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 published: 2008-09-30

Du bewegst uns

Ein strahlendes Fest: Vierzig Jahre Parallele-Heiligtum

 

Vierzig Jahre Parallele-Heiligtum in Kösching bei Ingolstadt

Cuarenta años del Santuario en Koesching cerca de Ingolstadt

Fourty years of the Shrine in Koesching near Ingolstadt

Vierzig Jahre Parallele-Heiligtum in Kösching bei Ingolstadt

 

Jugend-Vigil: Eine Nacht mit Gott

Vigilia de la Juventud: Una noche con Dios

Youth Vigil: A Night with God

Jugend-Vigil: Eine Nacht mit Gott

 
Eine der vielen Attraktionen für die Kinder: Pfr. Schmidt (80) als Zauberer  

Una de muchas atractivos para los niños: el Padre Schmidt (80) como mago

One of the many attractions for the children: Fr. Schmidt (80) as magician

Eine der vielen Attraktionen für die Kinder: Pfr. Schmidt (80) als Zauberer

 
Angela Braun schloss an diesem Jubiläumstag ihr Liebesbündnis  

Angela Braun selló su Alianza de Amor en el Santuario Jubilar

Angela Braun sealed her Covenant of Love in the Jubilee Shrine

Angela Braun schloss an diesem Jubiläumstag ihr Liebesbündnis

 
Festgottesdienst mit Domprobst und Generalvikar Johann Limbacher  

Santa Misa con el Vicario General, el P. Johann Limbacher

Holy Mass with the Vicar General, Fr. Johann Limbacher

Festgottesdienst mit Domprobst und Generalvikar Johann Limbacher

 
Freude, die man sehen kann  

Una comunidad alegre

A joyful community

Freude, die man sehen kann

 
 

DEUTSCHLAND, mkf. Von diesem historischen 28. September wird man noch lange sprechen, sagt der Kommentator in Bayern 3. Es ist irgendwo im Stau auf der A 9, die Sonne geht langsam unter, der knallrote saftige Apfel schmeckt nach Heiligtum. Ja, das wird man, auch wenn diese Landtagswahl und die Niederlage von Bayern München längst vergessen sind. Dann wird man noch sprechen von diesem 28. September und dem strahlenden Fest rund um das Parallele-Heiligtum auf dem Canisiushof und: Du bewegst uns...

Strahlend begonnen hatte das Fest schon am Tag zuvor mit einer bewegenden Vigilfeier der Schönstatt-Jugend unter dem Thema: "Eine Nacht mit Gott – I’m a believer".

And then I saw her face: Now I'm a believer
Not a trace of doubt in my mind
I'm in love
I'm a believer
I couldn't leave her If I tried

- Und dann sah ich ihr Gesicht, jetzt bin ich ein Glaubender, keine Spur von Zweifel in meinem Sinn, ich bin verliebt, ich bin ein Glaubender: ich könnte sie nicht verlassen, selbst wenn ich es versuchte

Den Song von Neil Diamond wenden die Jugendlichen in den Texten des Pilgerwegs zum Heiligtum, in der Tauferneuerung dort und in der Anbetung hEoriginell auf Maria an und ihre Kraft, die mit Jesus verbindet, an. Das Heiligtum ist hell erleuchtet und mit einer großen gelben Schleife geschmückt wie ein Geschenk, das nur darauf wartet, endlich ausgepackt zu werden. Pfarrer Müller spricht den Jugendlichen, denen sich auch eine ganze Reihe von Erwachsenen angeschlossen haben, Mut zu, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Uni zu signalisieren: I’m a believer, ich bin ein Glaubender. In der Stille der nächtlichen Begegnung mit Jesus Christus im Heiligtum könne jede, könne jeder ein eigenes Glaubensbekenntnis schreiben: Was glaube ich? Welcher Glaube trägt mich? Was bewegt mich zum Glauben, was bewegt mich? Wann und wo ist das geschehen, dass es um mich geschehen war?

Was bringt uns in Bewegung?

Gut zehn Monate hat sich die Schönstatt-Bewegung in Eichstätt auf dieses Jubiläum vorbereitet. Das Leitwort verspricht nicht zu viel. Du bewegst uns... hat bewegt. Der bunt-bewegte Einladungsflyer mit dem bewegten Heiligtum (der nicht nur den Diözesanpräses der Nachbardiözese Bamberg überrascht hat) ist keine Mogelpackung. In diesem Fest ist drin, was draufsteht:Bewegung, Bewegung, die aus Liebe wächst, aus Liebe zu diesem Heiligtum mit der dicken gelben Schleife, diesem Geschenk des Himmels. Und der Himmel macht mit an diesem Tag, an dem zum ersten Mal ein Festzelt auf dem Gelände des Schönstattlandes steht, wie eine der Marienschwestern am Morgen bemerkt. Festzelt ja, Regenschirm nein: der Himmel ist strahlend blau ohne ein einziges Wölkchen, die Sonne gibt dem ganzen Gelände mit dem weißen Provinzhaus der Marienschwestern, den Obstbäumen mit den knallroten Äpfeln und dem fröhlichen Treiben der vielen Menschen ein mediterranes Gepräge. Und das Fest bringt auch physisch in Bewegung – an den Tagen zuvor (und nachher beim Abbauen) die vielen ehrenamtlichen Helfer, am Tag selbst die Menschen, die zwischen Heiligtum und Festzelt hin- und herpilgern, und die vielen, die dazu gekommen sind: der Bürgermeister vom Markt Kösching, von Oberdolling und Großmehring, Landrat Knapp, der Leiter der Schönstatt-Bewegung, P. Penners, Vertreter der Fokolar-Bewegung, der Chor der Kolpingfamilie und Landjugend aus Kösching, der die Messe gestaltet, die Firmen, die großzügig das Fest unterstützen, die Freiwillige Feuerwehr, die Malteser, und – erstaunlich – die Vertreter der anderen bayrischen Schönstattzentren und Österreichs. "Das ist doch selbstverständlich", sagt Ehepaar Berger, Bewegungsleiter der Schönstatt-Bewegung in Österreich, die sich als "lebendige Verbindungslinie der vernetzten Heiligtümer" vorstellen. Das Heiligtum auf dem Kahlenberg ist 14 Jahre jünger. Dankbesuch bei der älteren Schwester, sozusagen... Was ihr hier an Öffentlichkeitsarbeit für Kösching macht, das könnte der beste Marketingexperte nicht bringen, sagt Bürgermeister Max Schöner. Und er möchte mit der Schönstatt-Bewegung zusammen zur Dreimal Wunderbaren Mutter beten, dass sie ihre Hand über Bayern hält...

Pater Dr. Lothar Penners deutet in seinem Grußwort den Namen "Parallele-Heiligtum" nicht nur geschichtlich im Blick auf das benachbarte Ingolstadt und Pater Jakob Rem, sondern in der Dimension der großen Parallele des Vater unsers: Wie im Himmel so auf Erden.

Die jungen Moderatoren führen geschickt durch das Festprogramm, Lieder, Austausch in Kleingruppen, Zeugnisse und köstliche Auftritte wie der seiner Pfarrei für Pfr. Schmidt, der gerade doppelt so alt geworden ist wie das eigentliche Geburtstagskind, wechseln locker ab. Pfarrer Maurer erzählt aus der Anfangszeit. "Und was ist das jetzt, dem Heiligtum einen Glückwunsch schreiben?" fragt eine Frau etwas verunsichert. "Einem Haus kann man doch nicht schreiben?". Doch, sagt ihre Banknachbarin. Ich schreibe gerade: "Mein liebes Heiligtum, ich wünsche dir ganz viele Pilger jeden Tag..." "Wie einem Menschen?" Ja, ich hab das Heiligtum lieb, wie einen lieben Menschen. "Liebes Heiligtum, ich wünsch dir..." Und es bewegt wieder jemanden.

Im Bund mit dir gehen wir durch unser Jubiläumsjahr

Im Bund mit dir gehen wir durch unser Jubiläumsjahr, so hat die Eichstätter Schönstattfamilie fast ein Jahr lang gebetet. Und an diesem 28. September geht sie mit vielen Gästen im Bund mit ihr durch das Gelände, wo eine Fülle liebevoll vorbereiteter Angebote auf Groß und Klein warten. "Ich ging ja gerne zu dem Angebot über Agnes Regensburger, die hat ihr Leben für das Heiligtum angeboten, das muss man sich mal vorstellen", sagt Monika W. "Und den Pfarrer Schmidt als Zauberer, das muss man gesehen haben! Und das von der Entstehung, wie der Pfarrer Maurer das erzählt..." Die Entscheidung, was von all dem sie besuchen wird, ist ihr allerdings abgenommen. Sie ist voll aktiv beim Kinderprogramm! "Die Stille tut so richtig gut", sagt ein Ehepaar beim Verlassen der Hauskapelle. Die Gruppe, die mit Schw. Elinor am Heiligtum ankommt nach der ausgedehnten Führung über den Canisiushof, ist etwas müde, aber hoch motiviert. Ins Heiligtum hinein können sie allerdings gerade nicht, denn dort ist die Schönstatt-Bewegung Frauen und Mütter drin. Angela Braun schließt an diesem Jubiläumstag ihr Liebesbündnis, im Beisein ihrer ganzen Familie. Losverkäufer bewegen sich zielstrebig auf jeden einzelnen Pilger zu, bei der Zaubervorstellung von Pfr. Schmidt strahlen große und kleine Kinder um die Wette, im Provinzhaus, im Tagungshaus, auf dem Gelände, bei den Zelten und Infoständen, überall ist Bewegung. Und immer wieder sitzen die Menschen ganz entspannt auf den Bänken unter den Obstbäumen, genießen Kaffee und Kuchen, Aussicht und Zusammensein.

Mut für die Aufgaben, die vor uns liegen

Die Zahl der Besucher wächst deutlich mit jeder Stunde; als es schließlich Zeit ist zum Festgottesdienst, passen die Besucher nicht hinein ins Zelt, und so werden davor und an der Seite Bänke zugestellt. Domprobst und Generalvikar Limbacher ist Hauptzelebrant; er deutet die Lesungen des Tages im Blick auf das Motto des Festtages und stellt Maria als Mutter der Glaubenden vor Augen. Durch einen Tag wie diesen könne man wieder Mut finden für die Aufgaben, die vor uns liegen. Es gelte, den Anruf des Herrn zu hören wie Maria.

In einem originell gestalteten Gabengang bringen Vertreter der Schönstattfamilie Symbole des Einsatzes im letzten Jahr zur Verschönerung von Heiligtum und Gelände. Was da in Holzbank, Spielgerät und Obstkiste ausgedrückt wird, lässt ahnen, mit wie viel Einsatz, aber auch mit wie viel Freude da gesorgt wurde, dass der Platz vor dem Heiligtum einladend wird, dass Menschen in der Nähe des Heiligtum sitzen und Kinder hier spielen können...

Zum Abschluss ziehen alle zum Heiligtum hinauf, wo das Fest am Morgen auch mit einer schönen, symbolträchtigen Statio begonnen hatte. Es ist Zeit der Aussendung, Zeit, bewegt vom Heiligtum in den Alltag zu gehen.

Und dann ist das Fest zu Ende – oder nein, doch noch nicht ganz! Am Ende des Weges vom Heiligtum zurück wartet eine riesige Geburtstagstorte darauf, verspeist zu werden. Und auf einmal hat es keiner mehr so wirklich eilig, nach Hause zu kommen... Mit einem Stück Torte (oder einem knallroten Apfel) in der Hand fängt man noch einmal an, miteinander zu reden und sich zu freuen an diesem strahlenden Fest...

Ein strahlendes Fest an einem strahlenden Tag

Un día de cielo

A radiant day

Ein strahlendes Fest an einem strahlenden Tag

Fotos:  K. Fischer © 2008

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum  Vigil

 


 

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Last Update: 30.09.2008