Schönstatt - Begegnungen

Neue Gemeinschaft leben

Monatliche Bündnisfeier betont die Verbundenheit der weltweiten Schönstattbewegung

Gottesmutter ...
...
ich schenke Dir
... ich bitte Dich

Die Zettel werden eingesammelt ...
... und in einen Krug beim Bild der Gottesmutter gelegt ...
... und später im Feuerbecken verbrannt.
Die Männerliga und ein Musikensemble gestalteten die Feier mit
Nach der Bündniserneuerung gibt es noch viel Gelegenheit sich auszutauschen.
 
Fotos: PressOffice Schönstatt, hbre© 2001
(mkf) Wie an jedem 18. des Monats kamen am Ursprungsort der Schönstattbewegung, an den Heiligtümern und in vielen Pfarreien Mitglieder und Freunde der Schönstattbewegung zusammen, um das Liebesbündnis zu erneuern und sich geistig mit allen zu vereinen, die in diesem Bündnis mit dem Schönstattheiligtum und untereinander verbunden sind.

Eine Gruppe von zwanzig Schönstättern aus Chile hatte am letzten Tag ihres Aufenthaltes in Schönstatt, an diesem 18. Februar, im Urheiligtum das Liebesbündnis erneuert und anschließend im Heiligtum der Familien den Sonntagsgottesdienst als Messe zum Dank für das Bündnis mit dem Dreifaltigen Gott und mit der Gottesmutter gefeiert. "Es war eine ganz besondere Messe," sagt eine Frau, "sie dauerte über zwei Stunden und es wurde mir überhaupt nicht lang!" Ihr Mann ergänzt: "An einem Bündnistag in Schönstatt zu sein, das ist eine Gnade, für die wir immer danken werden. Wir fühlten uns so tief verbunden mit allen, die mit uns das Liebesbündnis leben, auch wenn wir sie gar nicht kennen." "Unsere kleine Welt hier ist mit einer großen Welt verbunden, und es tut gut, das besonders an jedem 18. zu erfahren, " heißt es in einer E-Mail, die an diesem Tag in Schönstatt ankommt. "Wir wissen, dass in Schönstatt an uns hier gedacht wird." Und aus Kanada schreibt eine Studentin: "Auch wenn in Schönstatt jetzt schon Montag ist, möchte ich aus meinem Hausheiligtum hier noch Bündnisgrüße schicken, hier ist noch Bündnistag und ich bin verbunden mit Schönstatt!"

"Mit reich gefüllten Händen"

"Wurzel für unseren Gemeinschaftsgeist," so hieß in einem Text von Pater Kentenich, der in der Mitte der Bündnisfeier in der Anbetungskirche stand, " ist der Glaube, dass die Gottesmutter Schönstatt zum Ort ihrer Wirksamkeit erwählt hat, um dort Werktagsheilige zu formen und Werkzeuge, die ihr bei der Verwirklichung dieses Zieles behilflich sind ... Die Erfahrung, die wir im Laufe der Jahre gemacht haben, zeigt uns, dass wir, wenn wir die Mater ter admirabilis, die Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt, gefunden haben, auch Gemeinschaft haben. Unser Vorsehungsglaube sagt uns, dass wir uns nicht zufällig zusammengefunden haben."

Krüge in verschiedenen Größen und Formen vor dem Bild der Gottesmutter in der Anbetungskirche, daneben ein Ständer mit Landesfahnen, davor, als Musikgruppe, Schönstätter aus Deutschland, von den Philippinen und aus Brasilien sprachen von dieser Verbundenheit im Liebesbündnis. Diese Verbundenheit und Verantwortung füreinander "neue Gemeinschaft", sagt Pater Kentenich dafür , wird im Alltag konkret durch die Beiträge zum Gnadenkapital. In vielen Heiligtümern gibt es Krüge, Körbe, Schachteln oder andere landestypische Gefäße, in die Menschen Zettel werfen, auf denen sie aufschreiben, was sie Jesus und Maria schenken. Im Sinn des "Nichts ohne dich, nichts ohne uns", so sind sie überzeugt, wird alles zum Beitrag für das Wirken der Gottesmutter von den Schönstatt-Heiligtümern aus.

Vor der Erneuerung des Liebesbündnis wurden alle eingeladen, hier und jetzt "die Krüge zum füllen" mit ihren Beiträgen zum Gnadenkapital.

"Wir kommen mit reich gefüllten Händen," sagt Pater Kentenich für diesen Vorgang. Reich gefüllt mit dem, was nur bruchstückhaft verwirklicht worden ist, mit den Scherben all dessen, was ganz daneben, was zerbrochen, was kaputt gegangen ist. Reich gefüllt auch mit Freuden und Erfahrungen der Nähe Gottes im Alltag, reich gefüllt mit Anliegen, Wünschen und Sorgen um die Menschen, die auch dazu gehören, wenn Schönstätter das Liebesbündnis konkret leben: alle, die mit ihnen in Berührung kommen, vom Ehepartner bis zum Postboten, vom Chatpartner im Internet bis zur Kassiererin im Supermarkt.

Damit der Alltag wertvoll wird

"So wird der Mitmensch zum Nächsten," führte Pfarrer Matthias Wiebel in seiner Ansprache aus, "zum Nächsten, der vor Gott gut ist wie ich, der für Gott ein lebendiges Heiligtum ist wie ich. Damit die vielen Stunden im Alltag, die vielen Stunden, die wir am Arbeitsplatz stehen, wertvoll werden, sind wir den Menschen dort Mensch, leben in Wort und Tat und Beiträgen zum Gnadenkapital für sie 'neue Gemeinschaft', geben ihnen so Anteil an der neuen Gemeinschaft, die wir im Bund mit Gott untereinander haben."

"Im Bund mit dem Dreifaltigen Gott neue Gemeinschaft leben" dieses Motto der Schönstatt-Männerliga wurde für alle bei der Bündnisfeier am 18. Februar zum Impuls. Männer aus der Männergruppe Koblenz gestalteten die Feier als Sprecher und beim Einsammeln der Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital mit.

Was die Fernsehnachrichten mit dem Liebesbündnis zu tun haben

Bei der Erneuerung des Liebesbündnisses verbanden sich die aus vielen Nationen stammenden Teilnehmer in Schönstatt mit den Menschen in aller Welt, die zu Schönstatt gehören, mit allen, die ein Pilgerheiligtum aufnehmen. Ein besonderes Gedenken galt den neuen Kardinälen, besonders Erzbischof Francisco Javier Errázuriz, Santiago de Chile, aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres. Das Geschenk der deutschen Schönstattbewegung an ihn ein Stein vom Urheiligtum mit dem Schönstattsignet und den Zahlen: 1914 und 2001 lag während der Bündnisfeier in der Gründerkapelle.

Zu den Klängen von "Nichts ohne dich, ohne uns", in Deutsch und Portugiesisch gesungen, zogen alle zum Feuer, wo die Krüge geleert und die Zettel mit den Beiträgen zum Gnadenkapital verbrannt wurden. Lieder wurden gesungen, und Gespräch und Austausch kamen nicht zu kurz. Eine Frau meint: "Dass Zeugnis vom der Frau, in deren Hausheiligtum die Menschen aus den Nachrichten ihren Platz haben, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Sie sieht die Erdbebenbilder aus El Salvador und schreibt 'El Salvador' auf einen Zettel im Hausheiligtum. Das mache ich demnächst auch."

 



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Last Update: 28.04.2001 0:25 Mail: Editor /Webmaster
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