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 published: 2003-10-16

Das Licht brennt für sie...

Apostolisches Engagement "im Schatten des Heiligtums"

Christel y Dietmar Heger: Conferencias para matrimonios

Christel and Dietmar Heger: Monday night talks for couples

Christel und Dietmar Heger: Am Montagabend - Familien im Gespräch

 

P. Stefan Strecker con Martin Schneider, Georg Zimmer, Thomas Röder: "Escuela de la vida"

Fr. Stefan Strecker with Martin Schneider, Georg Zimmer, Thomas Röder: School of life

P. Stefan Strecker mit Martin Schneider, Georg Zimmer, Thomas Röder: Lebensschule München

 

P. Stefan Strecker, Munich

Fr. Stefan Strecker, Munich

P. Stefan Strecker, München

 

Franz Bradler (der.), Karl Katz: Día del hombre

Franz Bradler (r.), Karl Katz: Day for Men

Franz Bradler (r.), Karl Katz:Männertage

 

Un grupo de la Rama de Hombres, cantando el lema

A group of the Men's League, singing the years' motto

Einige Männer aus der Männerliga singen die neue Jahreslosung

 

Karl-Heinz y Bärbel Olbing, Borken: la Mater con los soldados

Karl-Heinz and Bärbel Olbing, Borken: the MTA with the soldiers

Karl-Heinz und Bärbel Olbing, Borken; die Gottesmutter bei der Bundeswehr

 

Hna. M.Asunción, superiora de las Hermanas en Roma

Sr. Asunción, superior of the Schoenstatt Sisters in Rome

Sr. Asunción, Oberin der Schwesternfiliale in Rom

 

El Gobernador Stanislav Juránek, Chequía

Governor Stanislav Juránek, Czech Republic

Landeshauptmann Stanislav Juránek, Tschechien

 

Moderator: P. Ulrich Schäfer, Fulda

Moderator: Fr. Ulrich Schäfer, Fulda

Moderation: Pfr. Ulrich Schäfer, Fulda

 

Se siente el entusiasmo para el apostolado

You feel the longing to set and out and share Schoenstatt

So etwas wie "Sendungslust" spurt man da

 

Fotos: POS, Brehm © 2003

 

SCHOENSTATT, mkf. Die Gottesmutter bei der Bundeswehr, und ein Ministerpräsident, der ein Heiligtum bauen will - doch, das ist möglich! "Im Schatten des Heiligtums" entscheiden sich nicht nur, wie Pater Kentenich vor fast 75 Jahren, die Geschicke von Welt und Kirche wesentlich mit, da wachsen auch Menschen, die einfach glauben und einfach anfangen, weiterzugeben, was sie selbst stark und reich macht - oder besser: nicht das, sondern die. Die Gottesmutter und mit ihr Jesus, den Weg, die Wahrheit, das Licht.

Pfarrer Ulrich Schäfer, Schönstatt-Priesterbund, neuer Diözesanpräses in Fulda, moderierte den "Apostolatsnachmittag", seit zwei Jahren Bestandteil der Oktoberwoche und Geheimtipp für viele. "Da kommt nichts mehr gegen an," sagt eine Frau vom Familienbund auf dem Weg zum Parkplatz. "Das war ja nur stark, was der Soldat macht..." - "Bis jetzt hat mich das mit Europa eigentlich bloß aufgeregt, aber wie der tschechische Politiker die Europafahne nahm und mit der Gottesmutter in Verbindung gebracht hat, da hat es mich gepackt," sagt Hannelore Spannagel. "Das ist was, dafür kann ich mich begeistern - nein, dafür kämpf ich jetzt sogar!"

Am Montagabend - Familien im Gespräch

Bewusst ein Titel, der an die Gespräche Pater Kentenichs mit Familien in Milwaukee erinnert, bewusst das Haus der Familien als Veranstaltungsort: Christel und Dietmar Heger aus der Schönstatt-Familienbewegung Trier, Mitglieder im Kuratorium des Hauses der Familie, stellen die "Montagabendgespräche". Der Ansatz ist denkbar einfach: Familien aus der Schönstatt-Bewegung suchen und formulieren ein Thema, das sie bewegt, und das sie erfahrungsgedeckt weitergeben an andere Familien. Die Themen gehen nicht aus, weil sie aus dem Leben kommen. Zweidrittel der Teilnehmer, so die Referenten, sind Nicht-Schönstätter. Mit einem Angebot ohne Anmeldung, zeitlich absehbar und begrenzt (zwei Stunden) und ohne direkte oder indirekte Einladung zu regelmäßiger Teilnahme glückt es, Familien mit Schönstatt in Berührung zu bringen - und auch, Medien und Politik auf die Familienspiritualität Schönstatts aufmerksam zu machen.

Ein Modell vom Ort Schönstatt, das vielleicht auf an anderen Orten durchführbar wäre, meinen die beiden. Familien, die das Gespräch suchten, gebe es überall...

Lebensschule München - ein WG im Schatten des Heiligtums

Pater Stefan Strecker stellte zusammen mit Georg Zimmerer, Thomas Röder und Martin Schneider die "Lebensschule" vor: eine Wohngemeinschaft von jungen Männern, die studieren, ein soziales Jahr machen oder einem Beruf nachgehen, und das ein Jahr lang in München tun wollen, in Gemeinschaft mit anderen und in der Nähe des Heiligtums. Die drei Teilnehmer der drei bisherigen Lebensschulen machten in ihren sehr persönlichen Zeugnissen deutlich, was die Lebensschule ist: eine Hilfe zur Lebens- und Berufsentscheidung, eine Glaubensschule, ein tieferes persönliches Aneignen Schönstatts, Hilfe zur Festigung der Persönlichkeit und zum Erleben von Freundschaft und Verantwortung. Georg Zimmerer studiert Soziologie und hat eine starke Förderung des geistlichen Lebens erfahren, Thomas Röder studiert Theologie und schreibt seine Diplomarbeit über das Persönliche Ideal, und Martin Schneider erinnert sich gern an das Abendgebet direkt bei der Gottesmutter... Pater Strecker macht deutlich, was die Lebensschule nicht ist: weder Auszeit noch Caritas-Projekt, und vor allem: kein berufungspastorales Projekt, aus dem zukünftige Schönstatt-Patres oder Priester wachsen sollen! Im Moment läuft die vierte Lebensschule mit sechs Teilnehmern aus vier Bundesländern...

Männertage - ein Dauerbrenner

Seit 25 Jahren laufen in Rottenburg-Stuttgart die sogenannten "Männertage" mit konstanten oder sogar leicht steigenden Teilnehmerzahlen und sinkendem Durchschnittsalter, berichten Franz Bradler und Karl Katz voller Stolz. Zwischen 250 und 300 Männer kommen immer am ersten Fastensonntag , und die Hälfte sind nicht in einer Schönstatt-Gliederung gebunden. In Oberkirch gibt es den Männertag seit 1978, auch dort mit 200 - 250 Männern. Das Programm kommt offensichtlich an - Vortrag, Zeugnisse von Männern, Beichtgelegenheit (die bis zu 15 Priester beschäftigt), Messe. Mit der vertonten Jahreslosung der Männerliga schloss die Darbietung: Im Umbruch der Zeit Werkzeuge der Liebe Gottes sein.

Es begann mit einem Lebkuchenherz

Früher war die Bundeswehr eine Männerdomäne, so Pfarrer Schäfer. Dann kam das Gesetz, das auch Frauen den Kampfeinsatz erlaubt - und damit war die rechtliche Grundlage geschaffen für den Einsatz der Gottesmutter bei der Bundeswehr!

Stabsfeldwebel Karl-Heinz Olbing, seit 22 Jahren als Berufssoldat bei der Bundeswehr, gibt "seinen" Soldaten für den Einsatz im Kosovo eine Medaille mit dem Bild der Gottesmutter von Schönstatt an der Erkennungsmarke mit...Ja, richtig gelesen, die Story spielt in Deutschland, genauer gesagt, in Borken, Westfalen. Dort ist außer der Kaserne der Bundeswehr auch die Schönstatt-Au, wo Bärbel Olbing im September 2000 eine Stelle bei der Schönstatt-Wallfahrt antrat. Im November kam ihr Mann als Spieß mit 120 Soldaten für sechseinhalb Monate zum Einsatz in den Kosovo. Und dahin schickte sie ihm ein paar Lebkuchenherzen, die sie bei einem Besuch in Schönstatt bekommen hatte. Sr. Marié vom "Projekt Pilgerheiligtum" hatte noch welche übrig, vom großen "Pilgerheiligtumsfest", mit der Aufschrift: "Mit dir". Diese Lebkuchenherzen wurden im Kosovo nicht etwa aufgegessen, sondern zum Geburtstagsgeschenk für die Soldaten... die sie zu Kontrollfahrten unter der Feldbluse umhängen hatten und sie an die Pinwand hefteten... Dass bald Lebkuchenherzen nachbestellt werden mussten, ist klar. "Und dann erzählte ich ihm, dass diese Herzen was zu tun haben mit der Gottesmutter von Schönstatt," sagt Bärbel Olbing. Bei der Weihnachtsfeier erzählte Karl-Heinz Olbing den Soldaten, dass die Marienschwestern in Borken sie die ganze Zeit im Gebet begleitet hatten. "Mir selbst hat die Gottesmutter in dieser Zeit sehr geholfen," sagt der Stabsfeldwebel schlicht.

"Spieß, was gibst du uns mit in den Kosovo?", fragte ihn im Januar einer der Soldaten, der mit einem Teil der Einheit in den Kosovo sollte, ohne Olbing diesmal. "Ich wusste sofort, ich will jedem meiner Soldaten eine Medaille mit dem MTA-Bild mitgeben," sagt der. "Aber das musste vorbereitet sein." Und nun wird strategisch und mit dem Herzen geplant. Ein MTA-Bild und eine Grubenlampe mit einem Öllicht hängen auf dem Block von Karl-Heinz Olbing. Er hat sie einfach da hingebracht. Und - "keine blöden Kommentare, keine Reaktion, aber - die Atmosphäre hat sich verändert." Eigentlich ist nur Olbing für das Licht dort zuständig, das Tag und Nacht brennt. Aber als er nach zweiwöchigem auswärtigem Einsatz zurück kommt, ist es noch an... Und ein Wachtsoldat sagt ihm bei einem kurzen Besuch außerhalb der Dienstzeit: "Gut, dass Sie kommen, wechseln Sie das Licht, ich möchte nicht, dass das Licht ausgeht!" Und jeder Einsatzsoldat bekommt nun an der Erkennungsmarke die MTA-Medaille mit. "Ich sage ihnen: durch das Bild bist du mit diesem Bild hier verbunden, wo immer das Licht brennt, und mit mir... Du sollst wissen: Einer ist immer für dich da." Das Licht brennt für sie beim Bund...

Die Gottesmutter wirkt leise

Vom leisen, aber machtvollen Wirken der Gottesmutter vom Cor Ecclesiae-Heiligtum aus berichtet Schwester M. Asunción Bergen. Ihre Darstellung beginnt mit einem Blick nach Rom, wo bald die Jubiläumsmesse des Papstes beginnt...

Das Cor Ecclesiae-Heiligtum ist seit seiner Einweihung ein Treffpunkt für Schönstätter, ein Ort, wo sich Schönstattfamilie nationen- und gliederungsübergreifend trifft und erlebt.

Dann ist es ein "Geheimtipp" für Priester, Bischöfe und Kardinäle, die einen ruhigen Ort zum Gebet suchen. Seit die beiden Schönstatt-Patres dort sind, sagt sie, habe ein neuer Wachstumsring eingesetzt, besonders durch die Priester- und Seminaristengruppe von Pater Alberto Eronti, durch die Wallfahrten von römischen Pfarreien.

Wichtig sei das Heiligtum auch bei Treffen mit Vertretern geistlicher Bewegungen und für die italienische Schönstattfamilie, die dort ihr erstes landesweites Treffen hatte.

Und natürlich - der Besuch des Papstes!

Das Heiligtum sei ein Zeichen - Schönstatt will der Kirche dienen. Von den bald zwei Heiligtümern in Rom wolle die Gottesmutter den Weg bereiten für die Seligsprechung Pater Kentenichs, damit sein Charisma in die Kirche komme!

Das Netz der Heiligtümer, Geschenk für das neue Europa

Er ist so etwas wie Ministerpräsident, sagte Pfarrer Schäfer. Landeshauptmann Ing. Stanislav Juránek aus Brno, Tschechische Republik, steht an der Spitze von Südmähren - und will dort ein Heiligtum haben. Spontan und unbekümmert um den vorübersetzten Text, den die Teilnehmer in den Händen hatten, erzählte er von dem Erlebnis seines ersten Besuchs im Urheiligtum, das er das "Herz der Heiligtümer" nennt, in dem die Kraft aller Heiligtümer der Welt zusammen komme. Er kennt eine Reihe Heiligtümer - Stuttgart, Berlin, Rokole, Quarten, Liebfrauenhöhe. Mit dem Chor der Pfarrei kam er auf einer Fahrt in die Schweiz ins Heiligtum in Quarten, "und auf einmal habe ich gespürt, dass ich dort zu Hause bin." Im Heiligtum auf der Liebfrauenhöhe habe er die Entscheidung getroffen, für das Amt des Landeshauptmanns zu kandidieren. Seit Exerzitien in Rokole "lassen meine Frau und ich uns von der Schönstatt-Spiritualität formen".

Jetzt stehe eine große Stunde bevor - der Beitritt zur Europäischen Union. Europa, das habe nicht nur eine materielle, sondern eine geistige Dimension. Die Slawen hätten einen Beitrag zu bringen zu diesem Europa... Die goldenen Sterne auf der blauen Europaflagge symbolisierten für ihn die Gottesmutter als Königin, die Europas Völkern helfen könne, ihre Wurzeln und ihre Sendung wieder zu entdecken in einer Zeit, in der Vereinigung, Verbindung untereinander und gemeinsame Visionen immer notwendiger würden. Das neue Europa der Regionen braucht Orte, an denen geistige Werte wachsen und sich entfalten können. "Ich sehe vor mir die Idee und Vision, in der ich das neue Europa der Regionen sehe, verbunden durch ein Netz von Heiligtümern, Brennpunkten für die geistige Erneuerung und Identität Europas."

Und darum möchte er ein Heiligtum der Gottesmutter in Südmähren... das Heiligtum, mit dem die Slawen in die Europäische Union eintreten. Seine Bitte, das Mühen um dieses Heiligtum, im Netz der Europäischen Heiligtümer, im Gebet zu begleiten, verhallte nicht ungehört...

So etwas wie Sendungslust sei an diesem Nachmittag zu spüren gewesen, sagte Pfarrer Schäfer, als er alle Referenten noch einmal auf die Bühne bat.

"Ein kleines Stündchen Europa" hätten wir erlebt, sagte Pater Penners anschließend. Die Öffnung Europas zum Osten hin habe eine Bedeutung, die wir uns nicht groß genug vorstellen könnten. Ähnliches was Pater Kentenich in Blick auf Lateinamerika gesagt habe, habe er in Dachau auch von den Slawen gesagt. Öffnen wir uns für diesen Reichtum!

Im Schatten des Heiligtums wächst ein Europa mit Seele.



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Last Update: 17.10.2003 Mail: Editor /Webmaster
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