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 published: 2003-01-07

 

Fundamente für eine neues Paraguay

"Klonen ist ein Schlag ins Gesicht der Familie", so Pater Antonio Cosp, Bewegungsleiter der Schönstattbewegung von Paraguay, bei der Segnung der Fundamente der Kirche "Maria von der Dreifaltigkeit" in Tupãrenda

 
Padre Antonio Cosp, Director del Movimiento de Paraguay, durante la bendición de los cimientos; los niños se inscribían en los mismos pintando sus nombres o sus símbolos.
Fr. Antonio Cosp, Director of the Schoenstatt Movement of Paraguay, during the blessing of the foundations; the children wrote their names into them.
P. Antonio Cosp, Bewegungsleiter der Schönstattbewegung von Paraguay, bei der Segnung der Fundamente; Kinder schrieben ihre Namen in die Fundamente der neuen Kirche.
Foto: ABC Color, Paraguay
 
 
Portico de la futura iglesia en Tuparenda
Portico of the future church in Tuparenda
Portikum der zukünftigen Kirche in Tuparenda
 
 
La familia de Schoenstatt ve íntimamente unidos como tres eslabones, la conversión del corazón, la construcción de la iglesia y de un nuevo Paraguay.
The Schoenstatt family sees the three aspects united: the conversion of one's own heart, the construction of the church, and of a new Paraguay.
Die Schönstattfamilie sieht die drei Aspekte organisch verbunden: die Bekehrung des eigenen Herzens, den Bau der Kirche und eines neuen Paraguay
 
Fotos: Olga Barriocanal © 2003  

PARAGUAY, P. Antonio Cosp. Am 29. Dezember feierten gut 1.500 Personen in Tupãrenda das Fest der Heiligen Familie und die Segnung der Fundamente für die Kirche "Maria von der Dreifaltigkeit". In der wichtigsten Tageszeitung des Landes, ABC, erschien am folgenden Tag auf der Titelseite die bei dieser Gelegenheit ausgesprochene scharfe Verurteilung menschlichen Klonens und eine umfassende Wiedergabe der Predigt, in der es darum ging, beginnend mit der Änderung des Herzens, wirkliche Familien die formen, um so, mit dem Einsatz des Herzens und durch gesunde Familien, ein neues Paraguay zu schaffen.

Die Pressefotografen waren zur Stelle, um Fotos von der Segnung der Fundamente zu schießen, vor allem von den Kindern, die ihre Namen oder Symbole in die Fundamente zeichneten. Viele Erwachsene taten es natürlich auch. Es war ein großes Fest und ein "kleiner 18. Oktober". Die Segnung der Fundamente der zukünftigen Kirche war der Anschliss der zweiten Etappe im Bau der Kirche "Maria von der Dreifaltigkeit": Erdaushub und Ebnung des Geländes und Setzen der Fundamente. Die erste Etappe war die Errichtung des Portico, der großen Vorhalle der Kirche. Die Fertigstellung des Baus ist für den 18. Oktober 2006 vorgesehen.

Bekehrung der Herzen, Bau der Kirche und eines neuen Paraguay

In mehrfacher Hinsicht war das Jahr 2002 das schlechteste in vierzig Jahren für Paraguay. Schönstatt bleibt als große Hoffnung in seinem Einsatz für ein neues Paraguay. Die Schönstattbewegung sieht dabei ihren dreifachen Einsatz eng verbunden ≠ die Bekehrung des eigenen Herzens, den Bau der Kirche und eines neuen Paraguay. Wenn das Land bereit ist, entsteht eine Kirche, die erneut Gott ins Zentrum des sozialen Wirkens und des Familienlebens stellt. So war das Fest der Heiligen Familie die gebotene Gelegenheit, zum Mitwirken am Bau eines neuen Paraguay aufzurufen. Die Wahlen im April sind die Gelegenheit, einen grundlegenden politischen Wechsel herbeizuführen und Personen in die politische Verantwortung zu bringen, die ehrlich und aufrichtig den Menschen und dem Land dienen wollen. Pater Cosp: "Wenn wir unsere Stimme verkaufen, dann müssen wir die ertragen, die uns vorgesetzt werden; aber wenn wir ehrlich wählen, dann haben wir wirklich die Chance, die Politiker zu bekommen, die ein neues Paraguay bauen werden."

"Klonen ist ein Schlag gegen die Familie"

Das Fest der Heiligen Familie war auch die Gelegenheit für die Schönstattbewegung von Paraguay, vor mehr als 1.500 Menschen und Vertretern der Medien ihre Stellung zur Geburt des angeblich ersten Klonbabys deutlich zu machen: "Klonen ist ein Schlag gegen die Familie. Dieses Wesen, das im Labor gemacht wurde, wird als Eltern nicht zwei Personen haben, die es lieben, sondern eine Zelle."

Auf der Titelseite der Zeitung ABC konnte man am 30. Dezember in großen Lettern, begleitet von einem großformatigen Foto, lesen: "Pater Cosp machte deutlich, dass das sogenannte Klonen eine höchst zweifelhafte Angelegenheit ist. Man denke an die Klontiere, die bereits kurz nach der Geburt Anomalitäten aufwiesen. Für den Leiter der Schönstattbewegung in Paraguay ist die Ankündigung der Geburt des Klonbabys durch die Sekte der Raelianer eine Beleidigung Gottes. 'Klonen ist ein Schlag ins Gesicht jeder Familie', kritisierte er scharf, und fügte an, dass auch allen Christen durch diese Ankündigung ins Gesicht geschlagen würden, ginge es doch um nichts anderes als die Diskreditierung der Familie. Dieses im Labor geborene Wesen habe als Eltern nicht zwei Personen, die es liebten, sondern eine Zelle. Angesichts dieser Ankündigung rief Pater Cosp die Anwesenden auf, die Familienbindungen zu stärken angesichts einer Kultur, die Gott immer mehr an den Rand dränge. An anderer Stelle sprach er sich ausdrücklich gegen den Krieg mit dem Irak aus, vor allem auch angesichts der Bedrohung der ganzen Welt, die durch einen Angriff auf den Irak ausgelöst werde. 'Stellen Sie sich die Reaktion der Moslems vor,' sagte er. Cosp erwähnte auch die in Italien auftretende Bewegung zur Ungültigerklärung der eigenen Taufe, die sich darauf beruft, dass man die Taufe unbewusst und ohne erklärten eigenen Willen erhalten habe. Er rief auf diesem Hintergrund dazu auf, den Glauben bewusst zu leben und nicht zerstören zu lassen."

Jahresmotto 2003: Gott lebe in unserem Herzen, Gott herrsche in Paraguay!

"Gott lieben wir Paraguayaner, an Gott denken wir, Gott fürchten wir... Gott lebe in unserem Herzen, Gott lebe in jedem Haus, bei Reichen und Armen wohne er in dem Land, in dem er herrscht... " Das Anstimmen dieses Liedes zeigte deutlich, in welcher Richtung sich die Stimmung neigte bei der Jahrestagung Ende November. Unter dem Applaus der dreißig Delegierten aus Ciudad del Este und Asunción, der Vertreter aller Verbündeten der Gottesmutter und des Vatergottes in Paraguay, bündelte sich die Suche nach dem Jahresmotto, dem Traum und der Verpflichtung, die den Weg der Schönstattbewegung im Jahr 2003 prägen soll, in dem Motto, das aus dieser Hymne stammt: Gott lebe in unserem Herzen, Gott herrsche in Paraguay!

Bei der Suche nach dem Jahresmotto griffen die Delegierten, mit der Hand am Puls der Zeit und dem Ohr am Herzen Gottes, die Strömung der "glühenden Herzen für den Bau der Kirche und eines neuen Paraguay" auf; dazu den Wunsch nach Vertiefung des Gebetslebens, das Gott ins Zentrum stellt und das Jahr des Rosenkranzes aufgreift; und die Suche danach, als Familie zu wachsen, um diejenigen, die jetzt an vorderster Front kämpfen, noch besser zu unterstützen.

Alle während der Tagung geborenen Formulierungen griffen diese Elemente auf, bis das Wort auftauchte, das jetzt als Jahresmotto für 2003 da steht. Die Formulierung war eine Überraschung, eroberte im Sturm Geist und Herzen; der intuitive und weniger rational≠programmatische Charakter hatte es allen angetan.

Herzen, die glühen für Gott, für die Kirche, für den Vater und Gründer, für Paraguay

Das aus diesem Motto geborene Programm heißt: "Herzen erobern, die für Gott glühen, um die Kirche und eine neues Paraguay zu bauen." Der besondere Vorsatz heißt: Mutter, heute zeige ich dir durch Taten dass ich dich wirklich liebe.

Das Programm entfaltet sich unter vier Akzenten:

  1. Gebetsleben: Herzen, die glühen für Gott
  2. Jede Diözese und Gliederung baut einen Teil der Kirche: Herzen, die glühen für die Kirche
  3. Den Gründer kennen, heißt ihn lieben: Herzen, die glühen für den Vater
  4. Staatsbürgerliche Verantwortung und gewissenhafte Wahl: Herzen, die glühen für Paraguay

Gott in der Mitte

Es gibt Zeiten, in denen Werte und ihre Eroberung in der Selbsterziehung in der Mitte stehen. Im Jahr 2003 steht Gott in der Mitte, die Bindung an ihn. "An Gott denken wir, Gott fürchten wir... Gott lebe in unserem Herzen, Gott lebe in hedem Haus," heißt es in der Hymne von Paraguay.

Wenn Gott nicht zentraler Wert und Leidenschaft ist, zerfallen Familie und Staat. Ein besonderer Akzent liegt auf dem konkreten Vorsatz (PE), durch den in Gebetsform zwei≠ oder dreimal am Tag das Zentrale von Motto und Programm aufgegriffen wird und so anwachsen kann. Es ist das gelebte Liebesbündnis: Ich beweise dir durch Taten, dass ich dich wirklich liebe... Das Herz muss sich wandeln. Seine tausend Leidenschaften und Wünsche müssen sich mit Gott füllen, mit den Gaben des Heiligen Geistes. So kann eine wirkliche Kirche Gottes in Tupãrenda entstehen, Maria von der Dreifaltigkeit geweiht, und ein von Gott erfüllten Paraguay, ein Staat Gottes. Mein Herz, unsere Kirche und unser Paraguay sind wie drei Herzen, die Gott gehören, die im Gleichklang schlagen und sich verknüpfen.

Jede Diözese und jede Gliederung ist aufgerufen, durch den Rosenkranz das Gebetsleben zu fördern, am Bau der Kirche mitzuwirken, den Gründer Schönstatts besser kennen und lieben zu lernen und die staatsbürgerlichen Pflichten ernst zu nehmen. Hier geht es besonders darum, am 27. April verantwortlich zu wählen entsprechend der von den Bischöfen und dem Laienrat herausgegebenen Kriterien. Denn und darum:

Gott lebe in unserem Herzen, Gott herrsche in Paraguay!



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