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 published: 2009-01-09

Die Familie, eine Gemeinschaft der Liebe

Fest der Heiligen Familie in Tupãrenda, Paraguay

 

Fest der Heiligen Familie in Tuparenda. Familie Ortiz Coronel trug das Bild

Fiesta de la Sagrada Familia en Tuparenda: la Familia Ortiz Coronel;  ellos procesionaron con la imagen ese día.

Feast of the Holy Family in Tuparenda: The Ortiz Coronel family carried the statue this day

Fest der Heiligen Familie in Tuparenda. Familie Ortiz Coronel trug das Bild

 

Die Statue der Heiligen Familie in Tuparenda

La  estatua de la Sgda. Familia que esta en Tuparenda

The statue of the Holy Family in Tuparenda

Die Statue der Heiligen Familie in Tuparenda

Fotos: Franco © 2009

 
   

PARAGUAY, P. Antonio Cosp / mkf. Unbeschreiblich war die Freude am 28. Dezember, beim Fest der Heiligen Familie in Tupãrenda. P. Antonio Cosp, Leiter der Schönstatt-Bewegung in Paraguay, hatte darauf bestanden, dass die Messe trotz der Hitze auf dem Platz vor dem Heiligtum stattfinden sollte und nicht wie sonst in der kühlen Hauskapelle... Eine gute Entscheidung, denn es kamen mehr als dreimal so viele Menschen wie an normalen Sonntagen. Von der Erhöhung vor dem Heiligtum aus konnte man ein große Menschenmenge im Schatten der Bäume sehen. Trotz Sommerferien und Hitze waren sie gekommen, um zu Ehren der Heiligen Familie in Tupãrenda zu feiern.

Die Eucharistiefeier yu Ehren der Heiligen Familie stand unter dem Thema "Der Vater lebt in mir, ich schenke anderen Heimat". Die schön geschmückte Statue der Heiligen Familie wurde von einer Familie feierlich vom großen Kreuz der Einheit aus zum Heiligtum getragen.

Es war ein schönes Zusammentreffen, dass man gerade am Morgen dieses Tages, um 6.30 Uhr, im Fernsehen ein Interview des Pressesprechers der Bischofskonferenz mit den Leitern der Schönstatt-Familienbewegung in Paraguay sehen konnte. Alle drei waren richtig gut, und was sie vermittelten, auch!

Das Wunder, für das man etwas tun muss

In der Predigt führte Pater Antonio Cosp aus, dass Familieneinheit Freudensprünge bewirkt... Er versicherte, dass dies allerdings nichts für Feiglinge sei, ganz im Gegenteil, Liebe sei immer auch Verpflichtung: Da muss man sich engangieren, da muss man heiraten, das heißt, da muss man sagen: Ich liebe dich für immer. Man dürfe auch nicht warten, dass irgend ein Wunder geschehe, durch das die Eheleute sich automatisch immer liebten; nein, man müsse dafür arbeiten, jeden Tag, damit dieses Wunder passiert.

In der Familie gebe es auf Aufgaben, Ziele, Ideale und vieles, das im Haus einfach getan werden müsse. Man müsse als Ehepartner einfach diese eine dumme Geste, diesen nervösen Ausbruch des anderen verstehen und wegstecken, um die Liebe zu bewahren. Man müsse dazu kommen, einfach zu sagen: "Ich glaube an dich, ich weiß um deine großen Werte, und darum schätze ich dich und mache alles, was du tust, groß; und gleichzeitig 'schrumpfe' ich das Negative, das es eben auch in dir gibt", betonte er. Aus dem Herzen aus Stein müsse ein kultiviertes Herz werden, ein geisterfülltes Herz, ein Herz, das väterlich, mütterlich, kindlich lieben könne, zitierte er Pater Kentenich; ein selbstloses Herz, dem es um das Wohl der anderen gehe, das allen Freude machen möchte. Liebe, die nicht gepflegt werde, gehe ein, bestätigte.

Der Mann, dem etwas klar wurde

Ein Mann erzählte, direkt nach der Predigt habe er sich in der Reihe zum Beichten angestellt; als er dran war, sagte er zum Priester: "Ich habe kapiert, wo die Quelle all der Schwierigkeiten in meiner Familie liegt. Ich bin es. Und jetzt möchte ich endlich aufhören, die Schuld bei den anderen zu suchen, und nehme mir vor, auf das zu schauen, was ich beitragen kann."

Ein anderer verschwand still und leise nach der Predigt und ward ebenfalls in der Reihe der Beichtenden gesehen. Bevor er dem Priester seine Sünden nannte, meinte er: "Herr Pater, das ist einmalig. Nachdem ich gehört und gesehen habe, wie man hier lebt, und nachdem ich die Frohe Botschaft von der Familie gehört habe, kann ich nicht anders als beichten und neu, ganz neu anfangen."

Eine junge Frau sagte, sie sei gekommen, weil sie das ganze Jahr die Gottesmutter nicht besucht hatte; sie hatte gerade mit der Bestnote ihr Diplom in Psychologie gemacht. "Ich fühle mich so geliebt, nachdem ich hier mit meiner Familie zusammen diese Gnadenstunde erlebt habe." Ihre ganze Familie kennt Tupãrenda, aber sie waren noch nie vorher zusammen dort.

Dann die unvergesslichen Segensfeiern: für Kinder, für Schwangere, für Familien. Ganz persönliche Augenblicke. Leute, die sich einfach nicht losreißen können und immer noch mal zurück gehen vor dem Aufbrechen... Einfach ein Fest.

Und zugleich der Auftakt für das Jahr 2009, in dem Schönstatt in Paraguay "radikal die Familie verteidigen" möchte. Einigen Jugendlichen gefällt diese Losung sehr. Wegen "radikal".

 


 

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Last Update: 14.01.2009