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 published: 2009-03-31

Vielleicht ein wenig verrückt, aber wir würden es wieder machen

Mit dem Mta-Bild für ein Wochenende nach Rom

 

Mit der MTA (in ihrem Bild aus dem Heiligtum in Oberkirch) im Petersdom

Con la MTA (en su imagen del Santuario de Oberkirch) en San Pedro

With the MTA (in her picture from the Shrine in Oberkirch) at St. Peter's

Mit der MTA (in ihrem Bild aus dem Heiligtum in Oberkirch) im Petersdom

 

Im Heiligtum in Belmonte

En el Santuario de Belmonte

In the Shrine in Belmonte

Im Heiligtum in Belmonte

 
Vor dem Cor Ecclesiae-Heiligtum  

Frente del Santuario Cor Ecclesiae

In front of the Cor Ecclesiae Shrine

Vor dem Cor Ecclesiae-Heiligtum

 
Die MTA im Auto unterwegs  

La MTA en „su“ auto

The MTA in her car

Die MTA im Auto unterwegs

 
San Lorenzo  

San Lorenzo

San Lorenzo

San Lorenzo

 
Ein Licht für jedes Anliegen  

Una vela para cada intención

A candle for each petition

Ein Licht für jedes Anliegen

Fotos: Ines Klavpurs © 2009

 
 

ROM/DEUTSCHLAND, Stephanie Gerber. Marienfried/ Oberkirch, 20.März, 18.00 Uhr. Treffpunkt an der Baustelle Heiligtum. Eine verrückte Idee wird in die Tat umgesetzt: Das Mta-Bild des Oberkircher Heiligtums, das in der Mädchenjugend wandert, darf zum Jubiläum nicht einfach wieder in das Heiligtum gehängt werden, wenn es vorher nicht in Rom war. Und vier "Verrückte" aus dem Führungskreis der Badischen Mädchenjugend, die sich für ein Wochenende auf den Weg nach Rom machen, sind schnell gefunden.

Vom Heiligtum gesandt beginnen wir die 12stündige Fahrt nach Rom. Das Auto, das den Diözesanpriestern gehört und von uns nach Belmonte gebracht wird, ist voll bis zum Anschlag: Arbeitsschuhe, Glasbausteine, kiloweise Schokoladenostereier, Gepäckstücke und natürlich das Mta-Bild, das uns vom Kofferraum aus den Rücken stärkt. Die lange Autofahrt durch die Nacht verläuft erstaunlich abwechslungsreich: Zeit für persönliche Gespräche und auch um das eine und andere zu planen. Es gibt viel zu lachen. Die Augen werden kaum zugemacht. Als wir die Schweiz ohne Schnee durchquert haben, ist deutlich ein Aufatmen zu spüren. Denn das Auto hat bereits Sommerreifen. Wer hätte gedacht, dass wir 200 km vor Rom in einen Schneesturm geraten würden und dadurch unsere Mission beinahe gescheitert wäre? Die linke Spur und der Standstreifen sind schnell voller Schnee. LKWs vor uns halten die rechte Spur schneefrei. Glücklicherweise dauert der Sturm nur wenige Minuten und wir können unsere Reise fortsetzen.

Belmonte/ Rom, 21.März, 6.30 Uhr.

Etwas müde, aber glücklich erreichen wir unseren Bestimmungsort. Von unserem Standesleiter, Michael Gerber, werden wir erwartet. Ein kurzes Hallo im Heiligtum und dann stärken wir uns für einen langen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück und viel Kaffee. An Ausruhen oder kurz zu Schlafen ist nicht zu denken. Rom, die ewige Stadt, ruft uns.

Unseren "Rom-Marathon" beginnen wir im Heiligtum von Belmonte. Es ist ein besonderer Augenblick, als wir unser Mta-Bild in das Heiligtum bringen und mit ihm viele Anliegen, die uns mit auf den Weg gegeben wurden. Es wird spürbar: Wir sind nicht einfach nur für ein paar Stunden nach Rom gefahren, um die Stadt kennenzulernen, sondern wir haben eine Mission, die größer und wichtiger ist, als wir uns das gedacht haben.

Vom Heiligtum auf Belmonte geht es zunächst zum Cor ecclessiae-Heiligtum, wo wir zum ersten, aber nicht zum letzten Mal an diesem Wochenende das Mottolied des Jugendfestes singen. Mit dabei natürlich unser Mta-Bild.

Anschließend ist dann erst einmal Zeit für ein kurzes, aber intensives Sightseeing. Immerhin sind zwei von uns das erste Mal in Rom. Dank unserem Standesleiter, der kurzfristig zum Stadtführer wird, sehen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Natürlich darf auch das obligatorische Eis nicht fehlen. An einem windstillen und sonnigen Platz, mit dem Eis in der Hand kommen die ersten Sommergefühle auf.

San Lorenzo

Aber dann wir es Zeit. Immerhin haben wir eine Mission zu erfüllen! Und so holen wir die Mta, die wir für das Sightseeing im Auto gelassen haben. Zwei bewegende Momente stehen bevor:

Wir bringen das Mta-Bild zunächst in das Jugendzentrum San Lorenzo ganz in der Nähe des Vatikans. In der dortigen Kirche befinden sich das Kreuz, das Johannes Paul II. der Jugend geschenkt hat und dessen Kopie als Vorbreitung auf die Weltjugendtage wandert, und die Marienikone. Nachdem wir den ganzen Tag durch Rom gelaufen sind, ist das ein ganz ruhiger Augenblick. Jede von uns verbindet mit diesen beiden Symbole ihre ganz eigene Geschichte: Erinnerungen an das Oktoberwochenende in Schönstatt und den WJT in Köln, … Und nun tragen wir neue Anliegen mit uns und so bekommen das Kreuz und die Ikone eine weitere Bedeutung und sind wieder Teil unserer Lebensgeschichte. Wir legen unsere Hände auf das Kreuz und bringen dadurch das Jugendfest auch hier her. Dann können wir noch ein paar Lieder singen, bevor das zweite wichtige Ereignis bevorsteht: Mit dem Mta-Bild in den Petersdom.

Mit dem MTA-Bild in den Petersdom

Die Aufregung steigt: Ob wir es schaffen werden, dass wir das Bild in den Petersdom bringen können? Wir kommen erstaunlich einfach durch die Kontrollen; nur einige erstaune Blicke und Nachfragen. Beim Eingang werden wir dann jedoch aufgehalten. Michael Gerber erklärt auf Italienisch unser Anliegen. Wir müssen warten. Der Vorgesetze wird angerufen. "Mta, wenn du in den Petersdom willst, dann musst du dich jetzt darum kümmern!" Wir erhalten die Erlaubnis, zwar nur für 10 min, aber wir dürfen mit dem Bild hinein. Und so tragen wir das Bild bis nach vorne. Wir singen nicht, wir machen nicht auf uns aufmerksam, sondern gehen still, aber mit einem strahlen auf dem Gesicht bis nach vorne. Aber die Mta wirkt und stiehlt Michelangelo die Schau. Menschen schauen nicht mehr nach oben in die Kuppel oder betrachten nicht mehr die Mosaike an den Wänden, sondern schauen auf das Bild. Sie müssen eine Ahnung davon haben, was uns die Mta und besonders auch dieses Bild aus unserem Heiligtum bedeutet und wie wichtig dieser Moment für uns ist. Symbolisch dürfen wir die Vision von Pater Kentenich umsetzen: Wir tragen die Mta, wie tragen Schönstatt in das Herz der Kirche, in den Petersdom. Dort ist der Platz und die Sendung Schönstatts.

Wie schnell können 10 min vorbei sein und so müssen wir mit dem Mta-Bild wieder aus dem Petersdom hinaus. Da wir noch einmal kommen wollen um mehr Zeit zu haben uns alles in Ruhe anzuschauen, geben wir das Bild in der Garderobe zwischen den Kinderwägen ab. Wieder erstaunte Blicke und Nachfragen und so kommen wir mit verschiedenen Menschen ins Gespräch über Schönstatt.

Belmonte - internationales Schönstatt

Danach fahren wir zurück nach Belmonte und feiern einen Gottesdienst, bei dem Familie Nuño, die seit 3 Jahren dort gelebt haben, verabschiedet werden. An diesem Abend und am nächsten Morgen dürfen wir das besondere Flair von Belmonte kennenlernen: Die Heilige Messe und das Abendessen verlaufen mehrsprachig und es ist bewundernswert, wie problemlos zwischen Deutsch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch gewechselt wird. Obwohl uns beinahe die Augen zufallen, kehren wir nach dem Abendessen noch einmal zum Heiligtum zurück. Dabei haben wir die Mails, die wir von unseren Mädels und der diözesanen Schönstattfamilie geschickt bekommen haben. Wir lesen die unterschiedlichsten Anliegen laut vor und vertrauen sie Gott und der Gottesmutter an. Darunter ist das Anliegen einer jungen Frau, die ihre Cousine beim Amoklauf in Winnenden verloren hat. Die Mails sprechen für sich und wir brauchen selbst nicht viele Worte zu machen. Auch unsere persönliche Anliegen bringen wir mit.

Das Frühstück am nächsten Morgen steht wieder ganz im Zeichen des Belmonte-Flairs. Drei Männer aus Österreich frühstücken mit uns und wie kommen ins Gespräch über Schönstatt. Einer der Männer (er arbeitet bei der Europäischen Kommission) kennt Schönstatt nur durch seinen Freund. Es ist faszinierend zu hören, was ihn an Schönstatt begeistert. Und auch wir werden gefragt, dürfen von unseren Erfahrungen in der Mädchenjugend weitergeben. Es ist zunächst komisch, dass wir von Männern in wichtigen Positionen z.B. nach unserem Führungsstil gefragt werden. Aber es wird deutlich: Wir haben etwas zu sagen. Was wir in unserer Jahresarbeit leisten, hat Auswirkungen. Wir sind kompetent in dem was wir tun.

Und so sitzen wir länger beim Frühstück als geplant und müssen dann nach dem Gottesdienst direkt zum Flughafen aufbrechen.

Im Flieger

Noch einmal wird es aufregend: Können wir das Mta-Bild in seiner Box als Gepäckstück aufgeben? Und wieder sorgt die Mta dafür, dass alles klappt. Wir müssen die Box zwar noch einmal aufschrauben, damit alles überprüft werden kann, aber ansonsten gibt es keine Zwischenfälle und als wir schließlich landen und schon aus dem Flugzeug das Mta-Bild erkennen können, sind wir überglücklich. Am Baden Airport trennen sich schließlich die Wege unserer kleinen Reisegruppe. Die einen fahren in den Norden der Diözese und die anderen in den Süden. Das Mta-Bild bringen wir noch einmal für eine Nacht zum Ausgangsort unserer Reise: zum Heiligtum nach Oberkirch und von dort aus setzt es nun seinen Weg durch unsere Diözese und die Zuhause unsere Mädchen bis zum Jugendfest fort.

 


 

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Last Update: 31.03.2009