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 published: 2007-10-23

Angstfrei das Liebesbündnis leben

Feier und Herausforderung: Impressionen vom 18. Oktober und dem Oktober-Wochenende in Johannesburg, Südafrika

 

Oktobertagung in Johannesburg, Südafrika

Jornada de Octubre en Johannesburgo, Sudáfrica

October Weekend in Johannesburg, South Africa

Oktobertagung in Johannesburg, Südafrika

 

Prozession zum Aurum Patris-Heiligtum

Procesión al Santuario “Aurum Patris”

Procession to the  Aurum Patris Shrine

Prozession zum Aurum Patris-Heiligtum

 
Im Heiligtum  

En el Santuario

In the Shrine

Im Heiligtum

Fotos: Sarah-Leah Pimentel © 2007

 
   

SÜDAFRIKA Sarah-Leah Pimentel. Die Schönstattfamilie von Johannesburg , Südafrika, hat am 13./14. Oktober ihr Oktober-Wochenende begangen. Während dieser beiden Tage waren gut 200 Personen zusammen. Thema des Wochenendes war: Liebe, die bewegt.

Am Samstagmorgen ging es mit einem besonderen "Leckerbissen" los: heilige Messe mit einem Schönstattpater, Pater Michael Hagan, der eigens von Kapstadt gekommen war. In seiner Predigt sprach er von den Unsicherheiten der Zeit besonders in Südafrika. Die Konsequenz - Angst und Konservativismus in Leben und Glauben – hindert die echte Liebe.

Nach heiliger Messe und einer kurzen Teepause erfuhrt die Familie von den verschiedenen Aktivitäten der Gliederungen und Gemeinschaften im vergangenen Jahr. Die kurzen Berichte zeigten ein fruchtbares Jahr mit der Wallfahrt mehrerer Mitglieder des Mütterbundes nach Milwaukee im vergangenen September, der Mitwirkung von Mitgliedern der Familienliga an einem Diözesanprogramm zur Erneuerung des Familienlebens, der Arbeit der Marienschwestern zum Aufbau Schönstatts in Kenia und verschiedenen Jugendprojekten der Jungen Berufstätigen Frauen.

Antwort auf die Herausforderungen der nachchristlichen Zeit

Pater Michael Hagan sprach im folgenden Vortrag davon, wie man aus Liebe und Freiheit in der "nach-christlichen", ungemein rasant sich wandelnden Zeit leben kann. Die Antwort auf diese Herausforderung sei das Liebesbündnis. Im Leben aus dem Liebesbündnis beginnt man, die eigene Identität zu festigen und sich so von dem zu befreien, was einen fesselt. Auf dem Weg zu größerer innerer Freiheit wachse auch die Fähigkeit, Gott und den Nächsten so zu lieben, dass man dafür eigenes Leid in Kauf nimmt.

Anschließend ging es in kleinen Gruppen darum, ausgehend von diesem Vortrag konkrete praktische Vorschläge zu erarbeiten; jede Gruppe fasst die Ergebnisse auf einem Arbeitsblatt zusammen als Grundlage für die Erarbeitung des Mottos für das kommende Jahr. Nach einem einfachen Mittagessen kamen alle zu einer Stunde eucharistischer Anbetung zusammen. Dabei betrachteten sie, wie die erste Liebe der Schönstatt-Helden aus einer innigen Beziehung zu Jesus Christus gewachsen war.

Dann war es Zeit für den Höhepunkt des Tages: die Suche nach dem Motto für 2008. Innerhalb von ganzen 45 Minuten war es soweit - sie hatten ein Motto gefunden, mit dem die Familie gerne das nächste Jahr streben möchte. Dass es so schnell ging, lag auch am ausgezeichneten Moderator dieses Wochenendes, Tony Joseph, der die Sitzungen locker und fröhlich bleiben ließ und gleichzeitig dafür sorgte, dass alle beteiligt waren, als es schließlich hieß: Herausgefordert, angstfrei das Liebesbündnis zu leben.

Von Liebe bewegt

Der Sonntag begann mit einer Anbetungsstunde im Heiligtum unter dem Leitwort: Paulus - Liebe, die bewegt. Wie kann die eigene Liebe so verzehrend werden wie die des Heiligen Paulus? Dem folgte ein Vortrag von Schwester Joanne über zwei starke und oft gegensätzliche Triebkräfte: Liebe und Angst. Sie erklärte, dass Liebe eine gottgegebene Kraft ist, und dass Angst oft von der Liebe abhalte. Sie forderte die Teilnehmer auf, Angst zu verringern, so dass die Liebe wachsen könne. In Schönstatt, im Liebesbündnis verwurzelt und daraus motiviert, könne man beginnen, angstfreier zu leben und zu lieben. Man könne so auch, ausgehend von der Motivation, andere zu Schönstatt führen und vor allem: in die Liebe Gottes. Dann verbanden sich die Teilnehmer per Telefon mit verschiedenen Mitgliedern der Schönstattfamilie weltweit und fragten sie nach ihrer Motivation für Schönstatt.

Luciana und Edso Mocelin aus Brasilien (Familienbund) erzählten, wie sie ihre junge Ehe und Familie aus dem Liebesbündnis gestalten, und wie sie auch aus dem Liebesbündnis heraus anderen Familien Anregung geben, in der Hieligtumspastoral mitwirken und in der Redaktion der nationalen Schönstatt-Zeitschrift tätig sind. Manuela Mañanes aus Argentinien war in Schönstatt; sie nahm alle mit zum Urheiligtum. Sie erzählte, wie sie aus dem Liebesbündnis heraus an einem Projekt arbeitet, bei dem in Zukunft junge Erwachsene aus der Schönstatt-Bewegung an Schönstattzentren in anderen Ländern helfen können. Beth Rockers aus den USA schließlich sagte, ihre Motivation für Schönstatt habe etwas mit dem Internationalen zu tun, und dass sie weiter in der Mädchenjugend führend tätig sei, obwohl sie zur Zeit sechs Stunden vom nächsten Heiligtum entfernt wohnt.

Heilige Augenblicke: Bilder, Unterhaltungen, Gottesdienst

Der Vortrag endete mit Fotos von Schwester Joannes Fahrt nach Burundi von Kenia aus; sie zeigte Bilder vom 15. August, wo 12.000 begeisterte Menschen sich am Heiligtum versammelten... Mit so vielen interessanten Motivationen ausgerüstet, waren alle bereit zum Mittagessen, und die Unterhaltung setzte sich nahtlos fort bis zur Messe. Diese wurde von Pfr. Michael Wuestenberg gefeiert, der ausgehend von den Tageslesungen von der Bedeutung des Heilens und Heilwerdens sprach. Nach der Messe ging es in Prozession zum Heiligtum, wo die Bilder der Pilgernden Gottesmutter neu gesegnet wurden und zwei Familien ihr Liebesbündnis erneuerten.

Das ganze Wochenende hatten sie wunderbares Wetter, obwohl Gewitter vorausgesagt waren. Kaum dass das Treffen zu Ende war, zogen sich dicke Wolken zusammen und es begann zu regnen, so dass alle zu den Autos rannten!

Frucht des Liebesbündnisses

Die "Oktoberwoche" endete am Donnerstagabend, 18. Oktober, mit der Bündnismesse beim Heiligtum. Nachdem den ganzen Tag über sorgenvolle Blicke zum Himmel gegangen waren, hellte es sich genau zur Messe auf. Pfr. Wuestenberg erinnerte an die Einweihung des Heiligtums vor 32 Jahren und lud sie ein, an die Früchte zu denken, die sie in dieser Zeit zu diesem "Tempel des Herrn" getragen haben, aber auch, welche Früchte sich in ihrem Leben und dem anderer seitdem gezeigt haben.

In diesem Sinn wurden sie ausgesandt, die Sendung des heiligen Lukas zu erfüllen und die Frohe Botschaft als lebendige Steine des Tempels Gottes zu verbreiten.

Die Feiern dieser Woche haben die Familie von Johannesburg neu geeint und die Gelegenheit gegeben, Erfahrungen auszutauschen, neue Anregungen aufzunehmen und sich neu zu entscheiden, angstfrei das Liebesbündnis zu leben.

 

 

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Last Update: 02.11.2007