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 published: 2004-01-09

Unser Gründer spricht zu uns

Leben mit dem Charisma und Wort des Gründers - Januar 2004: Vom Schatten Gottes

Alle Ereignisse meines Lebens sind ein Schatten Gottes. In allen Situationen "huscht" Gott mit seinem "Schatten" an uns vorbei. Hinter dem Schatten steht Gott, nicht bloß der Gott, der etwas von mir will, sondern auch der Gott, der mir etwas schenkt.

(Pater Josef Kentenich in "Gott, wo bist du?" S. 47)

 

jmk. In meiner Kindheit wollte ich den lieben Gott gerne einmal sehen. Ich fragte meine Oma danach, denn sie schien mir in solchen Fragen kompetent. Die Antwort damals enttäuschte mich. Meine Oma erzählte mir die Geschichte von Mose, der den Herrn von Angesicht zu Angesicht schauen wollte. Gott antwortete ihm: "Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen um am Leben bleiben." (Ex 33,20) Doch führte er Mose in einen Felsspalt hinein, legte die Hand auf seine Augen, bis er vorübergezogen war. Dann zog er seine Hand weg, so dass Mose den Rücken des Herrn sehen konnte.

Später, als ich erwachsen war, begegnete mir der oben genannte Text von Pater Kentenich und ich erinnerte mich an meine Kindheitsfrage. Es schien mir wie eine erneute Antwort auf meine damalige Frage. Nein, Gott wirklich sehen können wir zu Lebzeiten nicht. Wir würden, so sagt uns die Hl. Schrift, sein Licht nicht aushalten können. Aber Gottes "Schatten" begegnet uns täglich. Ja, alle Ereignisse meines Lebens sind gleichsam ein Schatten Gottes. Dahinter steht Gott und es ist ein Gott, so sagt Pater Kentenich, der uns seine Liebe schenken will.

Gottes Schatten war an mir vorbeigehuscht!

Vor einiger Zeit musste ich plötzlich ins Krankenhaus und mich einer Operation unterziehen. Eine für alle wohl unangenehme Situation. Ob Gott wohl auch im Krankenhaus zu finden war? Das erste, was mich im Krankenzimmer erwartete, war eine junge Frau, die mich freundlich begrüßte. Schon bald stellte sich heraus, dass sie die gleiche Operation bereits hinter sich hatte, die mir noch bevorstand. Sie machte mir Mut und beantwortete meine besorgten Fragen. Ich spürte, dass ich gleich etwas ruhiger wurde. Gottes Schatten war an mir vorbeigehuscht!

Als ich aus der Narkose erwachte, beugte sich sogleich ein Krankenpfleger über mich und sagte: "Frau X., sie haben alles gut überstanden!" Gottes Schatten war an mir vorbeigehuscht!

In den ersten Tagen durfte ich das Bett nicht verlassen, doch hatte ich großen Durst und kein Wasser mehr. Gerade als ich überlegte, ob ich nach der Schwester schellen sollte und mir eine neue Flasche Wasser erbitten sollte, kam meine Bettnachbarin ins Zimmer und sagte: "Ich habe Ihnen auch gleich eine Flasche Wasser mitgebracht; sie dürfen ja noch nicht aufstehen." Gottes Schatten war an mir vorbeigehuscht!

Das Wort unseres Vaters und Gründers regt mich an, auch im neuen Jahr den Schatten Gottes in meinem Alltag zu suchen. So kann ich Ihm begegnen, auch wenn ich sein Angesicht erst im Tode schauen darf.

Mein Wort von Pater Kentenich

Gibt es ein Wort Pater Kentenichs, das Sie besonders angesprochen hat? Gerne würden wir es in den kommenden Monaten des Jahres veröffentlichen. Natürlich behandeln wir Ihren Artikel diskret und veröffentlichen ihn auf Wunsch anonym. Es geht uns darum, uns gegenseitig ein wenig davon mitzuteilen, wie wir aus dem Charisma unseres Gründers leben. Wenn sie möchten, schreiben Sie an

PressOffice Schönstatt
z.Hd. Sr. Kornelia Fischer
Höhrer Str. 84
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E-Mail: pressoffice@schoenstatt.de

Auf Wunsch helfen wir auch bei der Formulierung des Textes!

Ein Wort für jeden Tag des Jahres: Pater-Kentenich-Telefon auf www.schoenstatt.de


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