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 published: 2009-02-27

Wir wären uns nie begegnet – ohne dieses Liebesbündnis

Die Konferenz 2014 – aus der Helferecke beobachtet: Mary Cole, England

 

Konferenz 2014: Gnadenmoment

Conferencia 2014: un momento de gracias

Conference 2014: a moment of grace

Konferenz 2014: Gnadenmoment

 

Einfach Familie

Una familia...

A family…

Einfach Familie

 
Eine klare Entscheidung: am 18. Oktober 2014 dürfen alle kommen  

Una decisión clara: celebramos el 18 de octubre de 2014 con una peregrinación masiva

A clear decisión: we will celebrate October 18, 2014 , with a big pilgrimage

Eine klare Entscheidung: am 18. Oktober 2014 dürfen alle kommen

 
Helferteam  

El equipo de los servidores

The helpers’ team

Helferteam

 
Prozession zum Urheiligtum am 7. Februar  

Procesión al Santuario Original, 7 de febrero

Procession to the Original Shriine, February 7

Prozession zum Urheiligtum am 7. Februar

Fotos: K2014 – Santos, Leal, Padilla © 2009

 
   

K2014, Mary Cole. Als Dolmetscherin und Übersetzerin war ich nicht Teilnehmerin der Konferenz 2014, aber dennoch mittendrin in der Rolle eines "ganz nahen" Beobachters – anders also als die offiziellen Repräsentanten Englands, P. Bryan und P. Duncan. Es war hochinteressant!

Am 30. Januar kam ich in Frankfurt an; dort wartete schon eine Schwester, die eine Schwester aus Mexiko und mich abholte; gemeinsam ging es dann nach Schönstatt direkt ins Haus Marienland. Es ging gleich gut los. Sr. Kornelia vom PressOffice stellte die anderen Helfer vor und Pater Matheus Bernardes, einen jungen Schönstattpater aus Brasilien, der für das Helferteam verantwortlich war. Ihn kann man gar nicht hoch genug loben! Nicht nur, dass er fließend Deutsch, Spanisch und Englisch spricht (neben seiner Muttersprache Portugiesisch), er hatte auch die Gabe, alle zu beruhigen, wenn die Spannung stieg... Bei einem der Helfertreffen nach dem Essen etwa nahm er die Glocke in die Hand, sang eine Runde "Jingle Bells".. Wir alle lachten los, die Anspannung war weg, und er setzte sich hin und arbeitete weiter. Magisch! Schw. Kornelia war die ideale Partnerin, sprach genaus so viele Sprachen, improvisierte in den unmöglichsten Situationen und blieb ruhig, wenn es heiß her ging. Und es ging immer wieder mal heiß her, da wir alle während der Konferenz immer wieder mal ganz gehörig unter Druck kamen. Die beiden sorgten dafür, dass unser kunterbuntes internationales Team sehr schnell eine verschworene Gemeinschaft wurde.

Das Team im Hintergrund machte die Nacht zum Tag

Das Team im Hintergrund – in der Mehrzahl junge Leute – wirkte bis spät in die Nacht (oder früh in den Morgen) Wunder, um alles Material für die Tagung in verschiedenen Farben zu kopieren und für Dolmetscher wie Delegierte in Mappen zusammenzustellen. Die englischsprachigen Delegierten hatten rote Namensschildbänder und erhielten auch rote (oder eher orangefarbene) Kopien; deutsch war grün und Spanisch blau. Die Helfer hatten gelbe Namensschildbänder. So wusste jeder, wen er vor sich hatte – ein ausgezeichnetes System.

Am Samstagnachmittag führte Birgitt Winter, Frau von Schönstatt und professionelle Dolmetscherin - wie übrigens auch Sr. Marion - uns Dolmetscher in unsere Arbeit und die Technik ein. Das engllischsprachige Dolmetscherteam wurde von Sr. Marion koordiniert; mit dabei waren noch Sarah-Leah aus Südafrika, die kurz vor dem Abschluss ihres Master-Studium in Übersetzung und Dolmetschen; sie spricht fließend Portugiesisch und Spanisch; dazu kam noch Mark Leatherman, ein Student aus Texas, der eine Zeitlang in Chile studiert hat, und ich. Wir vier teilten eine Kabine und viel Gelächter! Natürlich gab es auch eine deutsche und eine spanische Kabine. Die Technik war so geschaltet, dass wir falls nötig den Ton der anderen Kabinen hören konnten – und das wurde gut gebraucht, wenn die Delegierten Französisch, Italienisch oder Portugiesisch sprachen. Eigentlich hatte unsere Kabine nur einen Nachteil: es wurde schrecklich heiß drinnen; wir tranken literweise Mineralwasser und bekamen von dankbaren Teilnehmern alle Arten von Süßigkeiten zugesteckt!

Offener Prozess

Die Konferenz begann am Sonntagabend im Konferenzsaal des Pater-Kentenich-Hauses. Pater Walter hatte uns am Nachmittag den Texte seiner Begrüßung überlassen; dafür war ich sehr dankbar, da er ausgesprochen schwierig zu übersetzen war. Also hatte ich ihn vorher übersetzt, in der Begeisterung aber vergessen, ihn auszudrucken. Was ein Glück, dass Sr. Kornelia das merkte, ihr Notebook dabei und ich ihr die Übersetzung vorher per Mail geschickt hatte. So las ich dann meine Übersetzung von ihrem Notebook, in der Hoffnung, dass die Batterie nicht zwischendrin ausgehen würde – etwas verrückt, aber es funktionierte!

Pater Walter hielt seine Predigt am nächsten Tag in den drei Konferenzsprachen, und alle Teilnehmer bekamen den kompletten Text je in ihrer Sprache ausgeteilt. Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Freiburg, unser "Schönstatt"-Bischof und Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, begrüßte die Teilnehmer per Video, die Delegierten bekamen wieder die Texte in ihren Sprachen ausgeteilt. Was danach kommen würde, wussten wir nicht, so dass wir uns auch nicht weiter hatten vorbereiten können. Wir waren ziemlich nervös, merkten aber dann schnell, dass das Dolmetschen von spontanen Beiträgen einfacher ist als das von ausgearbeiteten Texten. Birgitt Winter hatte zuvor den Delegierten auch nicht nur die Technik erklärt, sondern auch ein paar Spielregeln gegeben, die eine drei- (bzw fünf-)sprachige Konferenz erfordert.

Ich fand die Konferenz faszinierend, da das Ergebnis vollkommen offen war. Die Delegierten wurden in einen Prozess geführt, der anfangs Zeit brauchte – einige wurden schon etwas ungeduldig. Es ging um drei Fragen, die beantwortet werden sollten: Was feiern wir, wie feiern wir und und wann und wo feiern wir? Es war wunderbar, von den Kabinen aus beobachten zu können, wie die bunte Versammlung im Beantworten dieser Fragen spürbar in eine immer stärkere Einheit wuchs.

Wir kommen, so oder so

Die Delegierten wurden in Arbeitsgruppen nach Sprachen aufgeteilt und erhielten die ersten Fragen. Diese sollten sie dann auf Karten schreiben, die von einem Sprecher im Plenum präsentiert wurden – in genau drei Minuten. In den Pausen zwischen den Plenumssitzungen sortierten, übersetzten und gruppierten Moderatoren und Tagungsleitung die Karten, um Häufungen und Tendenzen sichtbar zu machen. Dann folgte die nächste Diskussionsrunde, im Plenum bzw in den Arbeitsgruppen. Schnell hörten wir auf, zu den Arbeitsgruppen zurück nach Marienland zu gehen; die Gruppen sammelten sich in der Halle oder im Konferenzraum selbst.

Mehrere Helfer notierten während der Plenumssitzungen die Wortmeldungen, brachten die Mikrophone zu den Rednern und sagten zuvor deren Sprache an, so dass wir wussten, wer von uns dran war mit dem Übersetzen.

Die Sitzungen begannen mit einem Lied, und am Ende fasste eine Schwester alles in einem Gebet zusammen, gefolgt von einem weiteren Lied – eine sehr schöne Erfahrung.

Die Beiträge der Delegierten waren nicht immer todernst, auch wenn niemand Zeit vergeudete. Die beiden Patres aus England fingen normalerweise mit einem Witz an; ihre Beiträge waren wirklich gut und öffneten oft neue Perspektiven, wenn die Diskussion etwas schwerfällig wurde.

Eine Schwester aus Rom brachte uns alle kräftig zum Lachen, als sie klar bewies, dass Schönstatt ohne Italien gar nicht existieren würde! Der Gründer hat die Idee des Gnadenortes von einem italienischen Rechtsanwalt, Bartolo Longo, und dem italienischen Wallfahrtsort Valle di Pompei übernommen, viele seiner Ideen kommen von italienischen Heiligen, und die MTA ist sowieso Italienerin. Gerüchte, nach denen Pater Kentenichs Großvaters in Neapel gearbeitet hatte, machten die Runde und wurden auch von manchen geglaubt, aber Zweifel sind doch angebracht! Schwester Fernanda hat ein Temperamt für zehn!

Lamgsam wurde klar, dass die Antwort auf die erste Frage das Liebesbündnis war. Und immer stärker wurde der Wunsch offenbar, weltweit vereint zu sein in der Vorbereitung und der Feier. Schließlich kam die Frage an die Reihe: Wo feiern wir? Die Antwort: Am Ursprungsort, wo sonst? Es war nett, die vorder- und hintergründigen Bemühungen einiger der deutschen Delegierten zu beobachten, die Feiern zu dezentralisieren oder zumindest zahlenmäßig einzudämmen, doch vor allem die Südamerikaner erklärten: Unsere Leute sparen jetzt schon und sie kommen auf jeden Fall, um den 18. Oktober 2014 am Ursprungsort zu feiern. Und wenn sie schon mal hier sind, wird sie auch niemand hindern können, auch nach Rom zu fahren. Egal wie es geht, mit 20.000 Pilgern oder mehr wird hier gefeiert! Und selbstverständlich trägt die ganze internationale Familie die Vorbereitung und Durchführung der großen Wallfahrt mit! Und sie ist da, auf jeden Fall!

Auf Wiedersehen 2014!

Die Konferenz endete, wo sie begonnen hatte: am Urheiligtum. Während die Delegierten in der Hauskapelle der Marienau die Messe feierten, waren wir Helfer mit Höchstgeschwindigkeit beim Kopieren, Übersetzen und Brennen von CDs mit der kompletten Dokumentation und einigen Fotos, sodass alle Delegierten das gesamte Material und vollständige Protokoll aller Sitzungen mit nach Hause nehmen konnten. Wir waren gerade fertig, um die Delegierten am Urheiligtum zu empfangen, als sie in Prozession von der Marienau zum Urheiligtum zogen. Pater Walter sandte uns dann offiziell aus; jedes Land erhielt ein Symbol der Sendung – eine Dachschindel vom Urheiligtum. Da unsere beiden Patres schon früher abgereist waren, ging ich an ihrer Stelle vor! Wir waren auch gebeten worden, unsere Namensschilder mit den Bändern abzugeben; jetzt sollte jeder aus den Körben eines ziehen – als gegenseitige Begleitung in der Vorbereitung! Ich zog jemanden aus dem Familienbund in Milwaukee, und mich zog Cassio aus Brasilien; ich werde mit Hilfe von Sarah-Leah aus Südafrika mit ihm in Kontakt kommen. Wir wären uns nie begegnet – ohne dieses Liebesbündnis!

Für die Delegierten war die Konferenz damit zu Ende, aber uns Helfern war gesagt worden, wir sollten noch nicht am Samstag den Rückflug buchen. Denn wir wurden noch im Vaterhaus auf Berg Sion zum Helferfest erwartet! Der Abend begann mit der heiligen Messe, die Pater Matheus dort in der Hauskapelle mit uns feierte; dann hatten wir mit den Patres zusammen Abendessen und tragen uns dann zu einem höchst unterhaltsamen Abend in ihrem Gemeinschaftsraum. Am Schluss erhielten wir alle eine Kappe – weiß die Mädels, blau die Jungs – mit der Zahl 2014 und dem Schönstattlogo darauf als Erinnerung und Dank, und – beim Abendgebet in der Hauskapelle – ein kleines Stückchen Dachschindel! Jeder!

Der Abschied war tränenreich, vor allem bei den Jugendlichen, als sich damit dieses ganz besondere Team auflöste. Doch alle sind bereit, 2014 wieder mitzuarbeiten!

 


 

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Last Update: 03.03.2009