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 published: 2003-07-21

In der Gemeinschaft des Glaubens - und des Liebesbündnisses

Bischofsweihe und Amtseinführung von Dr. Robert Zollitsch als Erzbischof von Freiburg am 20. Juli 2003

20 de julio de 2003: Ordenación de Monseñor Robert Zollitsch como Arzobispo de Friburgo

July 20, 2003: Ordination of Robert Zollitsch as Archbishop of Freiburg

20. Juli 2003: Bischofsweihe von Robert Zollitsch und Amtseinführung als Bischof von Freiburg

 
 

Tocar la eternidad: Procesión de entrada de sacerdotes, diáconos y servidores de la Misa

A moment of touching eternity: Solemn entrance procession of bishops, priests, deacons, and mass servers

Ewigkeit berühren: Feierlicher Einzug von Bischöfen, Priestern, Diakonen, Messdienern

 
 

El nuevo Arzobispo, saludando a la gente

The new Archbishop greeting the people

Der neue Erzbischof begrüßt die Menschen

 
 

El Arzobispo es "conquistado" por la multitud, firmando autógrafos. Reina un clima de festejo.

The archbishop is "conquered" by the crowd, singing autographs. It's a climate of celebration.

Die Menge hat den Erzbischof erobert und will Autogramme. Es wird gefeiert!

 

Un gran cartel: "La familia de Schoenstatt saluda al nuevo Arzobispo".

A big banner announces: "The Schoenstatt family greets the new Archbishop"

Mit einem großen Transparent drückt die Schönstattfamilie ihre Freude aus

 
 

En el Santuario de Friburgo, la familia de Schoenstatt había comenzado con una oración.

In the Schoenstatt Shrine in Freiburg, the Schoenstatt family had met for a prayer service

Im Schönstattheiligtum von Freiburg hatte die Schönstattfamilie den Festtag begonnen.

Fotos: POS Fischer © 2003

 

 

 

DEUTSCHLAND, Freiburg, mkf. "Unser Erzbischof. Unser Fest. Unsere Freude." Es ist ein Fest für das ganze Bistum, bei der die Gemeinschaft im Glauben spürbar wird. Die Freude der Christen der Erzdiözese Freiburg am Tag der Bischofsweihe und Amtseinführung ihres neuen Erzbischofs bricht immer neu und immer stärker durch an diesem sonnigen, mit 37,6░ C heißesten Tag des Jahres. Unser Erzbischof: mit einem besonders warmen Klang sagt es die Schönstattfamilie des Erzbistums und darüber hinaus; sie teilt aus ganzem Herzen diese Freude und "überbietet" sie noch. An dem Tag, an dem Schönstatt dem Himmel und der Erde einen neuen Ort für das Wirken der Gottesmutter anbot, das erste Schönstattheiligtum auf den Philippinen, wurde Prälat Dr. Robert Zollitsch, Mitglied des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester, zum Bischof geweiht und als Erzbischof der Erzdiözese Freiburg in sein Amt eingeführt. Schönstätter aus der ganzen Erzdiözese, den Nachbardiözesen und aus Schönstatt nahmen an der Feier im Freiburger Münster teil und feierten danach auf dem Münsterplatz zusammen mit etwa 5000 Menschen "unseren Erzbischof", der sich in seiner Ansprache auf die Gemeinschaft des Glaubens bezog, deren Grund Jesus Christus ist, auf die liebende Nähe Gottes, der sich für jeden Menschen persönlich interessiert, und die Gemeinschaft derer, die im Glauben unterwegs sind, in einer Gemeinsamkeit, die keine Länder- oder Konfessionsgrenzen kennt, und deren Pilgerweg Maria liebevoll begleitet.

20. Juli 2003, 12.00 Uhr mittags. Die Glocke des "Heiligtums der Berufung" in Freiburg-Merzhausen läutet zum "Engel des Herrn", und etwa 150 Schönstätter beten im Heiligtum und davor dieses Berufungsgebet, das Gebet dieses Heiligtums. Robert Zollitsch hat dieses Heiligtum mitgebaut. Sein Kurs des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester hat die Glocke erarbeitet. Eine Kopie dieser Glocke, schon lange erarbeitet, wird bald im Internationalen Romheiligtum läuten, in der Stadt der Päpste. Vocatus voco, ich rufe die Berufenen, steht auf der Glocke. Robert Zollitsch wurde berufen. Zweieinhalb Stunden später würde er ins Freiburger Münster einziehen - gut sichtbar von diesem Heiligtum aus, das malerisch auf einem Hügel inmitten von Weinbergen steht -, um durch Handauflegung die Bischofsweihe zu empfangen als Vollendung der Priesterweihe, und um in die Apostolische Sukzession eingegliedert zu werden: Nachfolge im Glauben der Apostel und Weihe durch andere Bischöfe, die selbst wiederum durch Handauflegung anderer legitimer Amtsträger in diese Traditionskette eingegliedert sind und so ihr Amt auf die Apostel zurückführen können. Die Bischöfe wurden von den Apostels als ihre Nachfolger gesandt, die Apostel wurden von Christus gesandt, Christus wurde vom Vater gesandt. Es ist ein wenig so wie mit einer von diesen immer weiterversandten E-Mails mit einem kostbaren Anhang, meint jemand. Der ursprüngliche Absender ist Jesus, und man sieht in der Mail die vielen Weiterleitungen bis zurück zu den Aposteln!

Vom Heiligtum aus zum Freiburger Münster - ein Programm

Die Freiburger Schönstattfamilie hatte eingeladen, das Fest der Bischofsweihe im Heiligtum in Freiburg-Merzhausen zu beginnen und dort den Angelus zu beten. Meta Bender vom Frauenbund, die zwanzig Jahre Sekretärin von Prälat Zollitsch war, begrüßte die Ankommenden - darunter etwa 40 Personen, die im Bus von Oberkirch aus aufgebrochen waren. Andre waren mit dem Auto aus verschiedenen Orten der Diözese und aus Schönstatt gekommen. Es werden kalte Getränke und Zopfbrot angeboten, und die Vorfreude wächst sichtlich, als selbstklebende Stoffbänder mit dem Aufdruck "Schönstatt-Bewegung" an alle verteilt werden. Die aus dem Oberkircher Bus kommen, trugen die vom Weltjugendtag bekannten Halstücher mit dem Schönstatt-Logo. Nur, das hier sind deutsche Erwachsene, und sie tragen sie fröhlich und selbstverständlich, auch nachher im Münster und auf dem Münsterplatz. "Es ist jetzt Zeit, dass wir aufhören, uns zu verstecken," sagt Hannelore Spannagel, Diözesanverantwortliche der Schönstattbewegung Frauen und Mütter, später. "Die Ernennung unseres Erzbischofs ist ein Signal, nun wirklich das der Ortskirche anzubieten, was wir haben. Ich denke auch, dass jetzt viele Türen leichter aufgehen, und darüber freue ich mich sehr!"

Monsignore Wolf, Generalrektor des Schönstatt-Instituts Diözesanpariester, sagt am Beginn des Gebetsgottesdienstes, dass er Robert Zollitsch bereits seit 45 Jahren kenne, als beide in der Schönstatt-Mannesjugend waren. Dieses Heiligtum, sagt er, ist die geistige Heimat von Erzbischof Zollitsch; kurz nach seiner Bischofswahl sei er hierher gepilgert. Robert Zollitsch hat auch Pater Kentenich in Milwaukee kennen gelernt und mit ihm gesprochen - über das Institut der Diözesanüpriester, das damals erst im Werden war. Er wollte wissen, was Pater Kentenich dachte und wie er war...Eng verbunden sei der neue Erzbischof mit der Gründung des Instituts ebenso wie dem Josef-Kentenich-Institut (JKI) und dem Romheiligtum. Pfarrer Michael Gerber lädt ein, wie in den Tagen zuvor an den Heiligtümern der Diözese, für den neuen Erzbischof zu beten, und dann vom Heiligtum aus zum Münster aufzubrechen, aber nicht nur, um dort an der Feier teilzunehmen, sondern als ein Programm für Schönstatt jetzt: Als Schönstattfamilie gehen wir hinein in die Diözese wie jetzt vom Heiligtum aus zum Münster, sagt er. Und dabei sollten wir uns fragen: Was ist das, was wir hineintragen in die Kirche? Was ist das, womit wir die Kirche bereichern? Welche Antworten geben wir auf den Anruf durch diese Bischofsernenneung?

"So viel habe ich noch nie an einem einzigen Vormittag über Schönstatt geredet!"

Bei der Ankunft auf dem schon gut gefüllten Münsterplatz werden die Besucher von einem großen Transparent begrüßt: Die Schönstattbewegung grüßt den neuen Erzbischof! Darunter, ein "Bischofskuchen" im Stil einer Hochzeitstorte, aus über 1000 Muffins... und Nachschub ist auch da und wird auch gebraucht. ""So viel habe ich noch nie an einem einzigen Vormittag über Schönstatt geredet", sagt Judith Weber, die am Morgen auf dem Münsterplatz mit geholfen hat, den Kuchen aufzubauen. "Man glaubt gar nicht, wie man auf Schönstatt angesprochen wird, wenn man einen Kuchen aufbaut!"

Stimmt. Zwischen Muffins und erstaunten Blicken zum Transparent, den jungen Männern mit Kopftuch und Schönstattfahne und den strahlenden Leuten aller Altersgruppen mit Schönstattsticker und Halstuch fangen die Leute an, nach Schönstatt zu fragen oder alte Schönstatterinnerungen hervorzukramen. Ein Ehepaar aus Sao Paulo, Brasilien, ist total perplex, hier Schönstatt anzutreffen und dabei nicht ein einziges Bild der Pilgernden Gottesmutter. "Wissen Sie, in Brasilien ist Schönstatt riesen-, riesengroß durch die Pilgernde Gottesmutter, sie bekommen sie natürlich auch, und kürzlich waren sie auf Wallfahrt zum Heiligtum in Atibaia. Für ein Foto leihen sie sich von einem der jungen Männer die Schönstattfahne.

Das gesteigerte Tempo der Radio- und Fernsehtechniker und die Musik künden an, dass die Feier bald anfangen wird. Die eine Einlasskarte haben, strömen ins Münster, die übrigen suchen sich in der brütenden Hitze ein irgendwie schattiges Plätzchen auf dem Münsterplatz; von insgesamt etwa 5000 Besuchern spricht man nachher. Dank der Übertragung auf Großleinwände sehen die Teilnehmer draußen (und zu Hause am Fernseher) mehr als die in der Kirche.

Monsignore Zollitsch steht kurz vor Beginn noch am Renaissanceeingang des Doms (zur Zeit Baustelle), wird von Bekannten und zukünftigen Bekannten begrüßt und beglückwünscht. Pater Michael Marmann, P. Heinrich Walter, Mons. Dr. Peter Wolf, P. Michael Schapfel, P. Lothar Penners, und viele weitere Schönstattpatres und -priester grüßen ihn hier. Und mehr und mehr Priester, meist schon in liturgischer Kleidung, strömen zum Münster, Bischöfe, Kardinäle... Die Kirche feiert das Geheimnis, das sie weiter durch die Zeit gehen lässt: Christus ist gegenwärtig und leitet seine Kirche weiter durch seine Werkzeuge.

"Duc in altum!": In die Breite und Tiefe des göttlichen Lebens - "Duc in altum!": In die Breite und Tiefe des Herzens der Menschen

Die Kathedrale ist gefüllt, der Münsterplatz füllt sich auch. Es ist 14.30 Uhr, und nach viel Musik und fröhlichem Feiern ist es jetzt ganz still. Und dann beginnt der Einzug der Priester und Bischöfe und damit die Messe und die heilige, traditions- und symbolgeladene Liturgie der Bischofsweihe.

Diözesanadministrator Weihbischof Paul Wehrle begrüßt die Gäste, und nach der liturgischen Eröffnung durch Altbischof Oskar Saier, wird die Päpstliche Ernennungsurkunde feierlich verlesen.

Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo, spricht in seinem Grußwort über drei zentrale Symbole, die das, was ein Bischof für seine Diözese ist, allen sichtbar machen - das, was Sie, lieber Herr Erzbischof Zollitsch, für diese schöne und große Erzdiözese Freiburg sein werden. Diese drei Symbole sind der Bischofsstab, die Cathedra und der Altar. Sie symbolisieren die drei grundlegenden Aufgaben, die die Sendung des Bischofs kennzeichnen - die des Leitens, die des Lehrens und die des Heiligens.

In der Bischofsweihe, die Sie heute empfangen, empfangen Sie - in der Nachfolge der Apostel und insbesondere in der Communio mit dem Nachfolger Petri - Anteil an der Sendung Christi, des Guten Hirten, des wahren Lehrers, des einzigen und ewigen Hohenpriesters." Er las einen Abschnitt vor aus einem Brief, den Erzbischof Saier ihm geschrieben hatte, der dessen Hochachtung vor seinem Nachfolger ausdrückt, und schloss mit einer Referenz an die Worte des Papstes zum Beginn des neuen Jahrtausends: "In der Person seines Nachfolgers hat Petrus die Aufforderung, die Jesus an ihn gerichtet hat, an uns weitergegeben: "Duc in altum!" - "Fahr hinaus auf den See!" (Lk 5, 4; vgl. Novo millennio ineunte Nr. 1).

Lieber Herr Erzbischof Zollitsch!
"Duc in altum!": In die Breite und Tiefe des göttlichen Lebens.
"Duc in altum!": In die Breite und Tiefe des Herzens der Menschen."

Alterzbischof Saier sprach in seiner Predigt über die "wechselseitige Liebe" als "das Zeichen wahrer Jüngerschaft. So ist sie Fundament und zugleich Ziel aller aus dem Geist Jesu stammenden Gemeinschaften wie Familie, Pfarrgemeinde, Ordensgemeinschaft, Bistum und der ganzen Kirche."

In dieser Stunde regte er alle an, die Herzen für Gott zu öffnen und zu beten für diesen Geist wechselseitiger Liebe für die Priester, den Papst, die angrenzenden Diözesen, das Partnerland Peru, die Evangelische Landeskirche.

Dann began die feierliche Liturgie. Der designierte Erzbischof erklärte seine Bereitschaft, und dann gab sich der Priester Robert Zollitsch, ausgestreckt auf dem Boden liegend, an Gott und die neue Aufgabe, zu der er ihn erwählt hat, während die Gemeinde die Allerheiligen-Litanei sang -schön die Erwähnung von Karl Leisner -, um dann durch Handauflegung Bischof zu werden, Nachfolger der Apostel.

"Das Gefühl, das da vorne ist einer von uns, nee, das ist einer, der das Liebesbündnis hat, das hat mir Gänsehaut gemacht," sagt eine junge Frau, nachdem der neue Erzbischof Stab, Ring und Mitra erhalten hat.

Wie hat sich wohl Diözesanleiter Dekan Lukas Wehrle gefühlt, als er, als drittletzter der Dekane, dem neuen Bischof, seinem Mitbruder im Schönstatt-Institut, Treue versprochen hat? Die Freude steht im im Gesicht geschrieben. In so einem dichten Gottesdienst können man gar nicht viel anderes denken, sagt er, "aber heute morgen musste ich einfach noch mal schnell ins Heiligtum fahren, ummich drauf einzustellen."

"Es ist ein sehr bewegendes Erlebnis für mich," sagt Herrmann Gedemer, Kursbruder von Erzbischof Zollitsch. "Ich habe ihm die ersten Schritte nach Schönstatt gezeigt, ich kenne ihn seit 50 Jahren, und bei allem, was heute gesagt wurde, hätte ich sagen können: da war ich auch dabei. Und jetzt ist er mein Erzbischof. Das ist schon eine überwältigende Freude!"

In der Gemeinschaft des Glaubens

Der neue Erzbischof spricht in seiner Ansprache von der Gemeinschaft im Glauben, deren Grund Jesus Christus ist, auf die liebende Nähe Gottes, der sich für jeden Menschen persönlich interessiert, und die Gemeinschaft derer, die im Glauben unterwegs sind, in einer Gemeinsamkeit, die keine Länder- oder Konfessionsgrenzen kennt, und deren Pilgerweg Maria liebevoll begleitet.

Er sagt weiter: " Jesus Christus. Seine Botschaft, sein Evangelium haben uns zusammengeführt. Durch den Glauben an ihn und die Taufe sind wir gemeinsam ein Leib, Leib Christi, in tragender Solidarität miteinander und mit Ihm verbunden wie die Rebzweige mit dem Weinstock. Er, der uns zur Gemeinschaft des Glaubens berufen und zusammengeführt hat, trägt uns und schenkt uns Leben. Das heißt doch: Wir sind nicht verloren in dieser Welt, nicht ein kleines Stäubchen, ortlos und heimatlos im weiten All. Wir haben einen Grund, der unser Leben trägt; ein Fundament, das uns Heimat gibt. Jeden einzelnen und jede einzelne von uns kennt Gott mit Namen. Wir sind geliebt von Jesus Christus und durch ihn Schwestern und Brüder im Glauben.

Das ist ungeheuerlich und verschlägt einem fast die Sprache: Dieser große, unendliche Gott interessiert sich für mich, für einen jeden und eine jede unter uns. Unser Leben hat einen Sinn und ein Ziel. Wir haben ein Ziel, das über den Tod hinaus reicht: Ein Leben ohne Ende in der Gemeinschaft mit Gott und allen, mit denen wir verbunden sind. Unser christlicher Glaube, die Verheißung des Evangeliums reißen diese Welt, reißen den Himmel auf zu Gott. Wir wissen, wofür und woraufhin wir leben. Wir haben dieser Welt etwas zu verkünden, den Menschen etwas zu geben, was über sie hinaus weist und zeigt, von wo unser Leben Sinn und Ziel erhält.

Als Christ glaubt man nicht für sich allein, sondern mit anderen und oft auch für andere. Daher gilt es, den Glauben zu teilen; im Glauben der Schwester, des Bruders neben mir mitzuglauben; den anderen in meinem Glauben mitglauben zu lassen - und so die Aufforderung Jesu: "Liebt einander, wie ich euch geliebt habe" Tag für Tag in der Gemeinschaft des Glaubens auch in dieser Weise in die Tat umzusetzen.

Der christliche Glaube kennt keine Grenzen, er umfasst die ganze Ökumene. Dies dürfen wir heute erleben.

Wir sind als Glaubende gemeinsam unterwegs zu jenem Ziel, das Gott uns verheißen hat. Ich lade Sie alle ein, diesen Pilgerweg mitzugehen. Vor uns steht Maria, die Mutter unseres Herrn und Patronin unseres Münsters und unserer Erzdiözese. Unter ihren Schutz stelle ich auch meinen Dienst als Bischof."

Am Ende der Feier, nachdem der neue Erzbischof durch das Münster gegangen ist, segnend und von herzlichem Beifall umfangen, erklingt das Salve Regina, höchstwahrscheinlich in dieser Diözese entstanden, auf der Insel Reichenau...

Kardinal Lehmann, Ministerin Annette Schavan, Landesbischof Dr.Ulrich Fischer, Freiburgs Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon und Christel Ruppert, Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, sprechen Grußworte, die Erwartungen und gute Wünsche formulieren.

Ein Fest für das ganze Bistum und für ganz Schönstatt

Außerhalb der Kathedrale warten schon Menschentrauben , um den neuen Erzbischof beim Auszug zu sehen. "Ich stand mit einer Mitschwester grade da, wo die Priester auszogen," erzählt Schwester M. Dominika Hügel aus Oberkirch. "Ich habe gesehen, mit was für einer Freude die Schönstattpatres und die Priester uns gegrüßt haben, und da habe ich begriffen, wie unheimlich wichtig es ist, dass so viele von uns da sind."

In der Wartezeit auf die Rückkehr des Erzbischofs zog es die Schönstätter wieder zu ihrem Stand, wo die Muffins nach wie vor begehrt waren. Was bedeutet diese Bischofsernennung für Schönstatt? Hannelore Spannagel: "Freude, richtig Freude! Und die ganz große Hoffnung, dass wir uns jetzt so richtig motiviert fühlen, uns voll in der Kirche einzubringen. Das MTA-Bild kommt aus Freiburg, Freiburg hat diesen Bischof, das muss uns anregen!"

Dass Schönstatt mitfeiert, wird immer wieder deutlich. Der Moderator fragt, welche Gruppen genannt werden wollen, und Schönstatt kommt mehrfach. "Ist Ihre Generaloberin auch hier?", fragt ein junger Mann eine Marienschwestern, und als er das Fragezeichen in ihrem Gesicht sieht: "Das ist doch hier so klar ein ganz großes Schönstattfest, da dachte ich, dass Ihre Generaloberin da ist!"

Der Erzbischof ist derweil längst von der Menge in Beschlag genommen wurden, gibt Autogramme, schüttelt Hände, grüßtů "Unser Erzbischof".

Auf dem Heimweg im Bus lernen die Oberkircher eine neue Version der Badener Hymne auf Erzbischof Zollitsch.

Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang schließt ein Tag voller Freude und Feiern.

Und wann sehen wir den Erzbischof?

Und wann sehen wir "unseren Erzbischof" wieder? Am 18. Oktober wird er in Schönstatt die Bündnismesse feiern (19.30 Uhr, Pilgerkirche). Er wird in Rom bei der Fahrt zur Grundsteinlegung des Heiligtums dabei sein und im nächsten Jahr nach Oberkirch kommen zum Kapellenfest.

Im Januar fährt er nach Peru, das Partnerland der Diözese. Geweiht am Tag der Einweihung des ersten Heiligtums auf den Philippinen, kann Erzbischof Zollitsch dort vielleicht im dann jüngsten Heiligtum der Welt beten, das die Schönstattfamilie in Peru Ende 2003 einweihen möchte.

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Weitere Fotos:

Bilder auf der Website des Erzbistums Freiburg:

Alle Texte (Predigt, Ansprache, Grußworte) auf der Seite des Erzbistums Freiburg:



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