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 published: 2009-02-27

Ein Geschenk, das uns mit Freude auf 2014 schauen lässt

Rund ums Heiligtum in Belmonte, Rom

 

Das Matri-Ecclesiae-Heiligtum in Belmonte

El Santuario Matri Ecclesiae, Belmonte

The Matri Ecclesiae Shrine, Belmonte

Das Matri-Ecclesiae-Heiligtum in Belmonte

Foto: Nuño © 2009

 

Audienz: der Heilige Vater gibt Joaquín Lavini die Hand

Audiencia: el Santo Padre saluda a Joaquín Lavini

Audience: the Holy Father greets Joaquin Lavini

Audienz: der Heilige Vater gibt Joaquín Lavini die Hand

Foto: Lavini © 2009

 

Konzert

 

Concierto

Concert

Konzert

Foto: Nuño © 2009

 

Am Grab von Vinzenz Pallotti

 

En la tumba de San Vicente Pallotti

At the tomb of St. Vincent Pallotti

Am Grab von Vinzenz Pallotti

 

Argentinier in Rom

 

Argentinos en Roma…

Argentieans in Rome

Argentinier in Rom

 

Als Pilger unterwegs

 

Peregrinando…

Pilgrimage

Als Pilger unterwegs

Fotos: Lavini © 2009

 

Internationale Tischgemeinschaft

Mesa internacional

An international family around the table

Internationale Tischgemeinschaft

Foto: Nuño © 2009

 

 

 

ROM, Francisco Nuño. Die letzten Tage waren in Belmonte von einem ganz besonderen Familienerlebnis und -geist geprägt. Ein Ehepaar aus Argentinien - Marta und Joaquin Lavini - und Freunde aus Tschechien waren zu Besuch. Ehepaar Lavini brachte vom Urheiligtum den Coenaculumsgeist der Konferenz 2014 mit, an der sie als Vertreter Argentiniens teilgenommen hatten.

Sie hatten bei ihrer Reise - oder besser Wallfahrt - die beiden für Schönstatt symbolträchtigsten Orte der Welt besuchen wollen, die auch, so weiß man inzwischen, für die Feiern von hundert Jahre Liebesbündnis im Jahr 2014 eine zentrale Rollle spielen werden: das Urheiligtum in Schönstatt und das Matri Ecclesiae-Heiligtum in Rom. Während der "römischen Nächte" dieser Woche gab es nur ein Thema: die Erlebnisse und Eindrücke dieser Konferenz, verbunden mit all der Freude und Begeisterung, die dort aufgebrochen war. Sie sprachen von der Begegnung in Vertrauen und Offenheit, die ein echtes, wirkliches Familienerlebnis möglich gemacht hatte - ein echtes Wandlungswunder! -, sie erzählten von der Vitalität, die als Frucht des Reichtums der Länder und der einzelnen Personen erfahren wurde, sie sprachen von einem Schönstatt, das sich selbst - fast staunend - in einer weltweiten missionarischen Strömung entdeckt hat, von einem Schönstatt, das die Kirche liebt und sich in gemeinsamer, solidarischer Arbeit als Kirche erleben möchte. Sie sprachen davon, dass sie sich in der Konferenz als "Pater Kentenich heute" erlebt haben, der mit und in ihm nach Rom will, um so Schönstatts spezifischen Beitrag für die Kirche einzubringen. Für uns alle, die wir weit weg vom Urheiligtum leben, ist diese Erfahrung ein Geschenk, das uns anregt, mit freudiger Erwartung auf 2014 zu schauen und darauf zuzugehen… Auch für Rom bedeutet diese Konferenz ein "vorher" und "nachher", das wurde deutlich…

Das ewige Rom schenkt seinen Bewohnern und Pilgern eine Fülle von religiösen und kulturellen Schätzen, zur Freude des Touristen und zum Trost des Pilgers. In der Nähe des Kolosseums ist etwa die Basilika San Clemente, in der Via San Giovanni in Laterano, wo in besonderer Weise der heiligen Cyrill und Methodius gedacht wird, der Apostel der Slawen, gemeinsam mit Benedikt Patrone Europas. Mit unserern tschechicschen Freunden waren wir vor einigen Tagen dort, um die Reliquien des heiligen Cyrill zu verehren. Pfr. Frantisek Jirásek  und seine Schwester Maria Jiraskova, seit Jahren Freunde des Heiligtums in Belmonte, hatten ihre Winterferien in der Casa dell’Alleanza verbracht und im Zentrum von Belmonte mitgeholfen; so war es auch möglich, dass täglich im Matri Ecclesiae-Heiligtum die heilige Messe gefeiert wurde. In der Basilka San Clemente nahmen wir gemeinsam an einem griechisch-katholischen Gottesdienst teil, der in alt-slawisch gefeiert und von einer Gruppe aus Bulgarien gestaltet wurde. Ein Erlebnis der Universalität der katholischen Kirche!

Verbundenheit mit der Schönstattfamilie von Tschechien

Die Schönstattfamilie von Tschechien ist seit Jahren im Internationalen Zentrum in Rom präsent. In der Sakristei beim Heiligtum steht ein Bild des Prager Jesuskindes, das die tschechiche Schönstattfamilie über mehrere Monate hin im Heiligtum in Rokole erarbeitet hat als Geschenk für Rom. Es wartet nun auf den Bau des ‘Domus Patris’, um in einem seiner Räume aufgestellt zu werden. Der Baubeginn wird hoffentlich in den kommenden Monaten sein, und bis 2014 sollte das Haus fertig sein, um Pilger aufzunehmen, die nach Rom kommen. Das Institut der  Schönstatt-Diözesanpriester hofft, dass der Bau mit Hilfe der ganzen internationalen Schönstattfamilie vorangehen kann.

Und die Verbundenheit der tschechischen Schönstattfamilie mit Belmonte wird noch weiter wachsen, denn wenn alles gut geht, wird die nächste Wächterfamilie am Heiligtum aus dem Institut der Schönstattfamilien in Tschechien kommen. Diese Familie hat schon Interesse an der Aufgabe bekundet, nachdem sie einige Tage in Belmonte waren, um sich über Aufgaben und Möglichkeiten, die sie hier erwarten, zu informieren. Bitten wir jetzt schon die Gottesmutter für diese Familie und ein fruchtbares Wirken in Rom in den kommenden Jahren.

Mit den Argentiniern und Tschechen folgten wir auch einer Einladung, die wir durch die Marienschwestern und Schönstattpatres erhalten hatten, nämlich zu einem Konzert in der Audienzhalle Paul VI. aus Anlass der Feiern zum 80. Jahrestag der Gründung des Vatikanstaates (80 Jahre Lateranverträge und Konstituierung des Vatikanstaates). Der Papst war dabei und hielt am Schluss des Konzertes eine kurze Rede, in der er das historische Ereignis in Erinnerung rief und allen dankte, die in diesen achtzig Jahren Vatikangeschichte mitgeschrieben haben. Die Bitte am Schluss ließ mich aufhorchen: Der Papst bat um Gebet dafür, dass der Herr weiter über diesen kleinen Staat wache und besonders „über den, der am Steuer des Schiffes sitzt, den Nachfolger Petri, dass er sein Amt treu und effizient ausübe als Fundament der Einheit der katholischen Kirche, die im Vatikan ihr sichtbares Zentrum hat und sich ausbreitet bis an die Enden der Erde“.

Die Reise des Papstes ins Heilige Land

Wer in Rom lebt, wird besonders sensibel für die Ereignisse rund um den Vatikan und den Heiligen Vater. In den letzten Wochen gab es einen Tumult in den Medien gegen den Papst aufgrund der Aufhebung der Exkommunikaton für vier Bischöfe der Lefebristen.  Ich weiß nicht, ob ich eher traurig oder eher wütend war über die systematische Diffamierung und Fehlinformation. Es wrid gut sein, sich etwa über Zenit zu informieren und eine eigene Meinung zu bilden. Mir selbst hat auch ein Artikel geholfen, den ich aus Deutschland bekommen habe. Er ist geschrieben von dem französischen Erzbischof Hippolyte Simon, dem amtierenden Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz. Darin geht er objektiv den Ereignissen nach und demaskiert diejenigen, die, so sagt er, bloß Interesse daran haben, die Person des Papstes zu besudeln. Mittlerweile hat sich der Sturm gelegt, doch es geht weiter um eine Unterscheidung der Geister. Meine persönliche Verteidigung des Papstes und seines Handelns schließt allerdings nicht aus, dass ich die Informationspolitik einiger vatikanischer Instanzen zu Recht kritisiere. Wieder einmal haben sie gerade in Blick auf hochsensible Themen zu langsam und einfach zu schlecht informiert.

In diesem Zusammenhang verstehen ich die Bitte des Papstes am Ende des Konzertes besser. Bei diesem Konzert wurde „Messias“ von Händel durch das irische Rundfunkorchester und den Chor der Kathedrale in Dublin aufgeführt. Beim Alleluja habe ich aus aller Kraft applaudiert – auch dem Papst!

Beten wir um Gottes Schutz für den Papst auf seiner geplanten Reise ins Heilige Land im kommenden Mai.

 


 

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Last Update: 27.02.2009