Schönstatt: Begegnungen am Ursprungsort

Auch beim zweiten Mal ein erstes Mal
Liebesbündnis von Schönstatt-Familien aus Ungarn im Urheiligtum

Ungarische Familien vor und im Urheiligtum in Schönstatt

Vor den "Heldengräbern". Im Hintergrund das Bundesheim Schönstatt
Besuch auf Berg Sion. P. Tilmann Beller führt durch Schönstatt und erklärt den Besuchern die Aufgaben der Gemeinschaften und der Häuser auf den Bergen rund um das Urheiligtum.

(Anna Virágh) Elf ungarische Familien gehören zum ersten Kurs des Schönstatt-Familienbundes in Ungarn. Vom 7.-10. April 2000 waren sie in Schönstatt um im Urheiligtum ihr Liebesbündnis zu schließen.

Vor rund fünfzig Jahren - 1950 - stellte sich eine kleine Gruppe vor den Altar des Urheiligtums: die ersten Bundesfamilien, deren erste Weihe am Ursprungsort des Liebesbündnisses stattfand.

Das "erste Mal" - es läßt immer vermuten, ja, birgt in sich: Es handelt sich um einen Anfang von etwas. Nach dem ersten Mal folgt das zweite, dritte Mal ...

Gottes Gnade hat es möglich gemacht: Zahlreiche Familienkurse folgten dem ersten. Ihre Weihe fand aber meistens im - inzwischen erbauten - Heiligtum des Familienbundes statt, oder in einem Heiligtum im jeweiligen Land.

Wieder ein "erstes Mal" - nach fünfzig Jahren

Jetzt, nach so vielen Jahren, gab es im Urheiligtum in Schönstatt wieder ein "erstes Mal" ... Der erste ungarische Bundes-familienkurs kam nach Schönstatt, damit die einzelnen Familien hören: "Sie sind ab jetzt eine Bundesfamilie!"

Die elf ungarischen Ehepaare kamen am 7. April abends in Schönstatt an. Der Vormittag des folgenden Tages war der stillen Vorbereitung, der Ankunft auch der Seele gewidmet, begleitet von Pater Tilmann Beller. Er war es, der diese Familien über vier Jahre hindurch bis zum heutigen Tag geführt hatte.

Um 16.30 Uhr am Nachmittag feierten sie im Heiligtum der Familien die heilige Messe. "Die Welt weiß viel, es gibt eine Unzahl Sachen hier auf Erden, aber alles dürstet nach einer Atmosphäre, nach der Atmosphäre der Liebe..." So wies Pater Beller auf die Berufung der Bundesfamilien hin.

Nach der hl. Messe pilgerten die Familien zum Grab des Gründers, Pater Kentenich. Hier hat sich jedes Ehepaar still bedankt, legte seine Gaben und Bitten hin. Den elf ungarischen Familien haben sich hier Norbert und Renate Martin, das Leiterehepaar des Deutschen Familienbundes, angeschlossen.

Weihestunde im Urheiligtum

Am frühen Abend folgte schließlich die Weihe im Urheiligtum. Es waren nicht viele, die im Urheiligtum einen Platz hatten, aber unzählige haben den Kurs im Geiste mit ihrem Gebet begleitet.

Die ungarischen Familien haben unter anderen folgende Bitten vorgetragen: "Dreimal Wunderbare Mutter, unser Pater Kentenich! Wir bitten um Euere Fürbitte, dass dem ersten ungarischen Bundesfamilienkurs noch viele weitere folgen! Wir bitten, dass es bald zwölf ungarische Marienschwestern und fünf Schönstattpatres geben möge!"

Eine ungarische Familie, die in Österreich Schönstatt kennen lernte, brachte Schönstatt nach Ungarn. In Obudavar am Plattensee steht ein Haus, das der wachsenden Schönstattfamilie in Ungarn als Zentrum dient. Dort ist auch ein Bildstöckchen und vielleicht bald das erste Schönstatt-Heiligtum in Ungarn. Vor allem die Schönstatt-Familienbewegung ist in Ungarn stark vertreten. Es gibt auch Schönstatt-Mädchenjugend in Ungarn. Im Februar 1999 fand der erste "Tag der Frau" in Ungarn statt, in diesem Jahr waren zwei solcher Tage in Obudavar und Pecz -, weitere sind geplant.




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Letzte Aktualisierung: 23.05.00, 22:04
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