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 published: 2009-01-21

Die Königin der Friedens bei den Märtyrern von Buta …

Allerletzte Wallfahrt mit der Internationalen Auxiliar in Burundi - Jetzt warten alle auf die eigene Auxiliar für die Länder der Großen Seen

 

Heilige Messe in der Kapelle der Märtyrer der Brüderlichkeit; im Hintergrund die Auxiliar

Santa Misa en la Capilla de los martíres de la fraternidad en Buta. En el fondo la Auxiliar.

Holy Mass in the Chapel of the martyrs of fraternity; in the background the Auxiliary

Heilige Messe in der Kapelle der Märtyrer der Brüderlichkeit; im Hintergrund die Auxiliar

 

Wallfahrt mit der Auxiliar

Peregrinación con la Auxiliar

Pilgrimage with the Auxiliary

Wallfahrt mit der Auxiliar

 
Willkommen  

Recepción

Welcome

Willkommen

 
Ein bewegender Augenblick  

Un momento emotivo

A moving moment

Ein bewegender Augenblick

 
Heilige Messe  

Santa Misa

Holy Mass

Heilige Messe

 
Die Kapelle  

La Capilla

The Chapel

Die Kapelle

Fotos: Maruhukiro © 2009

 
 

BURUNDI, P. Déogratias Maruhukiro. Am Samstag, 17. Januar 2009 sind viele Menschen, beinahe 160 Personen, vom Mont Sion in Bujumbura und den Nachbarpfarreien nach Buta gepilgert, um für den Frieden zu beten. Buta ist ein kleiner Ort im Süden des Landes in der Diözese Bururi. Zwei Dinge machen diesen Ort bekannt: eine kleines Seminar, das schon lange besteht und in dem viele Priester, ja sogar sehr bekannte Persönlichkeiten ausgebildet wurden. Er ist aber auch und vor allem bekannt durch die Märtyrer der Brüderlichkeit.

Während des Bürgerkrieges in Burundi sind Rebellen ins kleine Seminar eingedrungen und wollten die Angehörigern eines Stammes töten. Sie forderten die Schüler auf sich nach Stämmen zu trennen. Diese haben sich geweigert. Da haben die Rebellen auf alle Schüler geschossen, die im Schlafsaal waren. Vierzig Seminaristen - darunter auch ein Schönstätter - haben der Tod gefunden. Während des Mordens beteten sie für ihre Mörder und baten Gott, er möge ihnen vergeben. Sie wurden Märtyrer der Brüderlichkeit. Dort wurde eine Kapelle zu Ehren der Martyrer errichtet. Die Patronin ist die Jungfrau Maria, die Königin des Friedens.

Verzeihung der Sünden, die unser Land begangen hat.

Warum diese Wallfahrt, nachdem die Reihe der Wallfahrten offiziell bereits abgeschlossen war? Wir sind zuerst überzeugt, dass Maria selber diese Wallfahrt wollte. Sie hatte einige Überraschungen für uns bereit.

Wir haben also beschlossen, diese Wallfahrt zu machen, auch weil das begonnene Jahr ein Jahr für das Vaterland sein soll. In den ersten drei Monaten geht es um das Verzeihen. Verzeihung, um die wir bitten und die wir andern schenken können, Verzeihung für die Sünden die im Land begangen wurden. Um konkret darum zu bitten war Buta der ideale Ort, weil dort viel Blut von Barundis geflossen ist. Das Blut so vieler Unschuldiger, das seit der Unabhängigkeit Burundis geflossen ist, ist ohne Zweifel ein Grund für den Fluch auf unserm Land. Wir mussten dorthin gehen, um im Namen aller Barundis um Verzeihung zu bitten, damit der Gott des Erbarmens uns vergeben kann und auch wieder neu seinen Segen über das Land ausgieße. Das war ein Motiv für die Pilgerfahrt.

Wir mussten auch die Märtyrer der Brüderlichkeit besuchen, um mit ihnen zusammen für den Frieden in Burundi zu erbitten. Ihr Zeugnis ist ein Zeichen, das Gott uns geschenkt hat und zugleich ist es ein Segen für Burundi, für diese Gegend und für die ganze Welt. Wir wollten, dass viele Menschen, besonders die, die noch Zweifel hatten, die Wahrheit erkennen. So wird in Buta die Botschaft wahr: "Wo die Sünde überhand nimmt, wird die Gnade übermächtig". Die Märtyrer der Brüderlichkeit haben uns bezeugt, dass das Leben den Tod, dass die Liebe den Hass besiegt und dass also der Friede den Krieg besiegen wird.

Wenn man nach Buta geht

Wenn man nach Buta geht, kann das Herz nicht ungerührt bleiben, sofern man eines hat. Wenn man nach Buta geht ist es unmöglich, nicht zu beten, wenn man im Heiligtum der Märtyrer ist. Eine ganze Nacht verbrachten wir dort im Gebet. In dieser Nacht haben wir die göttliche Macht erfahren.

Die Hl. Messe war für den 18., den Bündnistag der Schönstätter, vorgesehen. Die Zeremonien begannen mit einer langen Prozession etwa 2 Kilometer lang. Die verschiedenen Bewegungen der katholischen Aktion, unter ihnen natürlich auch die Schönstätter fanden sich am Treffpunkt ein. Mit bei der Prozession war natürlich auch die Pilgernde Gottesmutter, die Internationale Auxiliar. Es war ihre allerletzte Wallfahrt für den Frieden in Burundi.

Hauptzelebrant war Bischof Bacinoni Venant von Bururi. Er hat die Pilger empfangen, die mit Maria gekommen war und er hat gebeten, weiterhin um Frieden zu bitten. Aber der Friede wird nicht kommen wie Regen. Dafür braucht es Einsatz. Man muss ein neues Benehmen akzeptieren und beten, sich engagieren für Verzeihung und Versöhnung.

Eine grenzenlose Freude

Am Schluss der Hl. Messe war wir sehr zufrieden und sind zu den Bussen gegangen um heimzukehren. Auf dem Rückweg konnten wir noch einmal die Schönheit der Natur bewundern. Als wir zum Ufer des Tanganyika-Sees kamen, hat der Himmel uns ein besonders wertvolles Geschenk gemacht: einen außergewöhnlichen Sonnenuntergang. Die Sonne schien - ich weiß nicht was für ein Phänomen es war - zu tanzen und die Farbe zu ändern. Wir konnten sie während mehrerer Minuten beobachten. Der See war außergewöhnlich still, wie wenn er selber auch still den Himmel betrachten wollte. Die letzten Sonnenstrahlen durchdrangen die Wolken und spiegelten sich im See. Wir sind ausgestiegen um dieses Wunder zu betrachten und haben uns gefreut, dass Gott uns diese Freude schenkte. Es schien uns, Gott die Gottesmutter wollten uns nach der langen Pilgerfahrt noch kurz vor der Ankunft vom Himmel aus zulächeln und uns sagen, dass sie zufrieden seien. Ja, diese tanzende Sonne ist ein Präludium der großen kommenden Freude für die Zeit, da der Schleier der Trauer und des Todes von der Region der großen Seen weggenommen wird; wenn die Angst vor dem Morgen einer Freude ohne Grenzen weicht, wenn das Kriegsbeil endgültig begraben wird. Diese Zeit ist nicht sehr fern. Wir haben sie schon begonnen, weil die Mutter Gottes, die Königin des Friedens an unserer Seite steht und wirkmächtig für uns Fürbitte einlegt.

Ich kann nicht schließen ohne allen zu danken, die uns auf dieser Fahrt begleitet haben, für alle die gebetet haben, damit diese Wallfahrt gelingen möge. Gott segne sie alle!

Jetzt wartet ganz Burundi auf die eigene Auxiliar, die bald von Santa Maria aus nach Afrika kommt, als Frucht der Wallfahrten mit der Internationalen Auxiliar.

 


 

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Last Update: 21.01.2009