Schönstatt - Begegnungen

Den Lebensstrom Schönstatts weitertragen bis an die Grenzen der Erde

Auf den Spuren der Pilgernden Gottesmutter und ihrer Werkzeuge

Mexico, home of Our Lady of Guadalupe, Patroness of Latin America: Celebrating the 10th anniversary of the Schoenstatt Pilgrim Mother Campaign
Mexiko, Heimat der Gottesmutter von Guadalupe, der Patronin Lateinamerikas: Feier anlässlich des 10. Jahrestags der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter
Foto: CR Mexico 2001
"Then I will draw youthful hearts to myself..."
"Dann will ich die jugendlichen Herzen an mich ziehen..."
Foto: CR Argentina 2001

INTERNATIONAL (mb/mkf) Geeignet und bereit, den Lebensstrom Schönstatts bis an die Grenzen der Erde weiterzutragen, ist die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter weltweit eine authentische Verwirklichung und Anwendung dessen, was Schönstatt von Anfang an Kirche und Gesellschaft schenken wollte. In vielen Ländern wird am 12. Dezember, dem Fest der Gottesmutter von Guadalupe, der Patronin Lateinamerikas, auch der Geburtstag von Don Pozzobon gefeiert. Nach seinem Beispiel tragen Werkzeuge der Pilgernden Gottesmutter in aller Welt das Bild der Pilgernden Gottesmutter vom Heiligtum aus zu Millionen Menschen in allen Lebensbereichen, damit die Gottesmutter wirke als Mutter, Königin und Erzieherin.

Am 12. Dezember 1984 erhielt Don Pozzobon Besuch von Pater Esteban Uriburu und einer Gruppe von Pilgern, die nach Santa Maria gekommen waren, um mit ihm seinen 80.Geburtstag zu feiern. Es sollte der letzte Geburtstag sein, den er auf der Erde feierte. An seinem Geburtstag in diesem Jahr erinnert man sich spontan an die Worte, die Pater Uriburu damals während der Messe mehr als Ausdruck einer Sehnsucht gesprochen hat, und die sich heute wie die nachfolgenden Zeugnisse aus dem vollen Leben zeigen die Wirklichkeit zeichnen: "Am 12. Dezember 1983 haben wir die Gottesmutter gekrönt zur 'Königin Amerikas' und jetzt krönen wir sie zur 'Königin der Neuevangelisierung Amerikas und der ganzen Welt'. Und wie es der 'Zufall' will, feiern wir zur gleichen Zeit den 80. Geburtstag von Don Pozzobon."

"Du bist's, der größte Werke nur durch die Kleinsten tut"

"Für uns sind die Sendung des 31. Mai und die Pilgernde Gottesmutter ganz eng verbunden," sagen Kristine und Don Blan, Mitglieder der Schönstatt-Familienbewegung, Eltern von sieben Kindern und seit Jahren Missionare der Pilgernden Gottesmutter. Don Blan ist Pilot bei American Airlines; mit ihm im Cockpit fliegt die Pilgernde Gottesmutter. "Wenn ich an die Kampagne denke," meint er, "fällt mir als erstes die Werkzeuglichkeit von Don Pozzobon ein. In der Kampagne haben die Pilger in ihm das Modell eines organischen Werkzeugs der Dreimal Wunderbaren Mutter, eines treuen geistlichen Sohnes Pater Kentenichs und der Schule der Gründergeneration. Für uns sind das nicht bloß Theorien, sondern Lebenserfahrungen mit Pater Uriburu."

Es bestehen Parallelen zwischen der Sendung von Juan Diego und der Sendung eines anderen "Juan", Johannes, in unserem Fall von Joao (Johannes) Pozzobon. Die Gottesmutter hat in Mexiko zu dem kleinen Indio gesagt: "Juanito, kleinstes meiner Kinder, wisse und verstehe dass ich die Jungfrau Maria bin, die Mutter des wahren Gottes für den ich lebe...' Im Fall von Don Pozzobon hat sich das Gesetz im Reich Gottes wieder einmal bestätigt: normalerweise ist es Gott, der größte Werke nur durch die Kleinsten tut. (P. Uriburu, 12.12.1984)

In Schleswig-Holstein, Germany, the Pilgrim Mother visits families from Croatia
In Schleswig-Holstein besucht die Pilgernde Gottesmutter kroatische Familien
"I would like so much that all would recieve the Pilgrim Mother and the graces from the Shrine."
"Ich hätte so gern, dass alle die Pilgernde Gottesmutter und die Gnaden vom Heiligtum bekommen würden..."
Fotos: Milan 2001

"Meine Sendung ist ganz einfach der Pilgernden Gottesmutter etwas zur Hand gehen"

In Schleswig-Holstein, dem nördlichsten, überwiegend protestantischen Bundesland Deutschland, hat eine junge Frau aus Kroatien, Mutter von fünf Kindern, begonnen die Pilgernde Gottesmutter in den kroatischen Gemeinden einzuführen. Im Moment sind sechs Bilder bei kroatischen Familien unterwegs. Vor kurzem organisierte sie ein Treffen mit dem kroatischen Seelsorger; stolz trugen Kinder und Jugendliche "ihre" Gottesmutter, die auch auf dem Gruppenbild nicht fehlen durfte. "Seit dem Krieg auf dem Balkan leben hier sehr viele Kroaten, es sind über 40.000. Ich weiß, dass die Pilgernde Gottesmutter jetzt auch in unserem Heimatland unterwegs ist. Und ich möchte, dass sie alle 40.000 Kroaten hier besucht und ihnen Gnade schenkt und eine Heimat. Ich erzähle allen von Schönstatt und versuche sie zu bewegen, diesen Ort kennen zu lernen. Ich schenke der Gottesmutter das Leid, dass ich selbst wegen der Kinder nicht fahren kann, und bitte sie dafür zu sorgen, dass der Besuch fruchtbar wird. Ich hätte so gern, dass alle Schönstatt und die Gnaden des Heiligtums kennen lernten, und mein großer Traum ist, die Pilgernde Gottesmutter auch nach Hamburg zu bringen. Dort leben auch viele Kroaten, ich habe auch schon Kontakt aufgenommen. Viel kann ich ja nicht machen, die Kinder sind zu klein, aber meine Sendung ist auch ganz einfach: der Pilgernden Gottesmutter ein wenig zur Hand gehen..."

Die Sendung, die Don Pozzobon erhalten hat war sehr groß und hat seine menschlichen Möglichkeiten weit überschritten. Aber mit völligem Vertrauen auf die Gottesmutter hat er weitergemacht und ist dabei mehr und mehr Kind geworden, das täglich mehr auf seine himmlische Mutter vertraut (Pater Uriburu, 12.12.1984)

Ein überraschender Besuch in der Kathedrale von San Isidro

Das Gelände rund um das Heiligtum von San Isidro ist geprägt von der Gegenwart von Joao Pozzobon und dem Bildstöckchen, das er 1985 dort gesegnet hat. Eine der Missionarinnen dieser Diözese hält in der Kathedrale Vorträge für Hauswirtschafterinnen in Privathaushalten. Auch wenn sie keine spezifischen Schönstattthemen anbietet, so kommen die Inhalte ihrer Vorträge doch aus der Schönstattspiritualität. Eine der Gruppen hat vor einiger Zeit im Heiligtum das Liebesbündnis geschlossen. Sofort erbat die Missionarin von der Verantwortlichen der Kampagne ein Bild der Pilgernden Gottesmutter für diese Gruppe und brachte sie zur Überraschung aller zum nächsten Vortrag mit. Die Frauen waren von diesem überraschenden Besuch sehr bewegt und baten, die Pilgernde Gottesmutter auch zu anderen Personen bringen zu dürfen!

Am 12. Oktober, dem Todestag von P.Uriburu, wurden in der Pfarrei "San Gabriel de la Dolorosa" zum ersten Mal die "1.000 Ave Maria" gebetet und der Lichter-Rosenkranz erstmals in der Pfarrei "Huerto de los Olivos".

Brasilia: Military Archbishop Geraldo do Espírito Santo Avila recommended to open the houses of all families to the Pilgrim Mother and to receive her with hope
Brasilia: Militärerzbischof Geraldo do Espírito Santo Avila rief dazu auf, alle Häuser für die Pilgernde Gottesmutter zu öffnen und sie mit Vertrauen zu empfangen
Over 6,000 persons had come to the Shrine in Brasilia to thank the Pilgrim Mother for her monthly visit ot their houses
Mehr als 6.000 Menschen kamen zum Heiligtum in Brasilia, um für den monatlichen Besuch der Pilgrenden Gottesmutter in ihrem Haus zu danken.
Fotos: Ir. M. Clades 2001

Ein Gegenbesuch als Dank für den Besuch in ihren Häusern

Am 14. Oktober, dem Sonntag in der Nähe des 18., an dem die Gründung Schönstatts gefeiert wird, fand wieder das Treffen der Familien statt, die in Verbindung mit dem "Tabor-der-Hoffnung"-Heiligtum in Brasilia, Brasilien die Pilgernde Gottesmutter erhalten. Die Zahl der Pilger, die an diesem Tag kamen, um einen Gegenbesuch im Heiligtum zu machen als Dank für den Besuch der Pilgernden Gottesmutter in ihren Häusern, übertraf alle Erwartungen: ungefähr 6.000 Menschen aus dem Bundesdistrikt und der Diözese Luziânia nahmen an diesem Nachmittag des Dankes und Lobpreises an der Quelle der Hoffnung teil. Der Höhepunkt des Tages war die heilige Messe mit Militärerzbischof Geraldo do Espírito Santo Ávila und dem Militärseelseelsorger Pfarrer Reni. In der Predigt betonte der Erzbischof, wie wichtig es sei, die Pilgernde Gottesmutter gläubig in den Häusern zu empfangen; mit ihr einen Bund zu schließen, sie uns umwandeln zu lassen und der Welt und den Familien ein Zeugnis des mit der Verehrung übereinstimmenden Lebens zu geben. Vor dem Schluss-Segen war die Weihe der Familien. In diesem Moment hielten die Missionare ihre Bilder hoch und boten darin die Gaben aller Familien an. Viele konnten an diesem Tag den Gnadenort der Königin besuchen und ihre Beiträge zum Gnadenkapital bringen ebenso wie ihre Bitten und ihren Dank. Das Echo auf diesen Tag kam von sehr vielen Orten! Am Tag darauf wurde im Fernsehen unter "Nachrichten aus dem Bundesdistrikt" ein ausführlicher Bericht gesendet.

"Pilgermutter 911" die Notruf-Königin

"Als wir vor vier Jahren Maria zur "911", zur Königin der Notrufe (Nummer 911 in USA) gekrönt haben, wussten wir noch nicht, was am 11. September (im amerikanischen Datumsformat: 9/11) geschehen würde, aber für mich ist es ein deutliches Zeichen der göttlichen Vorsehung," berichtet eine Missionarin aus Kalifornien, USA, die in einer Einheit der Polizei im Einsatz ist. Das kleine Pilgerbild der "Notrufe", "911" ist in dieser Polizeieinheit zum "Rettungsseil" geworden. Die "Pilgermutter 911" kommt bei "Notrufen" für einige Tage oder länger. Bei einer Kollegin der Missionarin, Linda, wurde vor einigen Wochen bei einer Schilddrüsen-Operation Krebs festgestellt. Nach dieser Diagnose war eine Strahlenbehandlung notwendig. Die "Notruf-Königin" begleitete Linda in den Wochen nach der Operation und während der Bestrahlungen. Linda erklärte, die Gottesmutter habe ihr Kraft gegeben und ihr den Weg zu Jesus gezeigt, besonders in ihren depressiven Phasen. Sie fügte ganz selbstverständlich an: "Das alles habe ich ins Gnadenkapital geschenkt für ihren nächsten Notfall."

Bariloche: Meeting of missionaries in San Cayetano's parish
Bariloche: Treffen von Missionaren in der Pfarrei San Cayetano
Foto: Hna. Alejandra 2001

Die Taxifahrer von Bariloche

Trotz der Wirtschaftskrise wächst die Kampagne hier unaufhörlich. Mit viel Dynamik und Klugheit sind hier eine Reihe neuer Initiativen entstanden. Am 18. Juni, dem Jahrestag der Krönung der Gottesmutter zur "Königin der Einheit", trafen sich alle Missionare in der Pfarrei San Cayetano, wo sich das 1987 gekrönte Bild befindet. Einige schlossen ihr Liebesbündnis, wir beteten den Rosenkranz und erneuerte die Krönung. In derselben Pfarrei feierte der neue Diözesanbischof Maletti seine erste heilige Messe; er ist an einem 18. September zum Priester geweiht worden und wurde an einem 22. September als Bischof von Bariloche eingeführt. Bei Gelegenheit sagte er: "Ich habe das Liebesbündnis geschlossen, also gehöre ich zur Bewegung!"

Bei diesem Besuch in Bariloche erwartete mich eine Neuigkeit es war die Kampagne der Taxis entstanden! Beim Treffen mit der Kommission, die die Taxifahrer gebildet haben, und einigen der Ehefrauen fingen alle Feuer, und wir organisierten den offiziellen Beginn der Kampagne; Pfarrer Jorge baten wir, dabei die Rosenkränze und Autos zu segnen. Das Ergebnis war, dass er sich fast noch mehr begeisterte als wir und den Termin auf den 27. Juni, den Todestag von Don Pozzobon, festlegte.

Kurz davor, am 20. Juni, als ich am Busbahnhof auf meinen Bus zurück nach Nuevo Schoenstatt wartete, traf ich drei Mitglieder des Komitees, denen man die Freude an dem Projekt direkt ansah. Ich versprach ihnen, hellblau-weiße Rosenkränze in den Farben der Taxis von Bariloche zu besorgen; die haben dann glücklicherweise "Profis" in Comodoro Rivadavia gemacht. Am 27. hat Pfarrer Jorge nicht nur die Segnung vorgenommen, sondern für die Taxifahrer auch eine Messe mit Predigt übernommen!

Im September, als ich wieder in Bariloche war, hatten die Taxifahrer ein Asado organisiert für ihre Familien und etliche Missionare. Das Ergebnis war ausgezeichnet, nicht nur dass sie sich untereinander besser kennen gelernt haben, sondern auch weil sich viele Fragen zu Schönstatt ergeben haben und ein fruchtbarer Erfahrungsaustausch.

Die Taxifahrer von Bariloche sind auf der Zielgeraden hinein ins Herz der Gottesmutter, Pater Kentenichs und Don Pozzobons! Dieses "Formel 1-Rennen" werden sie gewinnen...

Nigeria: The first missionaries from Nigeria, November 1999
Die ersten Missionare der Pilgernden Gottesmutter aus Nigeria, November 1999
The first family who received the visit of the Pilgrim Mother in Ibadan
Die erste Familie, die in Ibadan den Besuch der Pilgernden Gottesmutter erhielt
Foto: P. Pablo Pol 2001

Ein Tag, der in der Geschichte Schönstatts in Nigeria nie vergessen werden wird

Seit dem Internationalen Treffen in Santa Maria im Jahr 2000 hat die Pilgernde Gottesmutter den Weg in mindestens drei neue Länder gefunden, in die Türkei, in den Senegal und nach Haiti. Die Kampagne ist damit in mindestens 83 Ländern präsent. Wo die Pilgernde Gottesmutter ihren Besuch in einem Land beginnt, sucht und findet sie Werkzeuge mit "missionarischem Herzen", bereit sie zu allen zu bringen, die sie brauchen. So auch in Nigeria, einem der "jungen" Länder der Kampagne; sie hat dort erst 1999 angefangen, als Pater Pablo Pol aus Argentinien, damals noch Seminarist, vom Urheiligtum aus ein Pilgerbild nach Nigeria mitbrachte. Am 1. Oktober des selben Jahres äußerte einer der nigerianischen Novizen der Schönstattpatres seine Bereitschaft, mit der Pilgernden Gottesmutter anzufangen.

"Oft sagt man, dass die Nächstenliebe zu Hause anfängt," erklärte er, "darum ist dieses Bild zunächst in den Zimmern aller Brüder hier gewandert, die daran Interesse hatten. Die Hilfe und Unterstützung von ihnen hat in mir die Überzeugung wachsen lassen, dass der 3. Oktober 1999 in der Geschichte Schönstatts in Nigeria nie vergessen werden wird. Am 7. November endete die Wanderung der Pilgernden Gottesmutter im Zimmer von Pater Kistler. Am selben Tag haben sich vier Novizen als Missionare zur Verfügung gestellt." Mit den ersten beiden Bildern dem von Pater Pablo und einem von Pater Roman aus Polen -, ausgesandt zu zwei Familien in Ibadan, begann offiziell die Kampagne in Nigeria. Die Familien, die das Bild erhielten, waren sofort so begeistert, dass sie bettelten, es länger als drei Tage oder am besten für immer behalten zu dürfen. Als das Bild weitergegeben werden sollte, hätte eine Familie ihm gern einen regelrechten Thronsaal im Haus gegeben... Die Mutter sagte: "Es ist, als hättet ihr uns die ganze Kirche ins Haus gebracht, wo die Gottesmutter wie eine Frau ist, die ihr Kind in diese Kirche hineinträgt!" Mehr Familien zeigten Interesse, mehr Novizen waren bereit, Missionare zu werden und die Kampagne während ihrer Ferien in ihren Heimatorten zu verbreiten. Es war etwas abenteuerlich, die MTA-Bilder zu bekommen und ein regelrechtes Ereignis, als endlich im November 1999 aus Argentinien 100 Bilder ankamen! Ein Schreiner wurde in der Kunst unterwiesen, Pilgerbilder zu machen, und die erste "Pilgermutter made in Nigeria" war am 13. November fertig! Seitdem hat die Pilgernde Gottesmutter ihre Besuche bei ihren Familien in Nigeria nicht mehr unterbrochen...

"Faszinierend, wie leicht die Pilgernde Gottesmutter Grenzen überwindet..."

Dubrovnik, die "Perle der Adria" ganz im Süden von Kroatien ist offen für die Pilgernde Gottesmutter. Eine Frau hat einen ganz besonderen Eifer entwickelt und in der Innenstadt von Dubrovnik schon 10 Kreise aufgebaut; sie möchte die Pilgernde Gottesmutter von dort in der ganzen Stadt bekannt machen. Im Augenblick sind es fünf Pfarreien, in denen die Aktion der Pilgernden Gottesmutter begonnen hat.

Von Dubrovnik aus fuhr ich zu einer Schönstätterin nach Montenegro. Ich nahm drei Pilgerbilder mit; zwei davon blieben in Herceg Novi, das dritte in Kotor. Die Pilgernde Gottesmutter hat angefangen, die Menschen von Montenegro zu besuchen, das noch zu Jugoslawien gehört, wo es nur 2% Katholiken gibt. Inzwischen ist aus Montenegro die dringende Bitte um mehr Bilder gekommen! Faszinierend, wie leicht sie Grenzen überwindet. Insgesamt sind fünf Monate nach dem Beginn der Aktion 50 Bilder der Pilgernden Gottesmutter im Süden Kroatiens und den angrenzenden Gebieten unterwegs.

Zum ersten Mal haben regionale Treffen der Aktion der Pilgernden Gottesmutter in Kroatien stattgefunden. Dazu brachten alle ihre Bilder mit, die neu gesegnet und überreicht wurden. Am 17. November waren 300 Personen beim Treffen in Zagreb, am 2. Dezember waren es in Nijemci über 500. Am Nachmittag war eine Bündnisfeier, bei der einige das Liebesbündnis schlossen. Was die Leute am meisten inspirierte, wie immer, waren die Zeugnisse über das Wirken der Pilgernden Gottesmutter.

Die Gottesmutter von Schönstatt Patronin des Kennedy-Viertels von Formosa

Am 18. Oktober feierten wir in Formosa, Argentinien, das Fest der Gottesmutter von Schönstatt. Für die Missionare der Pilgernden Gottesmutter war es ein besonderes Fest, denn es wurde hier in Formosa ein Katechetisches Zentrum eingeweiht, dass den Namen der Dreimal Wunderbaren Mutter trägt! Vom 9. bis 17. Oktober wurde eine Novene gehalten, die damit begann, dass das große Bild der Pilgernden Gottesmutter zur Unterstützung (Auxiliar) mit Lastwagen, Fahrrädern, Motorrädern, Autos usw. von der Pfarrei der Immerwährenden Hilfe zur St. Michaels-Pfarrei geleitet wurde. Während der Novene wurden Spenden angenommen Kleidung, Schuhe, Lebensmittel -, die in den extrem armen Bezirken verteilt werden.

Um 6.00 Uhr morgens begann die Feier des 18, mit dem Morgenröte-Rosenkranz. Um 7.00 Uhr verließ die Auxiliar das Katechetische Zentrum und wurde zum Bildstöckchen gebracht, wo bis 17.00 Uhr die 1.000 Ave Maria gebetet wurden. Um 18.30 Uhr war eine Prozession durch die Straßen von Kennedy und Textil; wir hatten die Anwohner gebeten, die Häuser, an denen die Gottesmutter vorbeigetragen würde, festlich zu schmücken. Denn das hat sie verdient. Der Festtag gipfelte in der heiligen Messe um 20.00 Uhr.

Die Mutter ist auf dem Weg... Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder wirken denn die Pfarrgemeinde St. Michael hat sich, zusammen mit Pfarrer Feliciano Ibarrola und der Kommission für die Kapelle, als Bleibe für die Auxiliar angeboten. Im Hauptaltar des Katechetischen Zentrums wird ein MTA-Bild sein, und eine Kapelle, die später in der Nähe gebaut werden soll, wird der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt geweiht. So ist sie wirklich die Patronin der neuen Gemeinde und des Viertels.

Ganz bescheiden müssen wir sagen, dass das alles die Frucht des stillen missionarischen Wirkens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist, die mit Glauben, Hoffnung und Ausdauer Werkzeuge in der Hand Gottes sind. Unsere Bitte ist, dass wir vom Heiligtum aus im Gebet mitgetragen werden, damit wir weiterhin unsere Beiträge zum Gnadenkapital bringen und unseren kleinen Anteil am Werden des Vaterreiches auf Erden beisteuern.

Rita Hennig, diocese of Freiburg, Germany, brought the Pilgrim Mother picture for blind persons to a lady from Russia:
Rita Hennig, Diözese Freiburg, brachte ein Bild der Pilgernden Gottesmutter für Blinde zu einer Frau aus Russland
Inge(l) and Gabriele, Professinal Women, knew about a picture that was available in Schoenstatt.
Inge (l) und Gabriele, Berufstätige Frauen, wussten von einem Bild, das gerade in Schönstatt war
Foto: Essem 2001
Salta: October 18, 2001: Crowning of the Auxiliaries and Pilgrim Mother pictures - "Queen of Hope in our Heart Shrine"
Salta, 18. Oktober 2001: Krönung der Pilgernden Gottesmutter zur "Königin der Hoffnung in unserem Herzensheiligtum"
Archbishop Mario Antonio Cargnello celebrated the Holy Mass with the pilgrims at the Shrine in Salta
Erzbischof Mario Antonio Cargnello feierte mit den Pilgern beim Heiligtum in Salta die heilige Messe
Fotos: Sánchez 2001
 

Im Dienst der blinden und sehbehinderten Menschen

Seit November sind in Deutschland drei Bilder der Pilgernden Gottesmutter für blinde und Sehbehinderte Menschen unterwegs Bilder ganz aus Holz, deren Relief die Blinden tasten können. Rita Henning, Diözesanträgerin der Frauenliga in der Diözese Freiburg erzählte bei der Jahrestagung im November auch davon, wie sie in ihrer Pfarrei mit der Pilgermutter arbeitet. Sie erwähnte auch ein russisches Ehepaar, zu dem die Pilgernde Gottesmutter kommt; die Frau ist blind, und mit unendlicher Geduld beschrieb der Ehemann ihr das Bild, damit sie es sich vorstellen könnte. Als Rita Henning von anderen Tagungsteilnehmerinnen erfuhr, dass es Bilder für Blinde gibt, war sie sofort begeistert, erst recht als sie erfuhr, dass sie ihr eines geben könnten. Am Tag vor der Abreise übernahm sie das Bild der Pilgernden Gottesmutter für Blinde, das im August vom Heiligtum in Villa Ballester ausgesandt worden war, um die Mutter der Blinden, die Königin des Lichts, zu dieser blinden Frau zu bringen.

"Als ich die Frau besuchte, war sie krank," berichtete Rita Henning Anfang Dezember. "Ich habe ihr das Bild einfach gegeben, gar nichts gesagt. Sie tastete danach, und dann find sie an zu weinen vor Freude: 'Das ist die Gottesmutter, das ist ihr Mantel, das ist ihre Hand, das ist ihr Gesicht, und das ist ihr Kind! Sie ist zu mir gekommen!' Ich musste auch mit den Tränen kämpfen, so sehr hat mich diese Begegnung bewegt. Die Gottesmutter macht dieser Frau, die so viel mitgemacht hat, eine Begegnung möglich..." Jetzt, wo sie die Gottesmutter erkennen konnte, erinnerte sie sich auch daran, schon in Russland etwas von Schönstatt gekannt zu haben. "Spontan habe ich beschlossen, dass die Gottesmutter über Weihnachten bei dieser blinden Frau bleibt. "Kann ich den Rosenkranz behalten?" fragte sie, bevor ich wegging. Der Mann meinte: 'Wir haben doch wer-weiß-wieviele Rosenkränze im Haus. Die Frau blieb fest: 'Darf ich bitte den Rosenkranz behalten, mit dem sie zu mir gekommen ist?'"

Maria, Königin der Hoffnung

Die Feier des siebten Jahrestages der Einweihung des Heiligtums in Salta, dem ersten in Nordwest-Argentinien, am 18.Oktober, begann um 18.30 Uhr mit einer Prozession mit den beiden großen Pilgerbildern zur Unterstützung (Auxiliares), die vom Erzbischof und der ganzen Familie zur "Königin der Hoffnung in unserem Herzensheiligtum" gekrönt wurden. Gleichzeitig wurden alle Bilder der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, die die Häuser der Missionare und der ihnen anvertrauten Familien besuchen, neu gesegnet und gekrönt; mit ihrem Bild in den Händen beteten alle mit lauter Stimme die Erneuerung der Sendung.

Anschließend feierten Erzbischof Mario Antonio Cargnello und Pfarrer Antonio Mallea mit einer großen Zahl von Pilgern, von denen viele aus dem Innern der Provinz gekommen waren, die heilige Messe. Die Feier endete mit einer großen "Krone für unsere liebe Mutter": bunte gasgefüllte Luftballons, die in den Himmel stiegen...

Die erste Pilgernde Gottesmutter zur Unterstützung der Kampagne in Salta brachte Pfarrer Ernesto Martearena (den vor kurzem ermordeten Pfarrer der Pfarrei Unsere Liebe Frau von Fatima), zusammen mit der ersten Gruppe von Missionaren, von Santa Maria nach Salta, auf das Drängen von Pater Esteban Uriburu, der das Bild am 29. April 1991 persönlich überreichte. Sie waren die Werkzeuge, deren Gott sich bedient hat, um die Kampagne in Salta in Schwung zu bringen. In jedem Oktober erinnert man sich dort besonders an sie, im Monat der Einweihung des Heiligtums und des Todestages von Pater Uriburu; zehn Jahre nach dieser ersten Wallfahrt an die Quellen der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter wurde darum dieses Bild gekrönt in der "Herzens-, Aufgaben- und Schicksalsgemeinschaft", von der Pater Kentenich so oft spricht. Die zweite Auxiliar wurde nötig aufgrund des Lebens der Kampagne: die Familie ist einfach so stark gewachsen. Am 2. August, im Zusammenhang mit einer erneuten Wallfahrt nach Santa Maria, erhielten wir die Zusage einer zweiten Auxiliar für die Erzdiözese, die vor allem die Kampagne im Innern der Provinz unterstützen und mit dem Ursprungsgeist verbinden soll.

Pilar, by the Wayside Shrine:Sr. Patricia entrusting the Pilgrim Mother for Babies at risk to Ana Flores, catechist
Pilar, beim Bildstöckchen: Schw. Patricia übergibt die Pilgernde Gottesmutter für Kinder in Lebensgefahr an Katechetin Ana Flores
Foto: Badano 2001

Die "Wunder" der Pilgernden Gottesmutter für Neugeborene und Kinder in Lebensgefahr

Wo immer es Schönstatt gibt, werden an den Bündnistagen, besonders am 18. Oktober, auch Messen gefeiert. Wo immer es die 'kleine Kampagne' der Pilgernden Gottesmutter für Kinder in Lebensgefahr gibt, feiert man am 18. des Monats eine Dankmesse für das Leben der Kinder, die es geschafft haben. Die Missionare dieser Variante, die in Argentinien entstanden ist, bringen ein kleineres Bild der Pilgernden Gottesmutter in einem weißen Babykörbchen, mit einem weiß-transparenten Kinder-Rosenkranz, zu den Kindern in Lebensgefahr und/oder deren Eltern. Gerade hier erlebt man immer wieder, dass die Pilgernde Gottesmutter Wunder wirkt. Ana Flores, Katechetin im Katechetischen Zentrum, das Schönstatt in Pilar, Argentinien, hat, stellte sich Ende Oktober als Missionarin für die Kinder in Lebensgefahr zur Verfügung. Sie hatte es eilig, denn sie wollte, dass die Gottesmutter rechtzeitig zu einem Baby kommen würde, das eine schwere Herzoperation vor sich hatte. Kurz danach, auf dem Weg zum Krankenhaus, um das Bild dorthin zu bringen, wurde ihr bei einem Zwischenstopp das Auto gestohlen! Was ihr am meisten Sorge machte, so sagte sie nachher, war die Pilgernde Gottesmutter, die im Auto gewesen war! Am Tag danach erhielt sie einen Anruf von der Polizei, das Auto sei gefunden worden. Sie fuhr zusammen mit ihrem Mann an den angegebenen Ort in einer gottverlassenen Gegend. Sie fanden das Auto vollständig ausgeraubt vor, nicht mal die Sitze waren mehr drin. Nur das Bild der Pilgernden Gottesmutter hatten die Diebe im Auto gelassen... Die Gottesmutter kam pünktlich bei dem Kind an.

Eine Krankenschwester in einem großen Krankenhaus (in Deutschland) ist seit September Missionarin der Pilgernden Gottesmutter für Kinder in Lebensgefahr "und die Kinder ohne Namen"; sie bringt die Gottesmutter jeden Tag mit und gibt mir ihr zusammen den tot geborenen Kindern, auch den ganz winzig kleinen, einen Namen - und gibt ihnen damit die Würde eines kostbaren winzig kleinen Menschen, die Würde, die so viele ihnen nicht zuerkennen. Die Namen dieser Kinder stehen in ihrem Begleitbuch der Pilgernden Gottesmutter und sind nicht vergessen. "Seit die Gottesmutter so mit geht, sehe ich diese Kinder auch anders. Natürlich geht die Gottesmutter auch mit, wenn eine Mutter um ihr noch nicht geborenes Kind kämpft. Wir dürfen nie vergessen, dass wir nicht ein Bild bringen, sondern Maria."

Small Pilgrim Mother picture from Santa Maria, Brazil, by the statue of Vincent Pallotti in the Original Shrine
Aus Santa Maria, Brasilien: kleines Bild der Pilgernden Gottesmutter bei der Pallottistatue im Urheiligtum
When visiting the tomb of Father Kentenich, missionaries of the Pilgrim Mother often place a picture there.
Wenn sie das Grab von Pater Kentenich besuchen, lassen Missionare der Pilgernden Gottesmutter ihr Pilgerbild gern für eine Zeit dort stehen.
Fotos: PressOffice Schönstatt, Fischer 2001

"Sie ist der große Missionar"

"Sie ist der große Missionar, sie wird Wunder wirken..." Diese Worte klingen immer wieder auf, wo Menschen sich als Werkzeuge zur Verfügung stellen, die Gottesmutter zu den Menschen zu bringen. Diese Worte, von Pater Kentenich oft zitiert, stammen von Vinzenz Pallotti. Am 18. September und fast den ganzen Oktober hindurch stand bei der Pallottistatue ein kleines Bild der Pilgernden Gottesmutter aus Santa Maria. Als das Urheiligtum Anfang November wegen der Sanierung des Dachstuhls geschlossen wurde, wurden Nägel, Holzstücke und Dachschindeln in alle Welt zu Menschen geschickt, die auf diese Weise "greifbarer" mit dem Gnadenort verbunden sein wollten, und viele der Gegenstände aus dem Urheiligtum wurden von Schönstattgemeinschaften am Ort in Obhut genommen. Das kleine Bild der Pilgernden Gottesmutter kehrte zurück zu dem, der es dort hingestellt hatte einem Sohn des heiligen Vinzenz Pallotti, Bruder Martin. Einige Monate zuvor hatte er sich in ein solches Bild der Pilgernden Gottesmutter "verliebt", das eine Missionarin, die mit einer Wallfahrt kam, bei der Messe im Urheiligtum aufgestellt hatte. Nicht beriet, "ihre" Pilgermutter abzugeben, versprach sie, ihm von Brasilien eine eigene zu schicken. Er ging gern auf den Wunsch ein, diese dann an jedem 18. im Urheiligtum aufzustellen!

Irgendjemand hat vor ein paar Tagen ein solches Bild aus Santa Maria dem Ort, an dem Don Pozzobon am 10. September 1950 seine Sendung erhalten und angenommen hat in die Gründerkapelle gebracht ein Geburtstagsgeschenk von und für Don Pozzobon, den großen Verbündeten des Gründers.

"Ich möchte allen sagen, dass wir auserwählt sind, nicht weil wir besser sind als die anderen, sondern weil wir ein wenig mehr uns zur Verfügung gestellt haben, ein ganz klein wenig mehr als die andren. Vielleicht haben wir ein wenig mehr auf die Gottesmutter gehört, und darum hat sie uns diese Sendung anvertraut." (João Pozzobon, Mai 1984).

Mit Beiträgen von: Sr. Alejandra, Kristina und Don Blan, Brigitte Allan, Sr. Clades, Marta Liotti, Marta Blas, Victoria Bareiro, Rita Hennig, P. Christoph Horn, Miguel Sánchez, Patricia Schelstraete

 



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