten. Damit ist der diesjährige Weg hin zum Jugendfest, zum Jubiläum gekennzeichnet: Maria selbst ist dafür in der Diözese Freiburg werbend unterwegs.

Geschichten so unglaublich wie keine Telenovela sie erzählen kann

Und dann kann es sein, dass manches Große fast nebenbei geschieht: Wie kommt z.B. eine 17-jährige dazu, sich zum ersten Mal auf den Weg nach Oberkirch zu einem Treffen der Mädchenjugend zu machen, bei dem es gerade um das Liebesbündnis geht, einfach so, obwohl sie niemanden kennt? So etwas kommt vor, z.B. beim letzten Treffen der Mädchenjugend in Oberkirch am 7./8. März, der sog. GLS (Glaubens-und Lebensschule) ab 15 Jahren. Der Himmel schreibt seine eigene Geschichte: Zum Weltjugendtag 2005 nahm diese Familie zwei Chileninnen auf, von denen eine unbedingt auch Schönstatt besuchen wollte. Als sie zwei Jahre später noch einmal für drei Monate nach Deutschland kam zu einer sogenannten "Schönstattzeit", konnte ihre damals 16-jährige Freundin sie dort besuchen. Sie hat ihre Adresse in Schönstatt hinterlassen, denn man kann ja nie wissen… und tatsächlich, es hat funktioniert. Auf spannenden Wegen ist diese Adresse schließlich über ein Jahr später bei der Mädchenjugend Freiburg gelandet – ein Anruf genügte und die junge Frau kam! Sie wird auch beim Jugendfest dabei sein und nicht alleine kommen, soviel steht schon mal fest.

Was war es denn, was diese Jugendliche bei ihrem ersten Wochenende in Oberkirch zu hören bekam?

Da war z.B. das beeindruckende Zeugnis einer jungen Frau, wie für sie das Liebesbündnis ganz konkret wird: Sie erzählte, wie sie in ihren letzten Prüfungen der Berufsschule einen totalen Blackout hatte und wirklich nicht wusste, was sie auf ihr leeres Blatt Papier vor sich schreiben könnte. Dann hat sie sich erst einmal auf ihrem Stuhl zurückgelehnt, die Augen geschlossen und in Gedanken die kleine Weihe gebetet. Der Lehrer meinte zu ihr, ob sie nicht einmal anfangen wolle. Doch, das hat sie getan: Sie hat angefangen auf jedes der leeren Blätter, jeweils vorne und hinten, in die obere rechte Ecke gut leserlich drei Buchstaben zu schreiben: MTA ! Und auf einmal ging’s, sie konnte loslegen. Nach den Prüfungen ist sie von allen Lehrern, die mitkorrigiert hatten gefragt worden, was denn diese drei Buchstaben zu bedeuten hätten – und sie hat ihnen zum großen allgemeinem Erstaunen erklärt, für wen diese Buchstaben stehen. "Das hätten wir Ihnen gar nicht zugetraut!", so der Kommentar eines Lehrers. Spontane Reaktion einer Teilnehmerin der GLS, die kurz vor ihrem Abi steht: "Jetzt weiß ich schon, was ich beim Abi mache – drei Buchstaben oben rechts, gute Idee!"

Die MTA mittendrin

Und da war noch ein Highlight besonderer Art: der Abschlussgottesdienst mitten in der Großbaustelle Heiligtum. Immer wieder kehrt die MTA von ihrer Reise zurück zu ihrem Bestimmungsort – so auch an diesem Wochenende. Sie war also dabei, mittendrin. Und vielleicht haben die Mädchen und jungen Frauen dabei zum ersten Mal greifbar erlebt, was das Heiligtum eigentlich ausmacht: Die MTA und wir, an einem ganz konkreten Ort, selbst wenn dieser Ort derzeit eine große Baustelle darstellt – ist es in unserem Leben nicht genauso?

Die Gottesmutter sagt: Ich brauche Euch. Und die jungen Frauen sagen: Du kannst mit uns rechnen, MTA – auch wenn wir wenige sind, auch wenn nicht alles perfekt läuft – aber wir sind Deine Verbündeten und setzen unser ganzes Vertrauen auf Dich! Auf dass neues Leben unter uns und in unserer Umgebung aufbricht, oder, wie es die Jahresparole der Mädchenjugend in diesem Jahr ausdrückt: SPRINGtime – mit Göttlichem rechnen

 


 

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Last Update: 20.03.2009