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 published: 2007-06-28

Langsam sterben die Zeitzeugen aus, jetzt müssen wir etwas tun

Junge Erwachsene nutzen die Chance auf neue Art von Pater Kentenich zu lernen

 

Die “Kentenich-Akademie” war eine Initiative junger Leute

La „Academia Kentenich“ fue una iniciativa de jovenes

The “Kentenich Academy” was an initiative of young people

Die “Kentenich-Akademie” war eine Initiative junger Leute

 

SCHÖNSTATT, Birgit Maier. Haben junge Erwachsene Interesse an Pater Kentenich? Ist dieses Interesse so groß, dass sie dafür vier freie Wochenenden in einem Jahr investieren? Gibt es Referenten, die jungen Erwachsenen einen Zugang zu Pater Kentenich vermitteln können? Wollen junge Erwachsene aus der Annäherung an Pater Kentenich Ideen für ihre Generation entwickeln? Diese Fragen standen am Anfang der Planung zur Kentenich Akademie.

Grundidee der Kentenich Akademie ist, jungen Erwachsenen eine vertieften Zugang zur Person zum Leben und Werk Pater Kentenichs zu ermöglichen. Inzwischen sind die vier Veranstaltungen der Akademie vergangen. Im Interview mit Pfarrer Dr. Bernd Biberger, Leiter der Kentenich Akademie, wird Bilanz gezogen.

Wie sind Sie aus Sicht des JKIs (Josef-Kentenich-Institut) zufrieden mit dem Verlauf der Akademie?

Ich bin froh um die Initiative von Seiten des Jungen Schönstatts. Diese und die hohe Teilnehmerzahl (mit 20 haben wir die geplante Obergrenze erreicht) zeigen deutlich das große Interesse, sich mit Pater Kentenich und mit den Grundsätzen Schönstatts auseinander zu setzen, auch auf einer wissenschaftlichen Basis. Dies zu ermöglichen, dafür ist das JKI gegründet worden.

Was ist nach Ihrem Empfinden aus den Feedbackgesprächen mit den Referenten der beiden ersten Treffen, Sr. Doria und Pater Schmiedl, die Wahrnehmung von den Teilnehmern und der Akademie?

Sr. Doria und Pater Schmiedl waren beide sehr angetan vom großen Interesse der Teilnehmer an den Themen sowie von der Bereitschaft, sich auf die Gestaltung der Treffen einzulassen. Besonders die Bereitschaft zum Gespräch und zur Diskussion erleichterte es den Referenten, sich, ihr Wissen und ihren Zugang einzubringen. Sowohl die Auseinandersetzung mit Gründungsvorgängen in Schönstatt, nicht nur 1914, als auch die Beschäftigung mit dem Liebesbündnis in seinen verschiedenen Dimensionen hat bei den Teilnehmern ein Nachdenken ausgelöst.

Was waren die Schwerpunkte der 3. und 4. Veranstaltung mit Frau Dr. Pollack und Herrn Msgr. Dr. Wolf als Referenten?

Anliegen der Pädagogik Pater Kentenichs war die Erziehung des neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft. Dieser zeichnet sich durch ein ganzheitliches, Pater Kentenich sagt organisches, Denken, Leben und, auch das beachte man, Lieben aus. Für dieses Anliegen war Pater Kentenich sogar bereit, ins Exil zu gehen. Dieser inhaltliche und geschichtliche Bereich wurde beim dritten Treffen aufgegriffen. Pater Kentenich wollte mit seiner Gründung kein Privatunternehmen oder ein Sondergrüppchen gründen, sondern er verstand seine Initiative immer als ein Angebot für die Kirche und als Möglichkeit, die heutige Gesellschaft mitzugestalten. Deshalb wendeten wir uns im vierten Treffen der Frage zu, wie wir in der heutigen Gesellschaft Christ sein können und wie das Kirchenverständnis Pater Kentenichs ausgesehen hat. Mit Fr. Dr. Pollak haben wir ja eine Referentin gewonnen, die als Frau in einer exponierten kirchlichen Leitungsaufgabe tätig ist und in der Diözese Mainz den schulischen und universitären Bereich mitverantwortet. Das ist eine der zentralen Schnittstellen zwischen Kirche und Gesellschaft.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an der Kentenich Akademie?

Eigentlich sind es drei Dinge, die diese Akademie ausmachen: Die engagierte Mitarbeit der Teilnehmer, die Tatsache, dass es uns gelungen ist, Mitglieder verschiedenster Gliederungen einzubinden und so Schönstatt auch in dieser Hinsicht in seiner Vielfalt widerzuspiegeln sowie die Verbindung von Inhalten und Lebensvorgängen. In jedem Treffen wird ein Ort aufgesucht, der mit dem Thema und mit Pater Kentenich in Verbindung steht. Die Verbindung von Ort und Inhalt gibt dem Kentenich-Studium noch einmal eine eigene Qualität.

Gibt es Überraschungen, besondere Erkenntnisse, Dinge wodurch Sie als Leiter der Akademie bereichert werden?

Als Leiter werde ich zunächst einmal durch die Beiträge und die Offenheit der Teilnehmer, von denen ich einige seit vielen Jahren aus meiner früheren Tätigkeit in der Jugendarbeit kenne, bereichert. Darüber hinaus tut es auch mir gut, zu erleben, wie die Referenten in ihrer eigenen Art die (bekannten) Inhalte darlegen, dann werden auch für mich neue Zusammenhänge sichtbar.

Von einigen Teilnehmern kam am Ende der Kentenich Akademie das Feedback: Jetzt habe ich Pater Kentenich viel besser verstanden und seine prophetische Sendung auch für mich noch einmal neu entdeckt.

Treffen der Kentenich-Akademie

Reunión

Meeting

Treffen der Akademie

Fotos: Maier © 2007


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Last Update: 28.06.2007 Mail: Editor /Webmaster
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