Schönstatt - Begegnungen

Vom Heiligen Land in ein 'heiliges Land'

Wallfahrer aus Nazareth, Kana, Reneh und Haifa in Schönstatt

Arab Christians from Nazareth, Haifa, Kana, and Reneh in Schoenstatt
Arabische Christen aus Nazareth, Haifa, Kana und Reneh in Schönstatt

Schoenstatt pilgrims from the Holy Land togehter with Fr. Grill (top, 3rd from r.)
Schönstatt-Pilger aus dem Heiligen Land mit Pater Grill (oben, dritter von rechts)

Fr. Alphonso, Reneh (r): "I'm always thinking of the shrine!"
Pfr. Alphonso, Reneh (r): "In Gedanken bin in immer beim Heiligtum."
Fotos: Fischer, PressOffice Schönstatt ©

(mkf) Christen aus aller Welt pilgern in diesem Jubiläumsjahr 2000 ins Heilige Land – 18 arabische Christen aus Nazareth, Kana, Reneh und Istia bei Haifa kamen vom 24. Juli bis 5. August nach Schönstatt, um ihre Liebe zu Maria auszudrücken und die Beziehung zwischen dem Heiligen Land und Schönstatt zu vertiefen, wie ein Mann aus Nazareth sagte. Es war sein neunter Besuch in Schönstatt. Jedes Jahr kommt eine Gruppe von Schönstättern und Freunden aus dem Heiligen Land zu Exerzitien nach Schönstatt.

Enaia Younes aus Nazareth war für Programm und Organisation verantwortlich. Auf die Frage, warum sie diese Gruppe nach Schönstatt brachte, antwortet sie spontan und lebhaft: "Die Gottesmutter hat jeden von uns auserwählt, nach Schönstatt zu kommen. Es ist unfassbar, im Heiligen Jahr hier zu sein. Das ist ein besonderes Geschenk der Gottesmutter von Schönstatt. Ohne Nazareth gäbe es kein Bethlehem, kein Kana, kein Rom, kein Schönstatt, das stimmt. Schönstatt hilft uns zu verstehen, was es heißt, in Nazareth zu leben – es als eine Sendung zu verstehen."

Ein Mann aus Nazareth kam zum neunten Mal; es ist Leiter des dritten Ordens der Franziskaner, seine Frau ist in Nazareth für die Legio Mariae verantwortlich. Er sagt: "Wir müssen in Verbindung bleiben mit den Heiligtum der Gottesmutter. Wir haben die Grotte in Nazareth - das 'Urheiligtum' aller Marienheiligtümer. Aber in Schönstatt bete ich mehr als in Nazareth - die Atmosphäre hier ist ideal; wir können beten, wir haben Exerzitien, wir haben täglich heilige Messe. In Nazareth leben wir unser Alltagsleben mit all den Spannungen, Problemen, der Unruhe. Hier ist die Atmosphäre zum Beten und entspannen. Wir möchten mit Schönstatt in Kontakt sein. Diese jährlichen Besuche in Schönstatt helfen uns so sehr."

"Maria ist eine von uns."

Salim aus Nazareth ist zum ersten Mal hier – wie noch 10 weitere aus der Gruppe. Er sagt stolz: "Maria ist eine von uns! Deshalb fühlen sich alle aus Nazareth mit allen Marienheiligtümern der Welt verbunden. Überall, wo Maria erschienen ist, möchten wir einmal beten. Hier in Schönstatt ist sie nicht erschienen, aber ich spüre, sie ist da mit ihrer ganzen Persönlichkeit, und sie zieht hier Menschen aus aller Welt an sich."

– "Wir sind gekommen, um unserer Liebe zu Maria Ausdruck zu geben," fügt ein anderer Mann an. "Wir lieben alle Orte, wo sie ist – Fatima., Lourdes, Schönstatt. Sie vertieft unseren Glauben und lehrt uns zu beten." – "Ich bin zum ersten Mal hier," sagt sein Nachbar. "Als ich Fatima war, als ich in Lourdes war, bin ich ein oder zwei Tage geblieben, das war es. Und hier bin ich nun schon seit einer Woche und habe die meiste Zeit im Gebet verbracht. Das ist ein Wunder."

Eine Frau aus Isfia, auch zum ersten Mal in Schönstatt, fühlte sich spontan von der Gottesmutter angesprochen, als sie das Urheiligtum betrat. "Ich habe nie vorher die Schönstattgebete gebetet, aber mir gefielen sie. Wenn ich nach Hause komme, erzähle ich von Schönstatt. Und ich weiß ja jetzt, wo ich Schönstatt im Internet finde, ich werde in Kontakt bleiben!" Sie liebten die Gottesmutter schon immer – und jetzt noch mehr: Mehrere, die zum ersten Mal in Schönstatt waren, fassen so ihre Erfahrung zusammen.

Schönstatts Botschaft und Sendung

Während ihres Aufenthaltes in Schönstatt hielt Sr. M. Romelia den Besuchern aus dem Heiligen Land einen Vortrag zur Einführung in Schönstatt; unter diesem Aspekt besuchten sie auch das Pater-Kentenich-Haus. Pater Chrysostomus Grill – er brachte Schönstatt ins Heilige Land – hielt Vorträge über das Liebesbündnis und die Sendung Schönstatt konkret im Heiligen Land. Tägliche Eucharistiefeiern, Beichte und Zeiten des Gebets trugen zu der immer wieder erwähnten Atmosphäre der Ruhe und des Friedens bei.

Ein Mann meint: "Ich bin auch von der Selbsterziehung beeindruckt, von der man in Schönstatt hört. Hier geht es nicht nur um Beten, sondern wie man sich selbst erzieht. Seit ich Schönstatt kenne, lese ich mehr, vor allem lese ich seitdem regelmäßig die Bibel." – "Ich bin einfach verliebt ins Heiligtum," sagt eine Frau. "Und was mir sonst noch gefällt: Die Ruhe, und die Schwestern. Sie lächeln. Reden können wir nicht miteinander, aber trotzdem ... man fühlt sich willkommen."

"Es wäre aber nicht genug, wenn wir die Gottesmutter nun hier lieben würden," gibt Salim energisch zu bedenken. "Wir müssen die Liebe zur Gottesmutter in unserem Alltag zu Hause leben. Hier sind wir frei, hier haben wir die perfekte Umgebung – aber das, was wir hier erlebt haben, müssen wir durch die Art, wie wir leben, gültig machen! Wir müssen diese Atmosphäre mitnehmen in unsere Häuser, in das normale Leben mit all den Problemen. Das ist die Sendung Schönstatts." – "Ja, wenn ich wieder zu Hause bin," sagt leise eine Frau, die sich bis dahin noch nicht am Gespräch beteiligt habt, "dann zeige ich den Jungen in der Schule, wie sie die Gottesmutter richtig lieben lernen."

In Gedanken immer beim Heiligtum

Pfarrer Alphonso aus Reneh kam 1998 zum ersten Mal nach Schönstatt. Jetzt, im Jahr 2000, ist sein zweiter Besuch. "Ich bin immer noch verwundert, dass ich nie von Schönstatt gehört hatte – einer Bewegung, die immerhin schon seit 1914 besteht. Ich habe einmal etwas gehört von einem konkreten Weg im geistlichen Leben, von einer Geistlichen Tagesordnung, aber ich wusste nicht, dass das von Schönstatt kam. Dann habe ich in Zimbabwe von Schönstatt gehört – aber es hat mich nicht interessiert. Vor vier Jahren traf ich Enaia und ihre Schwester. Sie haben mich dann überzeugt, dass es mit Schönstatt etwas Besonderes auf sich hat. Also fuhr ich vor zwei Jahren mit nach Schönstatt – und war spontan begeistert vom Heiligtum. Ich liebe das Heiligtum sehr, und ich habe dort täglich gebetet. Und in Gedanken bin ich immer beim Heiligtum."

 

 



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Letzte Aktualisierung: 22.08.2000 11:01 Mail: Redaktion / Webmaster
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