Schönstatt - Begegnungen


Meine Rose an deinem Arbeitsplatz

Weihnachtsgeschenke einmal anders Adventtagung mit Nachwirkung

Pfr. Christoph Fechtelpeter, Frohlinde: Ihr Arbeitsplatz kann Heiligtum sein, wo Christus neu geboren wird.
Fr. Christoph Fechtelpeter: Your working place can become a Shrine, a place of Christ's rebirth!
"Meine Rose an deinem Arbeitsplatz" - dass Christus dort wird neu geboren!
"My rose in your working place" - a place of Christ's rebirth!

Fotos: PressOffice Schönstatt, mkf, © 2000

(mkf) Den Vorgang der Vernetzung griffen die berufstätigen Frauen des Nordkreises bei ihrem Adventtreffen im Schönstattzentrum Frohlinde auf. Statt mit dem bei dieser Veranstaltung sonst üblichen kleinen Weihnachtsgeschenk ging jede am 3. Dezember mit einer Rose nach Hause einer Rose als Versprechen, dass irgendeine andere aus der Gemeinschaft ihren Arbeitsplatz und alle damit irgendwie verknüpften Menschen in den Wochen bis Weihnachten mit Gebet und Beiträgen zum Gnadenkapital mittragen würde.

"Wir wollten uns nicht irgendwie miteinander vernetzten, sondern bewusst die Orte miteinander verbinden, an denen wir versuchen, das 'Heiligtum ohne Wände' zu bauen; da wo im Stacheldraht eine Rose blühen soll," meint Gabriele Sudermann. "Für die meisten von uns ist das unser Arbeitsplatz. 'Dass Christus dort' - an meinem Arbeitsplatz - 'wird neu geboren': das hat in der Vorbereitung richtig gezündet." Damit sich auch diejenigen, die nicht am Treffen teilnehmen konnten - etwa, weil sie arbeiten mussten -sich einschalten konnten, erhielten alle vorher einen Brief und eine Karte, auf der sie ihren Arbeitsplatz beschreiben konnte.

Schon eine Rose verändert den Stacheldraht

"Manche haben ihre Karte direkt nach Frohlinde geschickt, weil sie es eher nicht geschafft haben", erklärt Frau Sudermann. "Wir waren wirklich überrascht, wie viele sich gemeldet haben und dabei sein wollten." - "Leider konnte ich an den verschiedenen Veranstaltungen im letzten Jahr nicht teilnehmen," schreibt eine. "Die neue Jahreslosung: 'Vom Heiligtum aus ein Netz der Liebe' finde ich toll, und ich habe mich spontan entschlossen, mitzumachen, mitzubauen. Das ist mir ein großes Anliegen."

"Weil wir berufstätige Frauen sind und unser Schwerpunkt auf unserem Beruf liegt ist der erste Platz an dem die Vernetzung stattfinden sollte, unser Dachau am Arbeitsplatz." Wie Pater Kentenich im Konzentrationslager an die Wirkmacht der Gottesmutter auch und gerade an diesem Ort glaubte, wie er wusste und erfahren konnte, dass sie dort Wunder der Gnade wirkte gerade weil dort Unrecht, Entehrung, Heimatlosigkeit, Glaubenslosigkeit und Unfreiheit herrschten, so sehen die berufstätigen Frauen ihre Sendung darin, wie er und mit ihm im "Dachau des Alltags" an die Möglichkeit des Heiligtums zu glauben und an diesem Heiligtum zu bauen. "Und unser Beruf ist unser vornehmliches Apostolatsfeld und hier soll unser Dachau Heiligtum werden. Deshalb wollen wir unsere Arbeitsplätze vernetzen. Mein Arbeitsplatz und alle 26 Kollege und Kolleginnen, die daran hängen, deren Sorgen, Ängste, Krankheiten, Missstimmungen, Hoffnungen und Wünsche: Sie alle sind auf meiner Karte und brauchen ganz viel Gnadenkapital der Gottesmutter. Und ich brauche auch ganz viel Gnadenkapital, denn an diesem Ort möchte Christus zu Weihnachten neu geboren werden. Er möchte durch Dich und mich zu den Menschen an deinem und meinem Arbeitsplatz kommen. Er sucht Menschen, die bereit sind sich ihm zu öffnen und versuchen nach seinem Wort zu leben. Denn alle Menschen an meinem Arbeitsplatz sind in meinem Dachauheiligtum, das Dachauheiligtum ist ein Heiligtum ohne Wände, in dem jeder Platz hat , auch der ungeliebteste Kollege. Es geht darum an deinem Arbeitsplatz meine Rose(n) zum blühen zu bringen. Und schon eine Rose verändert den Stacheldraht." Mit einer Meditation und konkreten Beispielen zum Thema "Rosen im Stacheldraht" stimmten sich die 22 Teilnehmerinnen am Samstag im Heiligtum auf die Vernetzung der Arbeitsplätze ein. "Da wo Elend ist, wo andere Menschen oder ich ausgegrenzt werden, da erlebe ich meinen Stacheldraht. Mein Denken, Tun und Beten scheint niemanden erreichen zu können. Aber wenn dann jemand kommt und mir sagt: 'Ich halte das mit dir aus, ich denke an dich, ich bete für dich,' dann ist da eine Rose, die mitten im Stacheldraht beginnt zu blühen."

"Mein Dachau wird Heiligtum"

In einer Zeit der Stille konnten alle ihre "Arbeitsplatz-Karten" ausfüllen und die ganz persönliche Bitte um die Neugeburt Christi dort in einem Brief an Jesus und Maria formulieren. Die Briefe werden in der Heiligen Nacht im Urheiligtum und in der Gründerkapelle sein und bei der nächsten Bündnisfeier in Schönstatt verbrannt. In der heiligen Messe brachten alle die Dachaukarten bei der Gabenbereitung zum Altar gebracht und bekamen als Geschenk von Christus und Maria eine Rose zurück. Vor dem Segen überreichte Pastor Fechtelpeter jeder einen Arbeitsplatz als Auftrag, dort eine Rose zum Blühen zu bringen. In der Predigt hatte er das Bild der Rosen im Stacheldraht aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass es nicht reiche, Rosen in den Stacheldraht zu stecken: "Diese Rosen verwelken, wir müssen dafür sorgen, dass die Rosen Wurzeln schlagen und irgendwann den Stacheldraht überwuchern und so der Stacheldraht zur Stütze für die Rosen wird."

"Für mich ist es besonders schön, dass ich an der Vernetzung teilnehmen kann," schrieb eine, die wegen der Vorbereitungen auf ein Examen nicht kommen konnte und im Sommer zum ersten Mal an einem Treffen teilgenommen hatte. "Das finde ich eine prima Idee, und ich übernehme gern die Verantwortung für ein anderes 'Dachau'. Es wird bei mir gut aufgehoben sein auch über die Weihnachtszeit hinaus."

"Dass Christus dort wird neu geboren"

Am Sonntag ging es darum, konkret zu überlegen, wie die Vernetzung der Arbeitsplätze konkret wird. "Mir ist klar geworden, dass es nicht nur darum geht Gebet, Opfer oder Freude als Beitrag zum Gnadenkapital zu schenken, sondern auch darum, die Gelegenheiten zu sehen, wo mein konkretes Handeln, mein Tun gefordert ist. "Da hat eine vom Umzug her eine Nachttischlampe und ein Schränkchen übrig; beides steht jetzt in dem Heim, in dem eine andere arbeitet. Eine andere springt "mit einer Runde Arbeitsrecht" ein. Eine meint: "Wenn wir wirklich glauben, dass die Gottesmutter Christus an meinem Arbeitsplatz neu zur Welt bringen will, und wenn ich dann das MTA-Bild anschaue, dann denke ich: Der Platz auf ihrem Arm, der Platz des Jesuskindes, der gehört jetzt auch meinem Kollegen." Das hat Konsequenzen: "Kann ich dann noch so über ihn reden oder denken , wie ich das bisher getan habe? Kommen die Menschen an meinem Arbeitsplatz in meinem Gebet vor, und wenn ja wie?"
In der heiligen Messe am Nachmittag wurde dann das ganze Treffen zusammengefasst: "Wir haben alle Menschen, mit denen wir beruflich, privat, familiär oder sonst verbunden sind, auf ganz viel Rosenzettel geschrieben. Zum Schluss segnete Pastor Fechtelpeter alle diese Menschen und besonders alle Arbeitsplätze. "Und jetzt kommt die Gottesmutter in drei Krankenhäuser, in ein Altenheim, Kinderheim, eine Krankenpflegeschule, Privathaushalte, eine Apotheke, eine Brauerei, eine Kinderpsychiatrie, ein Studentinnenwohnheim, eine Grundschule, eine Stadtverwaltung, eine Musikschule, ein Chemieunternehmen! Dort wird Christus neu geboren!" Weihnachtsgeschenke einmal anders. "Meine Rose blüht an Weihnachten an deinem Arbeitsplatz! Versprochen!"

 



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Letzte Aktualisierung: 13.12.2000 18:02 Mail: Redaktion / Webmaster
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