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 published: 2003-03-04

Ein etwas anderes Apostolat...

Der Chor "Heilige Familie" in Mont Sión Gikungu

El coro en una presentación en la Iglesia de Monte Sión Gikungu. No sólo cantos, también bailes típicos para conciertos religiosos y celebraciones eucarísticas.

The choir during a presentation in the Pilgrims' Church in Mount Sión Gikungu; not only songs, but also typical dances for religious concerts, and Eucharistic celenbrations are part of the program.

Der Chor bei einer Aufführung in der Pilgerkirche in Mont Sion Gikungu. Nicht nur Lieder, auch typische Tänze für religiöse Konzerte und Eucharistiefeiern gehören zum Programm.

 

Todo coro tiene también su grupo de pequeñas bailarinas, que se presentan para las grandes fiestas. Después de muchos ensayos, el resultado es una hermosa coreografía.

Each choir also has a group of young dancers, do presentations for the bigger feasts. After a lot of practicing the result is a marvellous choreography.

Jeder Chor hat auch eine Gruppe kleiner Tänzerinnen, die bei großen Festen Aufführungen machen; nach  vielen Stunden des Übens ist das Ergebnis eine herrliche Choreographie.

 
 

Diane Nkurunziza, una de las coristas que nos dio su testimonio, dirigiendo el Coro en una presentación.

Diane Nkurunziza, one of the members of the choir who gave her testimony, directing the choir during a presentation.

Diane Nkurunzinza, eine der Chormitglieder, die ein Zeugnis gab, bei einer Aufführung.

 

Baile

Dance

Tanz

 

El coro anima también las peregrinaciones al Santuario que se realizan una vez al mes. Voces juveniles le cantan a la Virgen María.

The choir also gives its contribution to the monthly pilgrimages to the Shrine; young voices singing for Mary.

Der Chor trägt auch zu den monatlichen Wallfahrten zum Heiligtum bei; junge Stimmen für Maria!

 

Fotos: Rocha © 2003

 

BURUNDI, Diane Nkurunziza, Jean Pierre Ndagijimana, Miguel Rocha. Am Donnerstag, 6. März, tritt der Chor "Heilige Familie" von Mont Sion, Gikungu, mit einem abwechslungsreichen Repertoire im Fernsehen auf - sogar ein Lied auf Deutsch ist dabei! Der Chor "Heilige Familie" entstand mit der Einweihung des Heiligtums in Mont Sion Gikungu, Burundi, am 23. Oktober 1994. Kurz danach begannen Eucharitiefeiern an diesem Gnadenort. Auf Bitten von Célestin Sindayihebura fand sich die erste Gruppe von 15 Personen, die im wesentlichen aus Mädchen vom Land bestand. Nach den ersten Proben fingen sie an, die Sonntagsmessen musikalisch zu gestalten. Und dann ging es weiter...

Die Gruppe wuchs mit der Zeit trotz der Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die der Bürgerkrieg mit sich brachte. Immer wieder kam es allerdings vor, dass Jugendliche nicht zu den Proben oder Auftritten kommen konnten wegen der Kriegssituation.

Trotz der Probleme im Land: die Zahl der Chormitglieder wächst weiter!

Ihren ersten Geburtstag feierten die Mitglieder des Chores mit 35 Personen! Im zweiten Jahr waren es schon 45. Bis dahin hatte der Chor noch keinen Namen, er hieß einfach Mont Sion - Chor! Trotz der Probleme im Land blieben die Chormitglieder ihrer Bindung an das Heiligtum und ihrem Apostolat des Singens treu. Im Jahr 1997 entstand ein zweiter Chor mit Berufstätigen, der aushalf, wenn die Jugendlichen aus Sicherheitsgründen nicht nur Messe kommen konnten. So gab es also zwei Chöre - den Chor A der Jugendlichen und den Chor B der Berufstätigen. Sie wechselten sich sonntags bei der Messgestaltung ab.

Am 1. November 1998 wählte der Chor A auf Vorschlag von Pater Claudio Jeria als Namen: "Heilige Familie"; der Chor B entschied sich für Nikolaus von der Flüe als Namenspatron. Am Ende dieses Jahres waren 65 Jugendliche im Chor, darunter Schüler und Schülerinnen der Grund- und Sekundarstufe und Studenten. Im Jahr 1999 machte der Chor zahlreiche Besuche in Pfarreien der Stadt und auch in anderen Orten; es waren inzwischen 75 Mitglieder, fast alles Schüler und Studenten.

Auftritt im Fernsehen von Burundi

Im Jahr 2000 gab der Chor sein erstes großes Konzert und hatte einen Auftritt im Fernsehen von Burundi. Damit konnten sie auch ihre erste Kassette herausgeben mit religiösen Liedern. Im Jahr 2001 ging es ähnlich. Das Apostolat des Singens überschritt Grenzen, die Lieder des Chores wurden Allgemeingut. Im Jahr 2002 stieg die Zahl der Mitglieder auf 100. In diesem Jahr war der zweite Fernsehauftritt des Chores und auch die zweite Aufnahme: es geht darum, mit den Liedern in die Häuser zu kommen und dort zu einer religiösen Atmosphäre beizutragen.

Im September letzten Jahres nahm der Chor an einem Wettbewerb des Jugendzentrums Kamenge teil und erreichte den dritten Platz. Im Dezember veranstalteten sie ein großes Weihnachtskonzert, mit Theater und religiösen Weihnachtsliedern. Es kamen sehr viele Besucher zu diesem Konzert, das in der neuen Pilgerkirche in Mont Sion Gikungu stattfand.

Am 29. Dezember, dem Fest der Heiligen Familie, feierte der Chor seinen achten Geburtstag - 110 Mitglieder gehören dazu! Einige von ihnen machen auch in den Gruppen der Schönstattbewegung aktiv mit.

Im Supermarkt und in der Uni hört man diese Lieder...

Neben der Sonntagsmessen gestaltet der Chor "Heilige Familie" auch andere Feiern; das nächste Projekt ist ein Video; die Idee ist, mit und durch Musik zu betrachten und zu beten. Ein Liederbuch soll entstehen, in Zusammenarbeit mit dem Chor "Nikolaus von der Flüe", der auch in Mont Sion zuhause ist. Mittlerweise hört man die Lieder des Chors "Heilige Familie" an den verschiedensten Orten: in Geschäftshäusern, Supermärkten, Universitäten. Es ist eine andere Art des Apostolates, das seine Quelle im Schönstattheiligtum hat.

Eine Einladung

Eine junge Frau aus dem Chor, Diane Nkurunziza, die seit drei Jahren dabei ist, sagt: "Ich bin sehr glücklich mit diesem Apostolat und ich würde mich freuen, wenn noch viele andere Jugendliche das kennen lernen könnten. In unserem Chor gehöre ich zu einer Gruppe, die das Wort Gottes miteinander teilt und die Prinzipien der Schönstattbewegung. Wir sind Studenten und Studentinnen, Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe, der Grundstufe, und auch einige Berufstätige: Bauern, Kaufleute... Da wir aus so verschiedenen Gruppen und Schichten kommen, herrscht eine starke Solidarität untereinander. Wenn einige mal nicht kommen können, singen die anderen für sie, das ist selbstverständlich. So sagen wir miteinander Gott Dank. Wir haben unsere eigenen Regeln aufgestellt, feiern unsere Feste und planen miteinander unsere Projekte, wie jetzt die Videos für Weihnachten und Ostern, oder ein Video zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit. Wir haben auch Angebote, bei Nachtwachen mitzuwirken, oder kleine Theateraufführungen zu machen und religiöse Tänze. Unsere beiden Konzerte waren auch ein tolles Erlebnis. Darum laden wir alle ein, uns einmal in Mont Sion Gikungu zu besuchen, dort trifft man früher oder später von selbst auf unseren Chor! Und wer möchte, kann gern mitsingen!"



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