Schönstatt - Oktoberwoche

Oktoberwoche
October Week
Semana de Octubre
2000

Liebesbündnis
Covenant
Alianza
International

Virtual
Schoenstatt
Meeting
Heilig-Jahr-Feier
in Schönstatt

Moment mal ...

Der Oktoberwoche ein Gesicht geben persönliche Eindrücke, Erfahrungen, Wünsche ...

20.10.2000

 

Illes Herkirch, Solingen, Fokolarbewegung

Ich bin bewegt von der Dichte dieses Tages und bin einfach froh: Auch wenn wir alle unterschiedliche Wege gehen, haben wir doch ein Ziel, und das ist Gott in der Welt präsent zu machen. Ich war heute Nachmittag in dieser Ausstellung, der Ideen-Börse, und da war einfach so eine Frische, so eine Aktualität, und ich dachte, das ist einfach das Leben, das sich darstellt, da kann die Welt doch nicht indifferent bleiben. Auch wenn wir von unterschiedlichen Wegen und Charismen kommen, können wir doch auch dieses Geschenk erleben, welche Phantasie doch Gott hat, und dann ist man einfach gerne Werkzeug in den Händen Gottes, wie auch immer. Und irgendwie finde ich das auch sehr ermutigend, zu wissen, ich bin Fokolar, da sind Leute von Schönstatt, da ist Andrea Riccardi mit seinen Leuten, und da gibt es noch viele andere. Heute haben wir doch erlebt, dass Kirche ein unwahrscheinlich jugendliches, dynamisches Antlitz hat. Wir müssen diesen Gründerpersönlichkeiten doch einfach dankbar sein, dass sie den Anruf Gottes wahrgenommen und an uns weitergegeben haben.

Für mich ist das heute ein ganz großes Geschenk. Ich war letztes Jahr mal einmal einen Tag hier. Heute war es eine besondere Dichte, und ich muss auch sagen, ich bin überwältigt von der Gastfreundschaft, die einem hier entgegen kommt, von der Liebe, mit der wir aufgenommen wurden. Das ist ja die Charakteristik der Christen, und es war hier so spürbar und echt.


Pfr. Matthias Leineweber, Würzburg, Gemeinschaft Sant' Egidio

Ich bin sehr froh über diesen Tag, die Begegnung, den Austausch, und ich freu mich, dass die Freundschaft unter den Bewegungen im Geist von Speyer und der ersten Begegnung von Chiara und Andrea hier in Schönstatt fortgesetzt wird. Es wird spürbar auch das Bestreben der Schönstattfamilie, diesen Geist weiterzugeben auch auf die Ebene der einzelnen Gliederungen und Gruppen, und ich kann mir vorstellen, dass das auch weitere Früchte bringt vor Ort, nicht nur auf der Ebene der Leitungen. Mich hat beeindruckt die große Aufmerksamkeit, es war ja ein sehr intensiver Tag mit sehr vielen Redenbeiträgen. Man hat gespürt dieses Bedürfnis, den anderen kennen zu lernen, und die Wertschätzung dem anderen gegenüber ist sehr deutlich geworden.

Ich denke, dass diese Phase wichtig ist, das Kennenlernen, und das kann sich vielleicht auch fortsetzen durch gegenseitige Besuche und gegenseitiges Helfen. Es gibt ja schon viele Gruppen, die sich in den Diözesen treffen, ich bin ja im Gesprächskreis geistlicher Gemeinschaften in Deutschland. Das merkt man einfach, dass dieses Klima von Pfingsten 1998, dass das die Art der Begegnung verändert hat. Es ist nicht so, jeder kämpft für sich allein, sondern da ist die gemeinsame Berufung zur Communio und Evangelisierung. Und da sollte noch deutlicher werden, welche Aufgaben gibt es und welche Stärken. Der Friede, unsere Stärke, betrifft ja nicht nur Sant' Egidio, sondern ist eine Frage, die sich alle Christen stellen. Oder als konkretes Beispiel, unsere Initiative zu Abschaffung der Todesstrafe, da hat uns die Fokolarbewegung der Unterschriftenaktion mitgeholfen, auch andere Bewegungen haben mitgeholfen. So ein Ziel, ein weltweiten Moratorium der Todesstrafe zu erreichen, das kann eine Bewegung anstoßen, aber das kann nicht eine Bewegung allein erreichen. Ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft uns gemeinsam andere solche Ziele setzen. Denn die Bewegungen sind eine große Kraft in der Kirche, und wenn die einheitlich und gemeinsam vorgehen, dann können wir etwas bewegen.


Pater Sidney Fones, Chile/Schönstatt

Was Pater Penners ausgeführt hat über die Begegnung der geistlichen Bewegungen, das trifft. Wir sind im Stadium des gegenseitigen Wahrnehmens. Jedenfalls wir als Schönstattbewegung sind in diesem Wahrnehmungsprozess, andere Bewegungen sind vielleicht schon ein bisschen weiter. Es gibt noch mehr in dieser Richtung zu hoffen, dass wir uns nicht nur gegenseitig wahrnehmen, sondern uns inspirieren, miteinander arbeiten.

Die Charismen sind da in der Kirche, das sie sich gegenseitig bereichern.

Aber das Wort von Pater Penners, "Nachbarbewegungen", auf deutsch klingt das vielleicht gut, aber in spanisch klingt das zu distanziert. Wir würden nicht "vecinos" sagen, sondern "movimientos hermanos", geschwisterliche Bewegungen oder brüderliche Bewegungen. Das sollte es auch sein, das Bewusstsein von Geschwisterlichkeit. In gewissem Sinn ist der Weltapostolatsverband schon da, vor uns, und das ist eine große Freude.


Annemarie Lanzke, Gifhorn, Schönstatt-Gemeinschaft Frauen und Mütter

Wir hatten in Bad Salzdetfurth ein Treffen mit den geistlichen Gemeinschaften, und ihr Anliegen war, im Heiligen Jahr ins Schönstatt-Heiligtum zu kommen, dort wollten sie, dass wir anfangen. Jemand gebrauchte in Blick auf die geistlichen Gemeinschaften das Bild von der Sonne und den Strahlen, wir sind je ein Strahl der Sonne für die Kirche, und gemeinsam wirken wir für die Kirche. Jede Bewegung hat ihr spezielles Charisma, aber im Anliegen der Liebe und des Apostolates sehe ich die Verbindung. Und das Apostolat ist doch wirklich unser Feld!


Wolfgang und Helga Pfaller, Familienbewegung, Augsburg

Er: Wir sind beide immer noch sehr beeindruckt von gestern, vor allem von den Zeugnissen der Jugend.

Sie: Ich habe sehr bedauert, dass man das im Fernsehen nie gesehen hat, wie der Papst mitgegangen ist bei den Liedern, wie er mit den Jugendlichen die Arme bewegt hat im Rhythmus! In den Zeitungen waren nur negative Berichte. Jetzt bin ich richtig fasziniert, was da abgegangen ist. In den Medien war es ganz das Gegenteil von dem, was uns hier vermittelt wurde durch die, die dabei waren.

Er: Hier wird der Papst doch immer als alt, hinfällig und gebrechlich dargestellt.

Sie: Das war jetzt einfach eine große Freude für uns gestern, diese Jugendlichen, die den Papst und die Kirche lieben.

Er: Die heiraten alle mal und haben Familie, und dann geht es doch weiter mit der Kirche.

Sie: Aber von all denen hätten wir gern nur zwei Mädchen zur Kinderbetreuung am nächsten Samstag!


Fotos: PressOffice Schönstatt, hbre © 2000


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Letzte Aktualisierung: 21.10.2000 1:48 Mail: Redaktion / Webmaster
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