Schönstatt - Begegnungen

"Königin von Sierra Leone, Südafrika, Sudan, Swaziland, Senegal: Nimm an unsere Ehre und Liebe!"

Schönstattfamilie von Zimbabwe erneuert die Krönung der Gottesmutter zur "Königin Afrikas"

For the 22nd time, the Blessed Mother was crowned as "Queen of Africa" on May 31, 2002, in Harare, Zimbabwe.
Zum 22. Mal krönte die Schönstattfamilie von Zimbabwe die Gottesmutter zur "Königin Afrikas"
Flowers, the centenary flag, pennants - and the wholelove and hope of the small Schoenstatt family surrounded the Queen of Africa!
Blumen, die Gedenkjahrfahne, Fähnchen - und die ganze Liebe und Hoffnung der Schönstattfamilie umgaben die Königin Afrikas
Hommage to the Queen with flowers
Ehrung der Königin mit Blumen
Fotos: Marlene Peter © 2002
Marlene Peter, Harare: "We know that the Queen of Africa can and will work miracles!"
Marlene Peter, Harare: "Die Königin Afrikas kann und wird Wunder wirken!"
Foto: POS, Fischer © 2002

ZIMBABWE, Marlene Peter. Am 31. Mai 2002 hat die kleine Schönstattfamilie von Zimbabwe zum 22. Mal die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt zur "Königin Afrikas" gekrönt und jedes einzelne Land dieses Kontinents ihrer Sorge und Liebe anvertraut. Sie selber möchten im Bündnis mit ihr Werkzeug der Hoffnung und Heilung sein und mitbauen an einem neuen Afrika.

Es war die22. Krönung in Zimbabwe; jedes Jahr am 31. Mai ist die Krönung bisher erneuert worden, die erstmals am 31. Mai 1981 getätigt wurde, ein Jahr nachdem die Schönstattfamilie von Südafrika die Gottesmutter in Johannesburg unter dem selben Titel gekrönt hatte. Viele Mitglieder der Schönstattfamilie von Zimbabwe waren damals im Bus zur Krönung nach Johannesburg gefahren, dabei auch Pater Carry SJ, der zu diesem Anlass das Krönungslied "Königin Afrikas" verfasst hatte. Die Krone, von den Marienbrüdern in Schönstatt angefertigt, verziert mit afrikanischen Edelsteinen, wurde dann ein Jahr später zur Krönung nach Zimbabwe gebracht. Ein Bus mit Pilgern aus Südafrika kam damals zu diesem Fest nach Harare. Die Krönung vom 31. Mai 1981, kurz nach der Unabhängigkeit Zimbabwes, war ein besonderes Erlebnis in einer Zeit, die geprägt war von Erwartung und Sorge in Blick auf die Zukunft ­ nicht unähnlich der Stimmung im Zimbabwe von heute.

31. Mai 2002: Und wieder – "Sei die Königin Afrikas!"

Neun Wochen lang war die Krönung mit der entsprechenden Novene vorbereitet worden; darin sind Texte und Aussagen von Pater Kentenich über die Gottesmutter als Königin. Am 31. Mai 2002 war die Pfarrkirche St. Franz Xaver, in der bisher alle Krönungen stattgefunden haben, mit vielen Blumen und dem Bild der Gottesmutter von Schönstatt geschmückt. Die Gedenkjahrfahne und Fähnchen rundeten das festliche Bild ab. Schönstatt­Pater Michael Hagan, P. Raymond, ein Karmelit, und P. Freddy De Sousa SJ aus Indien, der für zwei Jahre in Zimbabwe stationiert ist, waren die Zelebranten der heiligen Messe. Die Schönstätter aus Zimbabwe hatten natürlich gehofft, das Pater Michael Hagan kommen würden, aber es hatte geheißen, dass es unmöglich wäre. Am Donnerstag kam dann der erlösende Anruf von Sr. Marian, dass er am Freitag abend da sein würde. Das war Freude pur!

Eine Situation, in der man die Hoffnung verlieren kann – und gerade jetzt Werkzeug der Hoffnung sein

Die Messe begann um 19.00 Uhr und war ein Coenaculum-Erlebnis. In seiner Predigt betonte Pater Hagan, dass er sich sehr freue, da zu sein. Bis zum Mittag des Vortages hatte er noch keinen Pass erhalten. Im Rückblick auf die Jahre seit der ersten Krönung, so zeigte er auf, habe die Krönung immer die Bitte enthalten, alle Länder Afrikas und besonders die beiden Länder Südafrika und Zimbabwe zu schützen. Wir hätten erlebt, was Krieg in einem Land anrichte, wir hätten Höhen und Tiefen erlebt. Wir seien immer noch auf dem Pilgerweg des Glaubens, eines Weges mit vielen Herausforderungen, eines Weges mit Jesus und Maria. Er sprach kurz über den Weg des Gründers, Pater Kentenich, die Schwierigkeiten, die er erlebt hatte, Dachau, die Freiheit, die bald danach im Exil endete, und die drei gnadenvollen Jahre vor seinem Tod.

Manchmal, so sagte Pater Hagan, würden die Schwierigkeiten uns zu groß und wir wären in Versuchen, dem Vatergott ein "Jetzt reicht's!" zu sagen. Wenn wir die Situation von Zimbabwe anschauten mit AIDS, Hunger, politischer Gewalt und Unterdrückung, Kriminalität und sinnlosem Sterben so vieler Menschen, dann könnte einen das lähmen, und die Gefahr, Hoffnung und Lebensfreude zu verlieren, sei real. Maria habe zu allem, was Gott von ihr erwartet habe, ja gesagt. Wir seien trotz aller Schwierigkeiten eingeladen, dieses ja zu sagen. Wir sollten wie Maria das Reich Gottes bauen. Es geht nicht um ein bequemes "Ja", sondern ein Ja im Glauben. Wenn wir Maria krönen, dass bitten wir sie: "Forme deine Kinder zu Werkzeugen der Hoffnung, die Vertrauen und Zuversicht bewahren, zu Menschen, die mit Leidenschaft 'neue Menschen in neuer Gemeinschaft' werden und formen möchten!" Pater Kentenich hatte das Äußerste zu erleiden, aber er glaubte. Weil wir den Beistand, den Heiligen Geist haben, haben wir die Kraft, nicht aufzugeben. Es ist wichtig, dass wir wissen, wofür wir da sind, dann wird alles klarer. Wir krönen Maria und bitten sie damit, uns in Glaube und Vertrauen zu erneuern auf unserem Weg mit dem lebendigen Gott.

Jedes Land Afrikas beim Namen genannt

Die vielen Bitten und Gebete, die nun folgten, waren Zeugnis des Schmerzes, den das Volk von Zimbabwe in diesen Jahren erlebt. Es gab auch Dank und sogar die Bitte, in all dem Leid wie Maria sagen zu können: "Meine Seele preist die Größe des Herrn!" Es war ein Erlebnis des Heiligen Geistes, aber irgendwann musste die Messe weitergehen.

Die eigentliche Krönung war dann ganz schlicht. Mit entzündeten Kerzen in der Hand beteten alle eine Litanei der Länder Afrikas, bei der jedes Land genannt wurde, etwa: "Königin von

Sierra Leone, Südafrika, Sudan, Swaziland, Senegal, nimm an unsere Ehre und Liebe!"

Schönstatt in Zimbabwe feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Gründungsjubiläum. Zimbabwe war eines der ersten Länder, in denen die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter begann; Pater Esteban Uriburu brachte die ersten Bilder für die Besuche bei Familien ins Land. Bei seinem Besuch im Jahr 1988 segnete Papst Johannes Paul II. eines dieser Bilder. Im Jahr darauf, 1989, besuchten Marlene Peter und Sheila Coleman (beide Mütterbund), Argentinien, Brasilien und Paraguay, um die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter an Ort und Stelle kennen zu lernen, die, wie sie damals sagten, "eine wunderbare Kette der Liebe rund um die Welt bilden wird".

Die Schönstattfamilie in Zimbabwe wartet immer noch auf ihr erstes eigenes Heiligtum; die Inneneinrichtung des zukünftigen Heiligtums steht in einem Raum im Haus einer der verantwortlichen Familien; dort trifft sich die Schönstattfamilie zur monatlichen Bündnisfeier, einem zentralen Moment des Schönstattlebens von Zimbabwe.



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Last Update: 10.06.2002 14:19 Mail: Editor /Webmaster
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