Schönstatt - Begegnungen

Zehntausend Mark für den Malteser Hilfsdienst durch Schülerinnen der

Schönstätter Marienschule in Vallendar unterstützt Schule im Kosovo

Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 11 der Schönstätter Marienschule überreichen Herrn Klasner vom Malteser Hilfsdienst einen Scheck und übergeben ihm Päckchen für Schüler im Kosovo.
Foto: Wenndorf © 2001

(Wenndorf) Es war ein ganz besonderer Moment, als die Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 11 der Schönstätter Marienschule Herrn Klasner vom Malteser Hilfsdienst diesen großen Scheck überreichen konnten. Der im September an der Schule durchgeführte Zwölfstundenlauf halte das möglich gemacht. Dabei sollten zwei Drittel des Gesamterlöses für den geplanten Bau de Sporthalle der Schönstätter Marienschule und ein Drittel für eine Schule in Pec/Kosovo, die "Shkolla Tete Marsi' verwendet werden, ein Projekt, was vom Malteser‑Hilfsdienst unterstützt wird.

Schon seit 1991 sind die Malteser auf dem Balkan, um dort zu helfen, wo die Menschen besonders unter den Folgen des Krieges zu leiden haben. Auf den Rat des Bischofs von Prizren hin leisten die Malteser gezielte Hilfe in Pec. Die Stadt selbst hat etwa 150.000 Einwohner. 80% der Häu ser wurden im Krieg beschädigt oder zer stört, dabei auch die Schule "Tete Marsi " die inzwischen wieder hergerichtet wurde, sich aber immer noch in einem sehr schlechtem Zustand befindet.

Die Klassenstärke beträgt bis zu 51 Schüler, die Turnhalle verfügt über keinerlei Ausstattung. Die Klassen müssen im Winter mit Öfen beheizt werden. In einigen Klassen fehlen diese oder die Ofenrohre. Oft gibt es tagsüber keinen Strom. Schreibmaterialien sind knapp oder fehlen. Da es in Pec viele Kinder von vertriebenen Familien gibt, ist die Schule überbelegt und der Unterricht muss in zwei Schichten stattfinden. Außerdem besuchen 60 Waisenkinder die Schule, die zum Teil in Familien und Klöstern untergebracht sind oder gar keine Unterkunft haben. Beim Zwölfstundenlauf durchliefen die Schülerinnen zwölf Stunden lang, nach Gruppen durchorganisiert, ununterbrochen eine Strecke von genau einem Kilometer. Durch die großzügige Unterstützung zahlreicher Sponsoren wie Unternehmen, aber auch Einzelpersonen, war dieser ansehnliche Betrag zusammen gekommen. Wenn Herr Klasner demnächst wieder nach Pec/Kosovo fährt, kommt er nicht mit leeren Händen. Wenn auch die Geldspende für den Wiederaufbau und die Ausstattung der Schule vorgesehen ist, so dürften sich die Kinder dort über die vielen Weihnachtspäckchen freuen, die ihm die Mädchen der Schönstätter Marienschule mitgegeben haben.

 

 

"EIN TEIL MEHR" im Korb

Klasse 12a der Schönstätter Marienschule sammelte am Supermarkt Lebensmittel für Obdachlose

(Annette G.Herrmann) Ein Teil mehr im Korb -was macht das schon aus? Vielen sicherlich nicht viel. Zum Glück, kann man sagen. Denn binnen kurzer Zeit füllten sich auf diese Art und Weise die Einkaufswagen des Stammkurses 12a der Schönstätter Marienschule.

Doch da die Freude am Helfen heute sicherlich nicht mehr allzu selbstverständlich ist, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem "Warum?" .Warum also stellen sich 18-jährige Gymnasiastinnen mitten im Winter auf einen Parkplatz und sammeln Lebensmittel für den Tagesaufenthaltsraum der Koblenzer Caritas, in der gerade in dieserJahreszeit diejenigen ein Dach über dem Kopf finden und eine heiße Suppe löffeln können, die weder Haus noch Herd haben?

"Im vergangenen Jahr, dem heiligen Jahr, hat unsere Schule beschlossen, dass jedeKlasse ein Sozialprojekt starten solle" erzählt Katharina Siebert, während sie von einer älteren Frau dankbar eine Packung Nudeln entgegennimmt.

"Wir haben gemeinsam mit unserer Lehrerin Schwester Josit beschlossen, Lebensmittel für Obdachlose einzusammeln ", so die Gymnasiastin weiter, von einem auf das andre Bein tänzelnd, damit die Kälte nicht in alle Glieder steigt. Da vor Weihnachten jedoch an jeder Ecke eine Spendendose stehe, sei man lieber erst jetzt aktiv geworden.

Mit Erfolg, was man zumindest anhand der Kisten und Kartons schließen konnte, die bereits am Samstagmorgen, nur zwei Stunden nach Beginn der Aktion, schon gut gefüllt waren, ohne dass das eine "Teil mehr im Korb" den vielen Spendern wohl besonders "weh getan" hat. Am Samstagmorgen, trotz klirrender Kälte und Dauerschneefall, hatten sich die Mädchen des Vallendarer Gymnasiums vor dem Koblenzer Real-Markt an der B 9 postiert, um Lebensmittel für Obdachlose und Bedürftige zu sammeln.

"Kaufen Sie bitte ein Teil mehr, und spenden Sie es!" , so der Aufruf der jungen Damen am Eingang des Supermarktes, wo an alle Real-Besucher ein entsprechender Handzettel verteilt wurde. Ein Großteil der so Angesprochenen fand die Idee nicht nur hervorragend (O-Ton: "Spitze", "Find ich super", "Lobenswert", "Ganz toll", "Meine Anerkennung!"), sondern griff dann im Supermarkt auch eifrig ins Regal, um die am Marktausgang postierten Einkaufswagen der jungen Frauen unter anderem mit Suppenkonserven, Nudeln, Reis oder Brotaufstrich zu füllen.

Die fleißigen und charmanten "Bettlerinnen" freuten sich dabei über jede Gabe so, als habe man ihnen selbst etwas geschenkt.



Zurück/Back: [Seitenanfang / Top] [letzte Seite / last page] [Homepage]

Last Update: 19.12.2001 12:50 Mail: Editor /Webmaster
© 2001 Schönstatt-Bewegung in Deutschland, PressOffice Schönstatt, hbre, All rights reserved