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 published: 2009-03-20

Als wäre sie noch da

Erinnerungen an Carmen Rinaudo aus der Familienbewegung von Rosario, Argentinien

 

Ernesto und Carmen Rinaudo mit P. Javier Arteaga letztes Jahr in Rosario

Ernesto y Carmen Rinaudo con el P. Javier Arteaga, el a ño pasado en Rosario

Ernesto and Carmen Rinaudo with Fr. Javier Arteaga, last year in Rosario

Ernesto und Carmen Rinaudo mit P. Javier Arteaga letztes Jahr in Rosario

 

Bei Tisch mit Mitgliedern der Schönstattbewegung

Almuerzo con miembros de la familia de Schoenstatt

Meal with Schoenstatt members

Bei Tisch mit Mitgliedern der Schönstattbewegung

Fotos: Lopez © 2009

 
   

ARGENTINIEN, Sandra und Rubén Lopez/mkf. Ende Februar traf die Schönstattfamilie von Rosario ein harter Schlag: die Nachricht vom Tod von Carmen Rinaudop, die zusammen mit ihrem Ehemann Erneste erst im Dezember 2008 die Diözesanleitung der Schönstattfamilie von Rosario übernommen hatte. Ihr unerwarteter Heimgang zu Gott bewegte alle tief, besonders natürlich die Familienbewegung, in der Carmencita und Ernesto viele Jahre lang engagiert, treu und liebevoll gearbeitet hatten.

Sicher hat jeder seine eigenen dankbaren Erinnerungen an Carmen. Diese starke, liebevolle Frau. Diese gute Freundin, die am 21. Februar 2009 im Alter von 59 Jahren ihre Familie und ihre Schönstattarbeit in Gottes Hände geben musste. "Der Eifer für Schönstatt hat sie verzehrt", so Joaquín Lavini. "Auch wenn die niederschmetternde Diagnose sie erschütterte, war sie am meisten besorgt darüber, was denn nun aus ihrer Familie und aus Schönstatt würde, wo sie gerade ihre Aufgabe übernommen hatte. Als ich sie dann das nächste Mal sah, war sie ruhig, gelassen, vertraute, dass Gott das Beste für sie und die Ihren tun würde. Doch eine Sache ließ ihr keine Ruhe: Dass sie die Aufgabe als Diözesanleitung von Rosario, die sie gerade erst übernommen hatte, nicht ausführen konnte..."

"Persönlich bleiben uns ihr warmes Lächeln, die unbeschreibliche Zuneigung und Beheimatung, die sie uns immer vermittelt hat, in Erinnerung", so Sandra und Rubén Lopez. "Gottes Pläne sind ein Geheimnis. Für uns alle wird es schwer sein, die Lücke zu füllen, wo Carmen einfach fehlt, aber wir sind auch fest überzeugt davon, dass sie jetzt der Gottesmutter und Herrn Pater sehr nahe ist, für uns Fürbitte einlegt und über alle Schönstattkinder wacht..."

"Heiligtum der Gemeinsamkeit"

Carmen wurde am 19. Januar 1950 in Salto, Provinz Buenos Aires, geboren. Anfang 1968, während ihres Pädagogik-Studiums, lernte sie Schönstatt kennen und verliebte sich auf der Stelle in die Gottesmutter und die Pädagogik Pater Kentenichs, der damals in Deutschland lebte. Am 15. August 1970 schloss sie in der Mädchenjugend ihr Liebesbündnis mit der "Mater". Am 27. Januar 1976 heiratete sie Ernesto Bartolomé Rinaudo; sie wurden eine wunderbare Familie mit vier Kindern - Mariángel, Agustín, Andrés und Esteban. Am 18. August 1978 schlossen sie als Ehepaar ihr Liebesbündnis, und am 20. Januar 2002 – beim Goldenen Jubiläum des Vaterheiligtums in Nuevo Schoenstatt – das Vaterbündnis mit Pater Kentenich. Gemeinsam engagierten beide sich mit großem Einsatz in den apostolischen Aufgaben, die Schönstatt zu der jeweiligen Zeit brauchte – sei es als Leiter der Familienbewegung, Gruppenverantwortliche, Koordinatoren der Gruppenverantwortlichen, Vertreter Schönstatts im Familiensekretariat des Erzbistums... Ihr Tod kam fast unmittelbar nach der Ernennung als Diözesanleiter der Schönstattfamilie von Rosario.

Ihr verbindendes, mütterliches Charisma ließ die Sendung ihres Hausheiligtums lebendig werden: Heiligtum der Gemeinsamkeit. Ihren beruflichen Schwerpunkt als "Erzieher von Erziehern" brachte sie in die Schönstattfamilie von Rosario ein und begleitete besonders diejenigen, die Verpflichtungen und Aufgaben in der Gemeinschaft übernahmen.

"Wir sind ganz sicher, dass Carmen, von ihrem neuen Wirkungsort bei der Gottesmutter und Pater Kentenich aus, in all unseren Anliegen Fürbitte einlegt", so Ernesto, der mit großer Schlichtheit für diesen Artikel die Daten zu ihrem Leben und Wirken zusammengetragen hat.

"Es gibt Menschen, die sind schon heimwärts zum Vater gegangen, und man spürt sie so nahe, als seien sie noch hier bei uns. So geht es mir mit Carmecita", sagt Joaquín Lavini. "Eine Lehrerin, eine Kollegin von ihr, meinte über sie: ‚Das ist eine Heilige. Sie hatte immer die Gottesmutter auf den Lippen und in ihren Worten, wusste immer einen Rat und eine Freude zu geben, sie hat uns aufgebaut, wenn es mal richtig schwer war. Sie hat das Zeugnis einer guten Mutter und Ehefrau gegeben.’ – Wenn ich sie charakterisieren sollte, würde ich sagen: Eine Frau des ganz großen Ja, einer vertrauensvollen Treue, kindlich und sehr religiös, ja, uns vor allem, eine wunderbare Ehefrau."

 


 

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Last Update: 27.03.2009