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 published: 2007-12-07

Nicht auf den Staat warten, sondern als Christen Verantwortung übernehmen

Sendungsfeier der Akademie für Ehe und Familie: Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Freiburg, überreichte den Absolventen in Oberkirch die Zertifikate als Familientrainer

 

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch überreicht den Absolventen-Ehepaaren der Akademie für Ehe und Familie ihre Zertifikate

Mons. Robert Zollitsch entrega los certificados a matrimonios que terminaron con sus estudios en la Academia para Matrimonio y Familia

Archbishop robert Zollitsch gives the certificates to couples who finished their studies at the Academy for Family and Marriage

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch überreicht den Absolventen-Ehepaaren der Akademie für Ehe und Familie ihre Zertifikate

 

Blick ins Publikum  Kinder in der ersten Reihe!

Publico: los niños en primera fila

Audience: children in the front row!

Blick ins Publikum – Kinder in der ersten Reihe!

 
Maria Theresia and Dr. Hubertus Brantzen  

Maria Theresia y Dr. Hubertus Brantzen

Maria Theresia and Dr. Hubertus Brantzen

Maria Theresia and Dr. Hubertus Brantzen

 
Die Ehepaare präsentierten ihre Themen  

Los matrimonios presentaron sus temas

The couples presented their themes

Die Ehepaare präsentierten ihre Themen

 
Sendungsgottesdienst  

Misa de envío

Holy Mass with mission

Sendungsgottesdienst

 
Symbole der Ehepaare

Simbolos de los matrimonios

Symbols of the couples

Symbole der Ehepaare

 
Ehepaare, die etwas tun wollen für Ehe und Familie  

Marrimonios que quieren fortalecer a otros matrimonios

Couples who want to make a difference

Ehepaare, die etwas tun wollen für Ehe und Familie

Fotos: POS Fischer © 2007

Álbum de fotos – photo album – Fotoalbum

 

 

 

DEUTSCHLAND, mkf. "Das Bild der Familie als Nährboden für ein gelingendes Leben auch und gerade heute zu verkünden" bezeichnete Erzbischof Dr. Robert Zollitsch am ersten Adventssonntag als eine der vordringlichen Aufgaben der Kirche; allerdings dürfe dies "nicht nur in schönen Sonntagsreden geschehen". Es werde "nur dort auch den benötigten Resonanzkörper finden, wo durch das praktische Leben und das erfahrene Beispiel die Familie als Keimzelle des Lebens augenscheinlich wird", so Zollitsch bei der kirchlichen Sendungsfeier für die Absolventen der Akademie für Ehe und Familie im Schönstattzentrum Oberkirch. Acht Ehepaaren überreichte er das Zertifikat, das sie nach erfolgreich absolvierter zweijähriger Ausbildung als Familientrainer ausweist. "Ich bin froh und dankbar, dass Sie hier gerade ansetzen. Nicht, indem Sie irgendwelche Statistiken führen, kluge Reden halten oder auf den Staat warten, sondern indem Sie als Christen Verantwortung übernehmen!"

Ziel der Akademie, so Ehepaar Maria Theresia und Prof. Dr. Hubertus Brantzen, Mainz, sei nicht einfach Lobbyarbeit für Familien, sondern die Befähigung überzeugter Ehepaare, andere in Ehe und Familie zu bestärken. "Es geht um eine Stärkung der Basiskompetenz als Ehepaar", so Brantzen. Jedes Ehepaar suche sich dann, den eigenen Anliegen und Stärken entsprechend, pastorale Einsatzfelder in der Kirche, im Bereich der Erziehung oder im nachbarschaftlich-beruflichen Lebensumfeld. Aus der Spiritualität Schönstatts schöpfend, ist die Akademie für Ehe und Familie offen für alle Ehepaare, die bereit sind, in ihre eigene Beziehung zu investieren, interessiert sind, neue Perspektiven und Verhaltensweisen für ihre Ehe zu entwickeln, eine religiöse Grundorientierung mitbringen und bereit sind, zu der wissenschaftlichen Auswertung der Ausbildung beizutragen. Die Akademie befähigt zu einem bewussten und kompetenten Auftreten als Eheteam, vermittelt fundiertes Wissen zu relevanten Themen von Ehe und Familie, und methodisches Know-how in Rhetorik, Präsentation und Moderation.

Themen, die bewegen, bewegen

In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Kirche - allen voran Erzbischof Dr. Robert Zollitsch -, der Presse, der Kurs- und Akademieleiter sowie ihrer Gäste zeigten die acht Absolventen-Ehepaare dann in kurzen Statements, was ihnen die Akademie gebracht und zu welchem Thema sie "gebucht" werden können. So sind manchen Ehepaaren Symbole und Rituale wichtig geworden, andere haben entdeckt, dass die oft aufgabenlösungsorientierte Kommunikation im Alltag nicht reicht, um als Ehepaar miteinander in der Tiefe im Gespräch zu bleiben. Darum braucht es eine Zeit für das "Ehegespräch". Spurensuche nach der Führung Gottes im eigenen Leben und im Leben als Familie ist das Lieblingsthema Klaudia und Bruno Kulinsky aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart geworden. "Das hilft, dem Leben einen Kurs zu geben!". Die eigenen Kinder religiös zu erziehen, so Ehepaar Seckinger, "verlangt von uns als Eltern, echt und authentisch zu leben gegenüber unserer Kindern". Sie haben im zweiten Jahr der Akademieausbildung ein "ABC der religiösen Erziehung ausgearbeitet, das sie anderen Familien anbieten wollen. Dass nicht nur jeder Mensch, sondern jedes Ehepaar einmalig ist, und dass es lohnt, Gottes Spuren im Ehealltag zu entdecken, begeisterte Ehepaar Margit und Joachim Swientek vom Institut für Weltevangelisierung - ICPE-Mission in Oppenau/Allerheiligen. Sie hatten bei einem Gespräch mit Rektor Birkenmaier von der Möglichkeit der Akademie direkt vor der Haustür erfahren. Dass sie "als Ehepaar in die Akademie hinein- und als Familie herausgekommen" sind, freute Ehepaar Beate und Dr. Christian Glöggler ganz besonders. Sie möchten Ehepaare einladen, gerade auch bei der Feier der heiligen Messe liturgiebegleitende Rituale zu pflegen. "Wenn man als Ehepaar beim Vaterunser einander an der Hand hält, dann ist das einfach etwas, das auch im Alltag Kraft gibt."

Leben entzündet sich am Leben

"Das positive Beispiel ist es, das Kräfte freisetzt und andere motivieren kann. Wir wissen das von uns selbst, wenn wir uns an Menschen orientieren, die durch ihr gelebtes Zeugnis in uns neue Energien freisetzen, die uns den Mut geben, neu aufzubrechen. Denn Leben entzündet sich am Leben", zitierte Erzbischof Zollitsch Pater Josef Kentenich, den Gründer der Schönstattbewegung, an deren Familienspiritualität sich die Akademie für Ehe und Familie orientiert. "Nicht zuletzt durch das Fordern zahlreicher, auch sinnvoller Gebote kann eine Veränderung im Denken einsetzen, sondern vor allem durch das gelingende, froh machende Beispiel. Das ist die Waffe des Lichtes, die uns gegeben ist, und von der wir durchaus Gebrauch machen dürfen. Denn es ist eine Waffe, die keine Verwundungen herbeiführt. Es ist eine Waffe, die das Leben hervorbringt und entstehen lässt, und damit ist sie vor allem das Licht, das unsere Welt so sehr braucht."

Zur Gabenbereitung brachten die Absolventen originelle Symbole zum Altar, die noch einmal ausdrückten, was sie bewegt, was sie mitnehmen und in den Alltag und Einsatz für die Familien tragen möchten.

Spritzig und tiefsinnig war der Dank an die Kurs- und Akademieleiter am Schluss der musikalisch sehr ansprechend gestalteten heiligen Messe; Erzbischof Zollitsch erhielt einen Krug.

Mit einem festlichen Mittagessen klang die Sendungsfeier aus.

Im Februar beginnt in Oberkirch ein neuer Kurs der Akademie für Ehe und Familie. Noch einige wenige Plätze sind frei.

Die Akademie für Ehe und Familie steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Mainz, Kardinal Karl Lehmann.

Akademie für Ehe und Familie: www.akademie-ehe-familie.de

Die internationale katholische Nachrichtenagentur Zenit berichtete bereits am 5. Dezember von der Sendungsfeier in Oberkirch

 

 

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Last Update: 07.12.2007